GLS warnt vor neuer Welle betrügerischer Paket-Benachrichtigungen
07.02.2026 - 05:27:12Cyberkriminelle nutzen den Online-Handel-Boom aus und verschicken professionelle Phishing-Mails im Namen des Paketdienstes. Die gefälschten Nachrichten zielen auf sensible Daten und Geld ab.
In einer anhaltenden Betrugswelle kursieren derzeit täuschend echte E-Mails und SMS, die vorgeben, vom Paketdienstleister GLS zu stammen. Die Nachrichten behaupten, eine Lieferung stehe aus – oft wegen einer angeblichen Nachzahlung von wenigen Euro. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Phishing-Masche, die auf die persönlichen und finanziellen Daten ahnungsloser Verbraucher abzielt. GLS warnt auf seiner Website fortlaufend vor diesen Machenschaften und rät zu höchster Vorsicht.
So funktioniert der Betrug
Die Masche folgt einem klaren Muster: Empfänger bekommen eine Nachricht mit Betreffzeilen wie „Ihr GLS-Paket wartet auf Sie!“. Darin wird behauptet, eine Zustellung sei gescheitert, weil eine kleine Zoll- oder Bearbeitungsgebühr – typischerweise um die 2,99 Euro – ausstehe. Der enthaltene Link führt jedoch nicht zur echten GLS-Website, sondern zu einer perfekt nachgebauten Fälschung. Dort werden Opfer aufgefordert, ihre Adresse, Kreditkartendaten oder Login-Informationen einzugeben. Mit diesen Daten haben die Kriminellen freie Hand.
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Die Gefahren reichen weit über den finanziellen Verlust hinaus
Der direkte Schaden durch die geforderten Kleinbeträge ist oft nur der Anfang. Viel gravierender ist der Missbrauch der gestohlenen Kreditkartendaten für weitere Abbuchungen. Zudem kann bereits das Anklicken eines Links Schadsoftware auf dem Gerät installieren. Diese kann Passwörter ausspähen oder das Gerät als Geisel für eine Lösegeldforderung nehmen. Die Betrüger nutzen neben E-Mails auch zunehmend SMS („Smishing“) und Messenger-Dienste.
Woran Sie gefälschte Nachrichten erkennen
Trotz professioneller Aufmachung gibt es klare Warnsignale. GLS weist auf seiner Sicherheitsseite darauf hin:
* Zahlungsaufforderungen per Link: GLS bittet Kunden nie per E-Mail, Kaufpreise oder Zollgebühren über Online-Bezahlsysteme zu begleichen. Nachnahmesendungen werden ausschließlich bar beim Zusteller bezahlt.
* Absenderadresse prüfen: Oft stammt die Mail nicht von einer echten GLS-Domain (z.B. @gls-group.com).
* Sprachliche Fehler: Rechtschreib- und Grammatikfehler sind ein deutliches Alarmsignal.
* Unschärfe im Detail: Verpixelte oder veraltete Logos deuten auf eine Fälschung hin.
Das sollten Betroffene tun
Der beste Schutz ist gesundes Misstrauen. Klicken Sie nie auf Links in unerwarteten Paket-Benachrichtigungen. Erwarten Sie eine Sendung, nutzen Sie zur Verfolgung stets die offizielle GLS-Website und geben die Sendungsnummer manuell ein.
Sollten Sie eine verdächtige Nachricht erhalten:
1. Löschen Sie diese sofort und informieren Sie GLS über den Betrugsversuch.
2. Haben Sie bereits Daten eingegeben, sperren Sie umgehend Ihre Kreditkarte über die Bank.
3. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
4. Ändern Sie sofort alle Passwörter, die Sie möglicherweise auf der Phishing-Seite eingegeben haben oder die Sie mehrfach verwenden.


