Genesis: Kommt da doch noch was? Alle Zeichen auf Comeback
20.02.2026 - 04:06:32 | ad-hoc-news.deWenn eine Band wie Genesis das Kapitel beendet, ist das für viele Fans kein Punkt, sondern ein riesiges Fragezeichen. Seit der "The Last Domino?"-Tour und dem finalen Konzert 2022 in London geistert eine Frage durch deutsche Timelines: War das wirklich das letzte Wort – oder kommt doch noch etwas, vielleicht in anderer Form, vielleicht im Studio?
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Auf TikTok driften Clips von alten Genesis-Arenashows gerade wieder hoch, auf Reddit spekuliert man über nie veröffentlichte Songs im Archiv, und in deutschen Facebook-Gruppen wird ernsthaft debattiert, ob 2027 ein perfektes Jahr für ein einmaliges Anniversary-Event wäre. Gleichzeitig kämpfen viele damit, dass Phil Collins gesundheitlich nicht mehr so kann wie früher und die Band ihre Abschiedsrunde eigentlich klar kommuniziert hat.
Also: Was ist Stand jetzt, Frühling 2026, wirklich los im Genesis-Kosmos – und was bedeutet das speziell für Fans in Deutschland, die vielleicht noch immer auf ein Wunder hoffen?
Hintergründe: Die aktuellen News im Detail
Offiziell gilt: Genesis sind seit 2022 als aktive Tourband Geschichte. Der Schlusspunkt war das Konzert in der Londoner O2 Arena im März 2022, bei dem Phil Collins während des Finales angeblich gesagt haben soll, dass das "wirklich das letzte Mal" sei. In Interviews danach haben Mitglieder wie Mike Rutherford und Tony Banks immer wieder betont, dass die Entscheidung vor allem mit der Gesundheit von Collins zusammenhängt. Längere Tourneen, Nacht für Nacht Bühnenlicht und der physische Druck – all das ist für ihn schlicht nicht mehr drin.
In den letzten Wochen kursieren dennoch immer wieder kleine News-Schnipsel. Musikmedien berichten über mögliche Jubiläums-Editionen älterer Alben, etwa von Invisible Touch oder We Can't Dance, und über Gespräche im Hintergrund, alte Live-Mitschnitte technisch aufzubereiten. Das sind keine offiziellen Tour-Ankündigungen, aber für Fans ein klares Signal: Der Katalog bleibt lebendig, die Verantwortlichen arbeiten an neuen Editionen, Remastern und Archiv-Releases.
Gerade für deutsche Fans ist das nicht unwichtig. Deutschland war für Genesis immer eines der stärksten Live-Territorien in Europa. Shows in Berlin, Frankfurt, Köln, Hamburg oder München waren regelmäßig ausverkauft, die Alben liefen in den 80ern und 90ern überdurchschnittlich stark in den Charts. Wenn jetzt über spezielle Deluxe-Boxen oder limitierte Vinyl-Auflagen diskutiert wird, ist ziemlich sicher, dass der deutschsprachige Markt mitgedacht wird – öfter in Form von exklusiven Bundles, farbigen Pressungen oder Sonderaktionen im Handel.
Dazu kommen ein paar indirekte Hinweise: In jüngeren Interviews haben Bandmitglieder durchblicken lassen, dass sie prinzipiell nicht abgeneigt wären, im Studio punktuell zusammenzuarbeiten – vorausgesetzt, die Gesundheit spielt mit und die Chemie stimmt. Von einer großen Welttournee ist dabei nicht die Rede, eher von vereinzelten Projekten, vielleicht einem neuen Song für eine Compilation oder einer komplett kuratierten Best-of-Reihe mit Bonusmaterial.
Auf Fan-Ebene sorgt außerdem ein anderer Aspekt für Gesprächsstoff: das Thema KI und Remastering. Einige Labels experimentieren inzwischen mit KI-Unterstützung, um alte Liveaufnahmen zu säubern, Stimmen klarer zu ziehen und Instrumente deutlicher zu trennen. Spekulation: Wenn Genesis-Archivmaterial in besserer Qualität auftaucht, könnte das an genau solchen neuen Tools liegen. Offiziell bestätigt ist das nicht, aber Audiophile beobachten sehr genau, wie sich der Sound alter Live-Cuts bei Reissues verändert.
