Gerresheimer, Aktie

Gerresheimer Aktie: 240 Millionen Wertminderungen erwartet

17.05.2026 - 11:19:51 | boerse-global.de

Gerresheimer erwartet hohe Wertminderungen und treibt Centor-Verkauf voran. Der testierte Jahresabschluss im Juni ist entscheidend für die weitere Kursentwicklung.

Gerresheimer Aktie: 240 Millionen Wertminderungen erwartet - Foto: über boerse-global.de
Gerresheimer Aktie: 240 Millionen Wertminderungen erwartet - Foto: über boerse-global.de

Hängepartie bei Gerresheimer. Der Pharmaverpackungsspezialist navigiert durch ein dichtes Geflecht aus Bilanzprüfungen, einer verschobenen Hauptversammlung und einem drängenden Verkaufsprozess. Der gesamte Finanzkalender des Unternehmens hängt nun an einem einzigen Meilenstein. Erst wenn im Juni der testierte Jahresabschluss vorliegt, will das Management einen neuen Termin für das Aktionärstreffen nennen.

BaFin, APAS und drohende Abschreibungen

Mehrere Aufsichtsinstanzen durchleuchten aktuell die Bücher. BaFin und die Abschlussprüferaufsichtsstelle APAS untersuchen, ob Wertminderungen und Umsätze in der Vergangenheit korrekt erfasst wurden. Im Zentrum stehen dabei Leasingverbindlichkeiten, aktivierte Entwicklungskosten sowie Vermögenswerte der Sparte Advanced Technologies.

Parallel dazu läuft ein berufsrechtliches Verfahren der APAS gegen KPMG. Die Prüfer hatten den Jahresabschluss 2024 uneingeschränkt testiert, obwohl fehlerhafte Umsatzbuchungen in Millionenhöhe enthalten waren. Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) schaltet sich ein und prüft die Verantwortlichkeit ehemaliger Führungskräfte.

Für den Abschluss 2025 bereitet der Vorstand den Markt bereits auf harte Einschnitte vor. Gerresheimer erwartet nicht zahlungswirksame Wertminderungen von bis zu 240 Millionen Euro. Betroffen sind vor allem das Sensile-Medical-Projekt und das Werk in Chicago, das Ende 2026 schließen soll.

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Verkaufsprozess in den USA

Um die angespannte Bilanz zu entlasten, treibt das Unternehmen die Trennung von der US-Tochter Centor voran. Die Investmentbank Morgan Stanley fädelt den Deal ein. Mehr als zehn potenzielle Käufer haben bereits Interesse an dem Hersteller von Konsumentenverpackungen für US-Apotheken angemeldet.

Der Verkauf soll noch vor Jahresende über die Bühne gehen. Ende 2024 stand Centor mit knapp 300 Millionen Euro in den Büchern. Die Erlöse sind fest eingeplant, um die Verschuldung zu drücken. Vorerst haben die Gläubiger dem Konzern Zeit gekauft. Schuldschein-Inhaber stimmten einer Fristverlängerung bis Ende September zu, Banken setzten wichtige Kreditbedingungen temporär aus.

Stabile Prognose trifft auf hohe Volatilität

Trotz der regulatorischen Baustellen hält das Management an den operativen Zielen fest. Für 2026 rechnet Gerresheimer mit Erlösen von bis zu 2,4 Milliarden Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 19 Prozent.

An der Börse sorgt die Gemengelage für extreme Ausschläge. Auf Sicht von 30 Tagen steht zwar ein Plus von rund 41 Prozent auf der Kurstafel. Zuletzt nahm der Verkaufsdruck jedoch wieder massiv zu.

Am Freitag ging das Papier bei 24,92 Euro aus dem Handel. Das entspricht einem Wochenverlust von knapp neun Prozent.

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Damit rutschte der Kurs auch unter die viel beachtete 200-Tage-Linie. Mit einem RSI von rund 28 gilt die Aktie kurzfristig als überverkauft, die annualisierte Volatilität bleibt mit 69 Prozent extrem hoch.

Liefert der testierte Jahresabschluss im Juni die angekündigte Klarheit, entsteht die erste belastbare Datenbasis seit Monaten. Sie entscheidet unmittelbar darüber, ob die Kurserholung des letzten Monats ein fundamentales Fundament hat oder lediglich eine technische Gegenbewegung war.

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