Glencore: Kupferproduktion um 19 Prozent gestiegen
30.04.2026 - 23:28:30 | boerse-global.deKupfer läuft, Kobalt bricht ein — und die Handelssparte könnte einen Rekord aufstellen. Glencores Quartalsbericht für das erste Quartal 2026 liefert ein gespaltenes Bild, das Anleger offenbar trotzdem überzeugt.
Kupfer überzeugt, Kobalt enttäuscht
Die Kupferproduktion kletterte auf 199.600 Tonnen — ein Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Verbesserte Erzgrade in den afrikanischen Minen und ein höherer Durchsatz in der peruanischen Antamina-Mine trieben das Wachstum. Das reichte aus, um die Schließung der australischen Mount Isa Mine Ende 2025 vollständig zu kompensieren. Die Jahresprognose von 810.000 bis 870.000 Tonnen bleibt unangetastet.
Anders sieht es bei Kobalt aus. Die Förderung brach um 39 % auf 5.800 Tonnen ein. Auslöser ist das neue Exportquotensystem der Demokratischen Republik Kongo, das Ende 2025 eingeführt wurde. Glencore hat sich bewusst entschieden, dort die Kupferförderung zu priorisieren — die vorhandenen Kobalt-Lagerbestände reichen aus, um kurzfristige Lieferverpflichtungen zu erfüllen.
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Kohle und Handelssparte im Kontrast
Die Stahlkohleproduktion fiel um 22 % auf 6,5 Millionen Tonnen. Schlechtes Wetter in Queensland und geplante technische Umstellungen in australischen und kanadischen Minen belasteten die Förderung. Die Kraftwerkskohle hielt sich mit 22,9 Millionen Tonnen stabil.
Das eigentliche Highlight des Berichts liefert die Handelssparte. CEO Gary Nagle erwartet, dass die Division das obere Ende der langfristigen EBIT-Zielspanne von 2,3 bis 3,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr komfortabel übertreffen wird. Rohstoffpreise spielen dabei eine entscheidende Rolle: Kraftwerkskohle verteuerte sich seit Jahresbeginn um 22 %, Zink um 7 %, Kupfer um 5 %. Gestiegene Kosten durch Verwerfungen im Nahen Osten — etwa für Diesel und Schwefelsäure — fallen dagegen kaum ins Gewicht.
Aktie auf Jahreshoch
Der Markt reagierte prompt. Die Glencore-Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 6,58 Euro — ein Tagesplus von rund 2 %. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 39 % zugelegt, auf Sicht von zwölf Monaten sogar mehr als verdoppelt.
Am 7. Mai ist der Ex-Tag für eine Sonderdividende von 0,085 GBX, bevor am 27. Mai die Hauptversammlung stattfindet. Bis dahin dürfte vor allem die Handelssparte im Mittelpunkt stehen — und ob Nagle sein Versprechen eines Rekordergebnisses einlösen kann.
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