GEO, Aktie

GEO Aktie: Heftiger Kursrutsch

22.02.2026 - 12:22:16 | boerse-global.de

Die Aktie der GEO Group verzeichnete einen heftigen Kursrutsch nach enttäuschenden Gewinnprognosen für 2026 und Berichten über drastische Kürzungen bei Regierungsaufträgen der US-Einwanderungsbehörde ICE.

Die GEO Group sieht sich mit einer unsicheren Zukunft konfrontiert. Enttäuschende Gewinnprognosen für das laufende Jahr und Berichte über drastische Kürzungen bei Regierungsaufträgen haben das Vertrauen der Anleger erschüttert. Im Zentrum der Sorgen steht die Frage, wie das Unternehmen den drohenden Wegfall seiner wichtigsten Einnahmequelle kompensieren will.

Enttäuschende Prognosen für 2026

Der Hauptauslöser für den jüngsten Abverkauf war der neu veröffentlichte Finanzausblick für das Jahr 2026. Das Management erwartet einen Gewinn pro Aktie (EPS) zwischen 0,99 und 1,07 US-Dollar. Damit liegt die Prognose deutlich unter den Erwartungen der Analysten, die im Konsens mit 1,27 US-Dollar gerechnet hatten. Auch die Schätzungen für das erste Quartal 2026 fielen schwächer aus als erhofft.

In der Folge rutschte die Aktie am Freitag um 13,60 % ab und markierte bei 11,24 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Die Marktreaktion spiegelt die Besorgnis über die kurzfristige Ertragskraft wider, obwohl das vierte Quartal 2025 mit einem Umsatzplus von 16,5 % auf rund 708 Millionen US-Dollar operativ noch solide verlaufen war.

Bedrohung durch ICE-Pläne

Zusätzlich zur schwachen Prognose belastet ein Bericht über weitreichende Änderungen bei der US-Einwanderungsbehörde ICE das Sentiment. Die Behörde plant offenbar, ihr Netzwerk privater Hafteinrichtungen von derzeit über 200 Standorten auf lediglich 34 staatlich geführte Einrichtungen zu reduzieren. Dieser Schritt trifft die GEO Group empfindlich, da Verträge mit der ICE fast die Hälfte des für 2026 erwarteten Jahresumsatzes von etwa 3 Milliarden US-Dollar ausmachen.

Marktbeobachter werten diesen plötzlichen Strategiewechsel als kritisches Signal für das Geschäftsmodell. Erst im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen noch neue Vereinbarungen für rund 6.000 Betten mit der Behörde getroffen. Dass nun eine so drastische Reduzierung im Raum steht, unterstreicht die politischen Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

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Ausblick und Führungswechsel

Analysten haben bereits auf die veränderte Nachrichtenlage reagiert. So senkte die Investmentbank Jones Trading das Kursziel für den Titel von 37,00 auf 33,00 US-Dollar. Trotz der massiven Kursverluste, die das Papier seit Jahresbeginn um mehr als 17 % ins Minus drückten, halten institutionelle Investoren weiterhin rund 76 % der Anteile.

Die Bewältigung dieser operativen Hürden fällt nun in die Verantwortung eines Rückkehrers: Gründer George C. Zoley wird am 1. März 2026 erneut den Posten des CEO übernehmen. Er übernimmt eine Bilanz, die mit einem Verschuldungsgrad von 1,07 belastet ist und unmittelbar Lösungen für die drohenden Einnahmeausfälle durch die ICE-Kürzungen erfordert.

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