Unterm Strich gilt also: Es gibt keine neuen Tourdaten, keinen geheimen Deutschland-Block und keine bestätigte Studio-Reunion. Aber es gibt genug Bewegung im Hintergrund – Reissues, Archivprojekte, Anniversary-Ideen – damit der Name Genesis 2026 nicht einfach aus dem Musikfeed verschwindet. Für deutsche Fans bedeutet das: Eher rechnen mit exklusiven Veröffentlichungen, hochwertigen Live-Dokus oder einmaligen TV-/Streaming-Specials als mit einer Arena-Tour durch die Republik.
Die Setlist & Show: Was dich erwartet
Auch wenn aktuell keine neuen Deutschland-Termine angekündigt sind, prägt die Setlist der letzten Tour die Diskussionen. Denn daran sieht man, wie die Band selbst ihr Erbe sortiert hat – und was bei einem hypothetischen Special-Konzert oder Streaming-Event wahrscheinlich wieder auftauchen würde.
Auf der "The Last Domino?"-Tour spielte die Band eine Art Best-of aus der Collins-Ära mit ausgewählten Throwbacks zur Peter-Gabriel-Zeit. Typische Songblöcke sahen so aus:
- "Duke's End" / "Turn It On Again" als kraftvoller Einstieg
- "Mama" mit düsterem Licht und der typischen Drum-Machine-Spannung
- "Land of Confusion" – inzwischen fast schon politischer Kommentar, begleitet von Visuals, die die Weltlage spiegeln
- "Home by the Sea" / "Second Home by the Sea" als epischer Mittelteil mit ausgedehnten Instrumentalpassagen
- "Follow You Follow Me" und "That's All" als emotionaler Midtempo-Teil
- "Throwing It All Away", oft mit Publikums-Chor
- "Domino" (Teil 1 & 2) – Fanfavorit und titelgebend für die Tour
- "Tonight, Tonight, Tonight" (oft als Kurzversion) und "Invisible Touch" als Pop-Feuerwerk
- Im Zugabenblock meistens "I Can't Dance" und "Carpet Crawlers" als sanfter, sentimentaler Abschluss
Die Atmosphäre der Shows war klar von zwei Dingen geprägt: Nostalgie und Respekt. Nostalgie, weil viele Fans die Songs seit Jahrzehnten im Ohr haben und ganze Arenen beim ersten Synth-Sound von "Invisible Touch" ausrasten. Respekt, weil alle wissen, dass Phil Collins auf der Bühne körperlich limitiert ist: Er sitzt, anstatt zu laufen, überlässt das Drumming seinem Sohn Nic Collins und konzentriert sich voll auf den Gesang. Das erzeugt eine besondere Stimmung – weniger Rock-Exzess, mehr gemeinsames Feiern einer musikalischen Biografie.
Gerade in Deutschland funktionierten die ruhigeren Momente extrem stark. "Carpet Crawlers" am Ende: Tausende Stimmen, Handylichter, Menschen, die teilweise mit Tränen in den Augen ihre Jugend nochmal kurz zurückholen. Stücke wie "Firth of Fifth" oder "I Know What I Like (In Your Wardrobe)" tauchten in einigen Setlist-Varianten als Instrumental- oder Medley-Bausteine auf und sorgten dafür, dass auch die Prog-Fraktion im Publikum nicht zu kurz kam.
Wenn man die Setlist der Abschiedstour als Blaupause nimmt, ist relativ klar, wie ein mögliches einmaliges Special-Event – etwa für einen großen Streamingdienst, eine TV-Show oder ein Anniversary-Livestream aus einem Studio – aussehen würde. Die Hits wären gesetzt: "Land of Confusion", "Mama", "Invisible Touch", "Follow You Follow Me", "Throwing It All Away", "Tonight, Tonight, Tonight". Ergänzt würden sie wahrscheinlich durch ein bis zwei tiefere Cuts für die Hardcore-Fans, etwa "Duchess" oder "Abacab".
