Glencore Aktie: Wichtige operative Wende
02.02.2026 - 20:27:33Glencore meldet sich nach einem schwierigen Start in das Jahr 2025 eindrucksvoll zurück. Während das erste Halbjahr noch von Produktionsrückgängen geprägt war, legte der Rohstoffriese nun Zahlen vor, die eine signifikante Leistungssteigerung in der zweiten Jahreshälfte belegen. Vor den anstehenden Finanzdaten stellt sich für Investoren die Frage, ob diese operative Aufholjagd ausreicht, um den jüngsten Abwärtstrend der Aktie zu stoppen.
Das Wichtigste im Überblick:
* Kupfer-Comeback: Produktion in H2 um fast 50 % gestiegen.
* Stabiler Anker: Marketing-EBIT im Rahmen der Prognose (Mittelwert der Guidance).
* Termin: Vorläufige Jahreszahlen folgen am 18. Februar 2026.
Massive Steigerung der Kupferproduktion
Im Zentrum des aktuellen Berichts steht die Entwicklung beim Kupfer, dem wichtigsten Metall für die Energiewende-Strategie des Konzerns. Glencore konnte die Produktion aus eigenen Quellen in der zweiten Jahreshälfte auf 507,7 Kilotonnen steigern. Dies entspricht einem bemerkenswerten Zuwachs von fast 50 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres 2025.
CEO Gary Nagle begründet diesen Sprung mit höheren Gehalten und einer verbesserten Ausbeute in den Schlüsselminen im Kongo (KCC, Mutanda) und Peru. Zwar liegt die Gesamtjahresproduktion mit 851,6 Kilotonnen noch unter dem Vorjahreswert, die Dynamik des zweiten Halbjahres signalisiert jedoch, dass die operativen Probleme weitgehend behoben scheinen. Parallel dazu wurde die Ressourcenbasis durch Updates bei Projekten in Argentinien und Chile weiter gestärkt.
Solides Handelsgeschäft stützt Erträge
Neben der reinen Förderung profitierte Glencore von der Integration der Kohlesparte Elk Valley Resources und einer stabilen Zinkproduktion, die im zweiten Halbjahr um 8 Prozent anzog. Als verlässlicher Puffer in volatilen Zeiten erwies sich erneut die Marketing-Sparte. Das Unternehmen bestätigte, dass das bereinigte EBIT des Handelsgeschäfts voraussichtlich in der Mitte der langfristigen Prognosespanne von 2,3 bis 3,5 Milliarden US-Dollar liegen wird. Diese konstanten Cashflows sind essenziell für die Dividendenpolitik des Konzerns.
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Trotz dieser fundamentalen Verbesserungen steht der Aktienkurs kurzfristig unter Druck. Das Papier notiert aktuell bei 5,61 Euro und hat auf Wochensicht 3,61 Prozent verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt mittlerweile rund 14 Prozent. Technisch betrachtet nähert sich der Titel mit einem RSI von 34 allmählich dem überverkauften Bereich, was auf eine mögliche Bodenbildung hindeuten könnte.
Finanzen im Fokus
Die operativen Daten liefern die Basis, doch die finanzielle Wahrheit folgt in zwei Wochen. Am 18. Februar 2026 wird Glencore die vorläufigen Jahresergebnisse präsentieren. Erst dann wird ersichtlich, inwieweit sich die höheren Produktionsvolumina des zweiten Halbjahres und die integrierten Kohle-Assets positiv auf den Gewinn pro Aktie und den Free Cashflow niedergeschlagen haben. Fallen die Aussagen zum Schuldenabbau und zur Aktionärsvergütung positiv aus, könnte dies der Startschuss für eine Neubewertung der Aktie sein.
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