Gilead Sciences Aktie: Yeztugo auf eine Milliarde Dollar angehoben
10.05.2026 - 17:37:00 | boerse-global.deGilead Sciences zeigt zwei Gesichter. Das HIV-Geschäft boomt und treibt den Umsatz nach oben. Parallel dazu belasten milliardenschwere Zukäufe die Bilanz und drücken das offizielle Ergebnis tief in die roten Zahlen.
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 4,4 Prozent auf 6,96 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 2,03 Dollar über den Erwartungen. Dennoch korrigiert das Management die Prognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten.
Grund dafür sind Übernahmekosten von rund 11,5 Milliarden Dollar. Gilead kaufte zuletzt die Unternehmen Arcellx, Ouro Medicines und Tubulis. Inklusive dieser Sondereffekte erwartet der Konzern für 2026 nun einen Verlust von bis zu 1,05 Dollar je Aktie.
Ohne diese Transaktionseffekte bleibt das operative Bild stabil. Das Management rechnet bereinigt mit einem Gewinn zwischen 8,45 und 8,85 Dollar. Die Prognose für den Produktabsatz kletterte auf bis zu 30,4 Milliarden Dollar.
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Das HIV-Portfolio bleibt das Rückgrat des Konzerns. Der Umsatz in diesem Segment wuchs um zehn Prozent auf fünf Milliarden Dollar. Das Flaggschiff Biktarvy steuerte allein 3,4 Milliarden Dollar bei. In den USA hält das Medikament damit mehr als die Hälfte des Marktes.
Besonders das neue Präparat Yeztugo überraschte positiv. Mit 166 Millionen Dollar Quartalsumsatz hob Gilead das Jahresziel für dieses Produkt auf eine Milliarde Dollar an.
Weitere Impulse könnten im August folgen. Dann entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über eine neue Kombinations-Therapie. Im Dezember steht das Urteil zur Krebstherapie Anito-cel an. Indes liefert die zweite Jahreshälfte wichtige Daten zu Lungen- und Gebärmutterhalskrebs.
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Die Aktie verlor zuletzt an Boden und schloss am Freitag bei 111,64 Euro. Während Truist Securities das Kursziel auf 157 Dollar hob, bleibt RBC Capital Markets skeptisch. Die Analysten dort senkten ihr Ziel auf 122 Dollar.
Für Juni ist eine Dividende von 0,82 Dollar je Aktie vorgesehen. Trotz der bilanziellen Belastung durch die Zukäufe setzt Gilead auf die Stärke seiner HIV-Sparte. Die FDA-Entscheidung im August markiert für Anleger den nächsten wichtigen Termin.
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