Soundtechnisch darfst du bei Genesis grundsätzlich eine sehr durchdachte Produktion erwarten: fette, aber nicht überladene Drums, breite Synth-Flächen, Gitarren, die mehr Akzent als Dauerfeuer liefern, und Vocals, die im Mix klar vorne stehen. Die Band war schon in den 80ern bekannt dafür, bei Lichtdesign und Bühnentechnik Maßstäbe zu setzen. Bei den letzten Shows gab es zwar weniger bombastische Bühnenelemente als früher, dafür aber starke LED-Visuals, die Songs wie "Domino" oder "Land of Confusion" mit animierten Collagen und aktuellen Bildwelten verstärkten.
Übertragen auf 2026 heißt das: Selbst wenn du Genesis gerade nur über YouTube-Lives, Dokus oder kommende Archiv-Veröffentlichungen erlebst, bekommst du keinen lieblos zusammengeschnittenen Content, sondern detailverliebte Produktionen. Und falls doch irgendwann ein einmaliger Auftritt in Frage käme – etwa ein Unplugged-/Orchester-Special ohne große Tour – kannst du ziemlich sicher sein, dass genau diese Balance aus Nostalgie, Hits und ausgewählten Prog-Momenten das Grundgerüst der Setlist wäre.
Das sagt das Netz:
Die Gerüchteküche: Was Fans vermuten
In den Kommentarspalten passiert gerade fast mehr Story als in den offiziellen Statements. Vor allem auf Reddit und TikTok kursieren drei große Themen: geheime Archivschätze, ein mögliches Studio-Miniprojekt und die Frage, ob ohne Phil überhaupt noch etwas unter dem Namen Genesis stattfinden dürfte.
Auf Reddit-Threads rund um Genesis spekulieren viele über unveröffentlichte Songs und alternative Takes aus den Sessions von Genesis (1983), Invisible Touch (1986) und We Can't Dance (1991). Dort wird detailliert aufgelistet, welche Demos in alten Interviews erwähnt wurden, welche Bootlegs seit Jahren in schlechter Qualität rumgeistern und welche Songs theoretisch noch als Bonusmaterial für Deluxe-Editionen taugen könnten. Häufige Hoffnung: eine offizielle Collection mit sauber gemasterten Demos, Proberaum-Versionen und vielleicht einer Handvoll bisher völlig unbekannter Stücke.
Auf TikTok ist das Thema anders gelagert. Dort trenden eher kurze Clips: der Drumfill von "In the Air Tonight" (auch wenn das ein Solo-Track von Collins ist, hängt im Algorithmus alles zusammen), Mitschnitte von "I Can't Dance"-Moves in Stadien, oder POV-Videos von Fans, die auf der letzten Tour mit den Eltern auf dem Konzert waren. Der Running Gag: "Ich dachte, ich geh nur mit meinem Dad zu 'ner Rentnerband – und plötzlich kann ich jede Hook mitsingen." Genau diese Cross-Generationen-Vibes machen Genesis für Gen Z überraschend relevant.
Ein heiß diskutierter Punkt: Könnten Mike Rutherford und Tony Banks theoretisch mit einem anderen Sänger unter dem Namen Genesis auftreten, wenn es nur um ein Studio-Projekt oder eine einmalige Show geht? Manche ziehen Vergleiche zu Bands wie Journey oder Queen, die mit neuen Frontleuten weitermachen. Andere argumentieren, dass Genesis ohne Phil (und ohne Peter Gabriel, falls man noch weiter zurückblickt) ihren Kern verlieren würden. Bisher haben die Beteiligten selbst das Thema eher diplomatisch behandelt. Es gibt Aussagen in die Richtung, dass sie die Marke nicht verwässern wollen – gleichzeitig schließen sie kreative Zusammenarbeiten nie komplett aus.
Für deutsche Fans kommt noch ein zweiter Diskussionsstrang dazu: die Ticketpreis-Debatte rückblickend auf die letzte Tour. Viele erinnern sich noch, dass die Preise in den großen Arenen spürbar angezogen hatten und Sitzplätze in guten Kategorien schnell dreistellige Beträge kosteten. Im Nachhinein sagen einige: "War jeder Cent wert, weil es vermutlich die letzte Chance war." Andere sind bis heute angefressen, weil sie sich als langjährige Fans ausgeschlossen fühlten. Diese Diskussion beeinflusst natürlich alle Spekulationen über mögliche zukünftige Special-Konzerte: Man geht fest davon aus, dass bei einem einmaligen Event die Preise nochmal eine Ecke höher liegen würden.
