Gerresheimer Aktie: BaFin prüft seit März Bormioli-Finanzierung
15.05.2026 - 09:20:10 | boerse-global.deDie Gerresheimer-Aktie legt eine beachtliche Erholungsrallye hin. Auf Monatssicht steht ein Plus von knapp 43 Prozent auf dem Kurszettel. Hinter den Kulissen braut sich allerdings ein massives Risiko zusammen. Hedgefonds wetten im großen Stil gegen den Verpackungsspezialisten, während die Finanzaufsicht die Bilanzen durchleuchtet.
Aktuell notiert das Papier bei 25,20 Euro. Das bedeutet zwar einen gewaltigen Abstand zum Tief vom Februar, auf Jahressicht bleibt jedoch ein Verlust von rund 60 Prozent. Leerverkäufer halten den Druck aufrecht. Gut elf Prozent der meldepflichtigen Aktien sind leerverkauft. Internationale Akteure wie Arrowstreet Capital justieren ihre Short-Positionen derzeit nur minimal.
BaFin prüft Bilanzen
Den Kern der Unsicherheit bildet eine laufende Untersuchung der BaFin. Die Aufseher prüfen seit März einen Konzernzwischenabschluss. Im Fokus stehen mögliche Fehler rund um die Bormioli-Finanzierung. Konkret geht es um falsch ausgewiesene Leasingverbindlichkeiten und fehlerhafte Nutzungsdauern bei Entwicklungskosten. Hinzu kommen fragliche Wertminderungen im Segment Advanced Technologies. Dieses stand zuletzt mit knapp 197 Millionen Euro in den Büchern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?
Der testierte Jahresabschluss für 2025 lässt wegen dieser Prüfungen auf sich warten. Banken und Schuldschein-Investoren gewähren dem Unternehmen nun eine Fristverlängerung bis Ende September 2026. Wichtige Kreditbedingungen zum Verschuldungsgrad sind vorübergehend ausgesetzt. Das verschafft dem Management dringend benötigte Atemluft.
Anlagenverkauf soll Liquidität sichern
Parallel dazu treibt Gerresheimer den Verkauf der US-Tochter Centor voran. Die Investmentbank Morgan Stanley sucht nach Käufern für die auf Medikamentenverpackungen spezialisierte Sparte. Die Transaktion soll noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Im gleichen Schritt verkleinert der Konzern sein Produktionsnetzwerk. Das Werk in Chicago Heights schließt, die Kapazitäten wandern nach Italien und Indien.
An der operativen Prognose rüttelt der Vorstand nicht. Für 2026 plant das Management mit Erlösen von bis zu 2,4 Milliarden Euro. Die bereinigte operative Marge soll bei rund 18 Prozent liegen.
Der nächste wichtige Meilenstein fällt in den Juni. Dann will Gerresheimer den ausstehenden Jahresabschluss vorlegen. Liefert das Testat keine negativen Überraschungen, könnte der hohe Leerverkaufsbestand einen Short-Squeeze begünstigen. Bei weiteren Bilanzmängeln droht der jüngsten Kurserholung ein abruptes Ende.
Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 15. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Gerresheimer Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
