Gesundheitswesen, Revolution

Gesundheitswesen startet 2026 mit Revolution der Arztgespräche

04.01.2026 - 10:15:12

Deutschland und Österreich reformieren 2026 die Gesundheitsversorgung durch verpflichtende Digitalisierung, einen neuen Präventionsfonds und erweiterte Befugnisse für Pflegekräfte.

Ab diesem Jahr verändern neue Regeln und digitale Werkzeuge die Sprechstunde grundlegend. Deutschland und Österreich setzen mit verbindlichen Vorgaben und einem milliardenschweren Fonds auf die systematische Erfassung psychosozialer Belastungen. Experten sprechen von einer neuen Ära der sprechenden Medizin.

Digitale Akte legt Grundlage für tiefere Gespräche

Eine der markantesten Änderungen ist die verpflichtende Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) in der Praxis. Die sogenannte “ePA-Ready”-Pflicht für die Software schafft eine neue Gesprächsgrundlage.

Die digitale Infrastruktur soll Ärzten ein umfassenderes Bild der psychosozialen Situation liefern. Eine Schlüsselrolle spielt dabei der ab Herbst verpflichtende digitale Medikationsplan. Er macht Wechselwirkungen und Verschreibungsmuster – etwa bei Psychopharmaka – transparent, die in Papierakten oft verborgen blieben. Das Gespräch baut somit auf einer soliden Datenbasis auf und schafft mehr Raum für die eigentliche Anamnese.

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Österreich setzt mit 500 Millionen Euro auf Prävention

Während Deutschland die Digitalisierung vorantreibt, schafft Österreich Fakten mit Geld. Der neu aufgelegte Gesundheitsreformfonds ist mit jährlich rund 500 Millionen Euro dotiert und definiert Vorsorge neu.

Die Mittel sollen gezielt die psychosoziale Versorgung stärken und Lücken schließen. Das Gesundheitsgespräch wird erweitert: Es findet nicht mehr nur in der Arztpraxis statt, sondern wird durch multiprofessionelle Teams ergänzt. Ziel ist es, psychische Belastungen anzusprechen, bevor sie klinisch relevant werden – ein Paradigmenwechsel hin zur Gleichstellung mentaler und körperlicher Gesundheit.

Pflegekräfte werden zu wichtigen Erst-Ansprechpartnern

Das Gespräch bekommt auch personell mehr Gewicht. Seit dem 1. Januar gilt in Deutschland die Befugniserweiterung für Pflegefachkräfte. Sie dürfen nun eigenverantwortlich bestimmte heilkundliche Aufgaben übernehmen.

Dies hat direkte Auswirkungen auf die Erfassung von Stressfaktoren. Pflegekräfte mit oft engerem Patientenkontakt werden zu offiziellen Akteuren im Gesundheitsdialog. Branchenkenner sehen darin einen entscheidenden Schritt, um Belastungen im häuslichen Umfeld früher zu identifizieren. Der Dialog wird interdisziplinär.

System unter Druck treibt Veränderung voran

Die Reformen stehen im Kontext eines extrem belasteten Systems. Die Zunahme von Burnout-Diagnosen erhöhte den Druck auf die Politik, Prävention strukturell zu verankern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mit der PPP-Richtlinie zudem Vorgaben für die Personalausstattung in Psychiatrien verschärft. Kritiker merken an, dass die ambulante Versorgung trotz der neuen Ansätze weiterhin der Engpass bleibt. Die Reformen von 2026 werden als späte, aber notwendige ökonomische und regulatorische Anerkennung psychosozialer Belastungen gewertet.

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