Dazu kommen Fan-Theorien von der eher romantischen Sorte: Wünsche nach einem einmaligen Auftritt in Deutschland, vielleicht in Berlin oder Köln, als TV-Event ohne große Tourlogistik, bei dem Collins körperlich geschont wird. Einige wünschen sich ein Set mit zusätzlicher Unterstützung durch Gäste – etwa jüngere Sängerinnen und Sänger, die einzelne Parts übernehmen. Andere träumen von einem reinen Orchesterabend mit Genesis-Songs, gespielt von einem großen Sinfonieorchester, die Band selbst eher als musikalische Direktoren im Hintergrund.
Wie realistisch das alles ist? Eher begrenzt. Aber genau diese Spekulationen halten die Community wach. Und sie sorgen dafür, dass Hashtags wie #genesisband oder #philcollins auf TikTok immer wieder hochpoppen – oft in Verbindung mit emotionalen Stories: "Dieser Song lief bei unserer Hochzeit", "Mein Vater hat mich mit Genesis großgezogen" oder "Ohne 'Land of Confusion' hätte ich nie angefangen, selbst Musik zu machen." Die Gerüchteküche ist also nicht nur Klatsch, sondern auch ein Ventil für eine Fanbase, die weiß, dass ihr Lieblingsact wahrscheinlich kein vollwertiges Comeback mehr hinlegt – aber die trotzdem noch nicht bereit ist, den Deckel komplett zuzumachen.
Alle Daten auf einen Blick
| Jahr | Ereignis | Relevanz für Deutschland |
|---|---|---|
| 1974–1977 | Durchbruch der Peter-Gabriel-Ära mit Alben wie Foxtrot und Selling England by the Pound | Erste größere Club- und Hallentouren in Deutschland, Aufbau einer treuen Prog-Fanbasis |
| 1980 | Album Duke | Chart-Erfolge in Deutschland, Songs wie "Turn It On Again" werden Radio-Dauerbrenner |
| 1983 | Album Genesis (Self-Titled) | Starke Präsenz in deutschen Hitparaden, Beginn der großen Arena-Phase |
| 1986 | Album Invisible Touch | Mehrere Top-Ten-Singles, massive Tour durch deutsche Arenen, Band wird Mainstream |
| 1991–1992 | Album & Tour We Can't Dance | Riesen-Shows in Deutschland, u.a. Stadionkonzerte; "No Son of Mine" und "I Can't Dance" laufen in Heavy Rotation |
| 2007 | "Turn It On Again"-Reunion-Tour | Open-Air-Shows, z.B. in Düsseldorf und Hamburg; ein emotionales Wiedersehen für viele Fans |
| 2021–2022 | "The Last Domino?"-Tour | Mehrere Hallenkonzerte in Berlin, Köln, München u.a.; offiziell als Abschieds-Tour kommuniziert |
| 2022 | Abschiedskonzert in London (O2) | Viele deutsche Fans reisen an; danach keine neuen Tourpläne, Fokus auf Katalogpflege und Reissues |
| 2023–2026 | Reissue-, Streaming- und Archivaktivitäten | Deutscher Markt stark in Vinyl- & Box-Set-Kampagnen eingebunden; stabile Streamingzahlen bei Klassikern |
Häufige Fragen zu Genesis
Um ein bisschen Ordnung in all die News, Spekulationen und Halbwahrheiten zu bringen, haben wir die meistgestellten Fragen rund um Genesis – speziell aus deutscher Fan-Perspektive – gesammelt und beantwortet.
Gibt es 2026 neue Tourdaten von Genesis für Deutschland?
Stand jetzt: Nein. Es gibt keine bestätigten Tourpläne, weder weltweit noch speziell für Deutschland. Die letzte Tour "The Last Domino?" wurde von allen Seiten als Abschiedsrunde kommuniziert. Das finale Konzert 2022 in London markierte offiziell das Ende der Liveaktivitäten. Alles, was aktuell in Foren oder auf Social Media kursiert – Listen mit angeblichen Hallen, Daten oder Ticketphasen – sind reine Wunschlisten oder Fantasiegebilde.
