GEW, Verbeamtung

GEW warnt: Ende der Verbeamtung verschärft Lehrermangel

26.03.2026 - 04:49:16 | boerse-global.de

Die Bildungsgewerkschaft GEW warnt vor einer Verschärfung des Lehrermangels durch die Abschaffung des Beamtenstatus. Parallel fordern Beschäftigte in Hessen mit Streiks höhere Löhne.

GEW warnt: Ende der Verbeamtung verschärft Lehrermangel - Foto: über boerse-global.de

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stellt sich entschieden gegen Pläne, den Beamtenstatus für Lehrer abzuschaffen. Ein solcher Schritt würde den dramatischen Personalmangel an Schulen weiter verschlimmern, so die Warnung. Parallel eskalieren in Hessen die Tarifkonflikte im öffentlichen Dienst.

Anzeige

Während die GEW für den Erhalt des Beamtenstatus kämpft, müssen Personalräte im öffentlichen Dienst auch bei internen Regelungen wachsam bleiben. Dieses kostenlose E-Book bietet professionelle Vorlagen für rechtssichere Vereinbarungen und stärkt Ihre Verhandlungsposition gegenüber Dienstherren in Bund und Ländern. Gratis Muster-Dienstvereinbarung jetzt herunterladen

GEW-Chefin Finnern kritisiert den Vorstoß aus Sachsen scharf. Sie warnt vor einer Spaltung der Kollegien und sieht den Zeitpunkt angesichts des Lehrkräftemangels als völlig unpassend an. „Diese Debatte wird auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen“, sagte Maike Finnern am Mittwoch. Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) hatte vorgeschlagen, neue Lehrkräfte ab 2030 nicht mehr zu verbeamten. Für die GEW ist die Verbeamtung jedoch ein zentrales Attraktivertsmerkmal des Berufs. Sie fürchtet, dass ohne diese Sicherheit noch weniger junge Menschen den Lehrerberuf ergreifen.

Warnstreiks in Hessen für höhere Löhne

Während die Debatte um den Beamtenstatus läuft, kämpfen die Gewerkschaften an anderer Front für bessere Bezahlung. In Hessen rief die GEW am Dienstag zu Warnstreiks auf. Rund 2.800 Beschäftigte im Landesdienst und an Hochschulen folgten dem Aufruf in Frankfurt und Kassel. Sie wollen damit ihren Forderungen in den laufenden Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen.

Die GEW Hessen verlangt eine Gehaltserhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Für Auszubildende sollen monatlich 200 Euro zusätzlich fließen. Zudem sollen studentische Beschäftigte endlich in den Tarifvertrag Hessen (TV-H) aufgenommen werden. Die dritte Verhandlungsrunde startet heute. Der Landesvorsitzende Thilo Hartmann betont die Dringlichkeit: Ein guter Abschluss sei nötig, um die Beschäftigten vor der Inflation zu schützen.

Anzeige

Ob Gehaltsforderungen oder Arbeitsbedingungen – die rechtssichere Gestaltung von Vereinbarungen ist für Arbeitnehmervertreter die Basis jedes Erfolgs. Sichern Sie sich erprobte Muster-Betriebsvereinbarungen und praktische Checklisten, um bei Verhandlungen das Maximum für Ihre Belegschaft herauszuholen. Kostenlosen Ratgeber für Betriebsvereinbarungen sichern

Ver.di sieht „historische Chance“ für Weiterbildung

Über reine Gehaltsforderungen hinaus engagieren sich die Gewerkschaften für strukturelle Verbesserungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sieht eine „historische Chance“ für die berufliche Weiterbildung. Verhandlungen über einen Branchentarifvertrag stehen in einer entscheidenden Phase.

„Das neue Bundestariftreuegesetz schafft eine verbindliche Grundlage“, sagt ver.di-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler. Der Wettbewerb dürfe nicht länger über Niedriglöhne geführt werden. Die Gewerkschaft fordert Bezahlung auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes, die Anerkennung von Berufserfahrung und die Bezahlung von Vor- und Nachbereitungszeiten. Ziel ist es, die Branche für qualifizierte Fachkräfte attraktiver zu machen und die hohe Quote befristeter Teilzeitjobs zu beenden.

Gewerkschaften als zentrale Akteure im Bildungssystem

Die aktuellen Konflikte zeigen die vielschichtige Rolle der Bildungsgewerkschaften. Sie sind nicht nur Verhandlungspartner für Löhne, sondern auch wichtige Stimmen in der bildungspolitischen Debatte. Ihr Einfluss reicht von der Sicherung des Lehrerberufs bis zur Gestaltung fairer Rahmenbedingungen in der Weiterbildung.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Warnstreiks in Hessen zu einem schnellen Verhandlungsergebnis führen. Klar ist: Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels in allen Bildungsbereichen bleibt der Druck auf Politik und Arbeitgeber hoch. Die Gewerkschaften werden weiter darauf pochen, dass gute Bildung auch gute und sichere Arbeitsbedingungen voraussetzt.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 68989399 |