Glencore, Aktie

Glencore Aktie: China-Hürde droht

19.01.2026 - 20:45:31

Die geplante Fusion von Glencore und Rio Tinto steht vor einer entscheidenden Hürde. Chinas Kartellbehörden könnten den Verkauf von Vermögenswerten als Bedingung für ihre Zustimmung verlangen.

Die mögliche Mega-Fusion zwischen Glencore und Rio Tinto nimmt konkretere Formen an – doch der Weg zum größten Bergbaukonzern der Welt könnte steinig werden. Berichte vom Wochenende verdichten sich: Chinas Wettbewerbshüter dürften erhebliche Zugeständnisse fordern, bevor sie grünes Licht für die 200-Milliarden-Dollar-Transaktion geben.

Die Kernfakten:
– Frist bis 5. Februar 2026 für verbindliche Absichtserklärung
– China als kritischer Genehmigungsfaktor
– Mögliche Veräußerung von Vermögenswerten als Auflage
– Kupfer-Geschäft als strategischer Treiber der Fusion

Déjà-vu: Wie 2013 bei Xstrata

Die Situation erinnert an Glencores Übernahme von Xstrata vor 13 Jahren. Damals verlangte Peking als Preis für die Zustimmung den Verkauf der peruanischen Kupfermine Las Bambas. Ein ähnliches Szenario wird nun erwartet: Die chinesischen Behörden könnten Bedenken hinsichtlich einer marktbeherrschenden Stellung bei Kupfer und Eisenerz äußern.

Analysten rechnen damit, dass beide Konzerne Teile ihres Portfolios abstoßen müssten, um die Fusion zu ermöglichen. China ist Hauptabnehmer beider Unternehmen und damit in einer starken Verhandlungsposition.

Kupfer als strategischer Gamechanger

Hinter den Fusionsbemühungen steht der Wettlauf um Kupfer. Das Metall ist entscheidend für Energiewende, Elektromobilität und KI-Infrastruktur. Für Rio Tinto wäre die Akquisition eine Chance, die starke Abhängigkeit vom volatilen Eisenerzgeschäft zu reduzieren und im wachstumsstarken Kupfermarkt massiv zuzulegen.

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Bereits 2024 gab es Annäherungsversuche, die scheiterten. Diesmal scheint der strategische Druck auf beide Seiten größer.

Produktionsbericht am 29. Januar

Die britische Übernahmekommission hat Rio Tinto eine klare Deadline gesetzt: Bis 5. Februar muss entweder eine feste Absichtserklärung vorliegen oder die Gespräche enden. Davor liefert Glencore am 29. Januar seinen Produktionsbericht für 2025, gefolgt von den vorläufigen Jahresergebnissen am 18. Februar. Diese Zahlen könnten die Verhandlungsposition des Konzerns beeinflussen.

Die Aktie notierte am Montagvormittag bei 481,00 GBX in London.

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