Worauf du dich 2026 realistischerweise einstellen kannst, sind Katalogprojekte: neu aufgelegte Alben auf Vinyl, eventuell Deluxe-Boxen mit Bonustracks, Live-Dokus oder sorgfältig restaurierte Konzertmitschnitte, die auf Streamingplattformen oder als physische Releases erscheinen. Auch einzelne Special-Events – etwa ein TV-Auftritt von Einzelmitgliedern, Tribute-Shows oder orchestrale Hommagen – sind eher denkbar als eine komplette Tour.
Wie ist der Gesundheitszustand von Phil Collins – und was bedeutet das für die Zukunft von Genesis?
Phil Collins hat seit Jahren mit massiven gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen. Rückenprobleme, Nervenverletzungen und allgemeine körperliche Schwäche haben dazu geführt, dass er schon auf der letzten Tour nur noch sitzend performen konnte. Die Drumsticks hat sein Sohn Nic Collins übernommen, Phil konzentrierte sich komplett aufs Singen.
Für die Zukunft heißt das: Eine klassische Rocktour mit straffem Reiseplan, langen Soundchecks und vollen Shows ist sehr unwahrscheinlich. Selbst einzelne Auftritte sind körperlich eine enorme Belastung. Deshalb betonen Bandmitglieder und Management immer wieder, dass man realistisch bleiben müsse. Kreative Mitarbeit im Studio – etwa als Songwriter oder Vocal-Coach bei einem Projekt – ist theoretisch vorstellbar. Aber die Vorstellung, dass Collins nochmal locker 20 Abende in Folge eine Arena durchsingt, kollidiert leider mit der Realität.
Kann es Genesis ohne Phil Collins überhaupt geben?
Die Bandgeschichte ist kompliziert genug: Ursprünglich war Peter Gabriel der Frontmann, dann übernahm Phil Collins das Mikro und führte die Band zu weltweitem Mainstream-Erfolg. Rein juristisch und organisatorisch wäre es möglich, dass Mike Rutherford und Tony Banks die Marke Genesis auch ohne Phil weiterführen – zum Beispiel für ein Studio-Projekt mit Gastvokalisten oder eine einmalige Special-Show.
Emotional sieht das für viele Fans anders aus. In den meisten deutschen Kommentarspalten liest man, dass Genesis ohne Collins (und/oder Gabriel) sich wie eine Coverband unter Originalnamen anfühlen würden. Auch die beteiligten Musiker haben bislang signalisiert, dass sie sehr vorsichtig mit der Marke umgehen wollen. Realistisch ist eher, dass wir in Zukunft verstärkt Projekte wie Mike + The Mechanics, Soloaktivitäten oder Gastauftritte bei Tribute-Formaten sehen – alles im Umfeld von Genesis, aber nicht als vollwertige "neue Genesis".
Welche Songs sind für deutsche Fans am wichtigsten?
Schaut man sich Streamingzahlen, Radioeinsätze und Setlist-Diskussionen an, kristallisiert sich ein Kern von Songs heraus, die in Deutschland besonders stark resonieren:
- "Invisible Touch" – die wohl bekannteste Pop-Hymne der Band
- "Land of Confusion" – mit seinem gesellschaftskritischen Unterton
- "I Can't Dance" – ironischer, aber mega einprägsamer Ohrwurm
- "No Son of Mine" – emotionaler Schwergewichts-Track, der viele persönliche Geschichten triggert
- "Follow You Follow Me" – oft mit Erinnerungen an erste große Lovesongs verbunden
- "Mama" – düster, intensiv, live immer ein Highlight
- "Carpet Crawlers" – nostalgischer Abschluss, stark bei Langzeitfans
Dazu kommt das Frühwerk mit Peter Gabriel, das vor allem bei Prog-Fans und Musiker:innen selbst hoch angesehen ist. Tracks wie "Firth of Fifth" oder "The Lamb Lies Down on Broadway" tauchen vielleicht nicht so oft in Mainstream-Playlists auf, prägen aber das Bild von Genesis als einer Band, die nie nur Pop sein wollte.
