GLA:D® Schweiz: Arthrose-Programm erreicht 10.000 Patienten
07.03.2026 - 03:39:40 | boerse-global.deDas evidenzbasierte Trainingsprogramm GLA:D® für Knie- und Hüftarthrose startet landesweit neue Kurse. Über 10.000 Patienten haben in der Schweiz bereits an dem strukturierten Konzept teilgenommen. Das ursprünglich aus Dänemark stammende Programm etabliert sich hierzulande als wirksame Alternative zu Operationen.
Mit Unterstützung der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz will das Konsortium das Angebot nun flächendeckend als Standard verankern. Der Fokus liegt darauf, verfrühte Operationen zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen durch aktives Selbstmanagement zu steigern.
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So funktioniert das 3-2-12-1 Modell
GLA:D® steht für „Good Life with osteoArthritis in Denmark“. Die Teilnehmer durchlaufen einen strikt standardisierten Prozess. Drei Einzelsitzungen bilden den Start mit Untersuchung und Einführung ins Übungsprogramm.
Es folgen zwei Gruppensitzungen zur Aufklärung über Arthrose. Das Herzstück sind zwölf Trainingstermine über sechs bis sieben Wochen. Hier stärken die Patienten Rumpf und Beine. Eine finale Einzelsitzung überprüft die Fortschritte. Bei ärztlicher Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Kosten für zwei Physiotherapie-Serien.
Bis zu 29 Prozent weniger Schmerzen
Das nationale Register belegt die Wirksamkeit. Acht Wochen nach Programmende berichten Teilnehmer von deutlich weniger Schmerzen – bis zu 29 Prozent bei Knie- und 24 Prozent bei Hüftarthrose. Der Schmerzmittelkonsum sinkt um etwa 23 Prozent.
Die Lebensqualität steigt um bis zu 27 Prozent. Besonders relevant: Zwei von drei Personen mit Kniearthrose können nach zwei Jahren Training auf einen geplanten Gelenkersatz verzichten. Die positiven Effekte bleiben bei fortgesetzten Übungen stabil.
Strategischer Ausbau bis Ende 2026
Ein Konsortium unter Leitung der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) treibt den Ausbau voran. Das Budget für 2025 und 2026 beträgt 237.500 Franken. Partner sind die Rheumaliga Schweiz, Fachhochschulen und Physiotherapieverbände.
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Ein Hauptziel ist der stärkere Ausbau in der Westschweiz. Zudem soll die Aufklärung bei Haus- und Fachärzten intensiviert werden. Bisher kommen 45 Prozent der Zuweisungen von Hausärzten, 36 Prozent von Orthopäden. Das Programm soll fester Bestandteil der Regelversorgung werden, bevor invasive Maßnahmen erwogen werden.
Ein Paradigmenwechsel im Gesundheitssystem
Internationale Leitlinien empfehlen konservative Maßnahmen wie Training als erste Wahl. Dennoch hatte die Schweiz traditionell eine der höchsten Raten an Gelenkersatz-Operationen. Oft fehlte das Wissen über wirksame Alternativen.
GLA:D® schließt diese Lücke mit einem qualitätskontrollierten, einheitlichen Angebot. Zertifizierte Therapeuten setzen die Richtlinien exakt um. Dieser Ansatz markiert einen Wandel: weg von passiven Behandlungen, hin zur aktiven Befähigung der Patienten. Stärkeres Selbstmanagement kann auch krankheitsbedingte Fehltage reduzieren.
Blaupause für andere chronische Beschwerden
Die Anzahl zertifizierter Standorte und behandelter Patienten wird 2026 weiter steigen. Das Ziel ist klar: Jeder neu diagnostizierte Arthrose-Patient soll das Programm als Erstlinientherapie angeboten bekommen.
Die Langzeitdaten aus dem Register liefern Argumente für gesundheitspolitische Entscheidungen. Jede vermiedene Operation spart Kosten. Der Erfolg dient bereits als Vorbild – etwa für das parallel etablierte GLA:D® Rücken-Programm. Die aktive Prävention chronischer Krankheiten gewinnt weiter an Bedeutung.
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