Wie haben sich die Ticketpreise bei Genesis entwickelt – und was bedeutet das für mögliche zukünftige Events?
Die Preisentwicklung war bei der letzten Tour deutlich spürbar. Gute Sitzplätze kosteten schnell dreistellige Beträge, VIP-Pakete lagen nochmal höher. Das hat auf der einen Seite für Kritik gesorgt – besonders von langjährigen Fans, die Genesis schon in den 80ern für wesentlich weniger Geld live gesehen haben. Auf der anderen Seite war vielen klar: Es ist vermutlich die letzte Chance auf ein Konzert dieser Band in dieser Besetzung, und die allgemeine Preisexplosion bei Live-Events machte auch vor Genesis nicht halt.
Für mögliche zukünftige Special-Formate – etwa ein einmaliger Streaming-Gig, ein Benefit-Konzert oder ein exklusives Orchester-Event – kann man davon ausgehen, dass Tickets, falls es überhaupt physisches Publikum gibt, eher im oberen Segment liegen würden. Realistischer ist aber, dass solche Events (falls sie überhaupt stattfinden) stark auf TV- oder Streamingrechte setzen und für Fans in Form von Abos, Pay-per-View oder späteren physischen Releases erreichbar sind.
Wo kann ich Genesis 2026 am besten entdecken, wenn ich neu einsteige?
Wenn du neu in die Welt von Genesis eintauchst, lohnt sich ein zweistufiger Einstieg:
- Pop-Phase checken: Starte mit einem Best-of-Playlist-Fokus auf die 80er/90er – "Invisible Touch", "Land of Confusion", "I Can't Dance", "No Son of Mine", "Throwing It All Away", "Tonight, Tonight, Tonight" und "Mama". Das ist der Genesis-Sound, den deine Eltern vermutlich im Radio gehört haben, und der auch heute noch in vielen Playlists auftaucht.
- Prog-Wurzeln nachholen: Wenn dich das packt, geh zurück zu Alben wie Foxtrot, Nursery Cryme, Selling England by the Pound oder dem Konzeptmonster The Lamb Lies Down on Broadway. Dort findest du längere Stücke, komplexe Arrangements und einen deutlich experimentelleren Ansatz. Viele aktuelle Prog- und Postrock-Bands berufen sich direkt auf diese Phase.
Visuell lohnt sich YouTube: Komplettmitschnitte älterer Touren, offizielle Musikvideos aus der MTV-Ära und neuere Liveaufnahmen der "The Last Domino?"-Tour geben dir ein gutes Bild, wie sich die Band über die Jahrzehnte verändert hat. Ergänzend kannst du auf der offiziellen Website nach Discografie-Übersichten, Liner Notes und Archivmaterial schauen, um tiefer einzusteigen.
Wie unterscheidet sich Genesis von Phil Collins' Solokarriere?
Phil Collins ist für viele gleichbedeutend mit Genesis, aber musikalisch gibt es klare Unterschiede zwischen Band- und Soloarbeiten. Genesis kombinieren Pop-Hooks mit Prog-Herkunft: längere Songs, komplexere Strukturen, starke Banddynamik. Selbst in ihren radiotauglichsten Momenten schimmert dieser Ursprung durch – z.B. in den Instrumentalpassagen von "Domino" oder der Dramaturgie von "Home by the Sea".
Collins solo arbeitet oft direkter mit Soul-, R&B- und Adult-Contemporary-Elementen. Songs wie "Another Day in Paradise", "Against All Odds" oder "You’ll Be in My Heart" setzen stärker auf emotionale Balladen und persönliche Geschichten, während Genesis-Nummern häufiger aus einer Bandperspektive geschrieben sind und mehr Raum für instrumentales Storytelling lassen.
Für dich als Hörer:in heißt das – wenn du die großen Hooklines liebst, aber auch Bock auf längere Spannungsbögen und musikalische Überraschungen hast, ist Genesis die spannendere Adresse. Wenn du vor allem auf Balladen und die unverwechselbare Stimme von Collins abfährst, führt an seiner Solokarriere kein Weg vorbei. Im Idealfall nimmst du einfach beides mit.
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