Gemini holt auf: Googles KI fordert ChatGPT heraus
04.02.2026 - 16:00:11Googles KI-Assistent Gemini gewinnt massiv Marktanteile und stellt die langjährige Vorherrschaft von OpenAIs ChatGPT ernsthaft in Frage. Während der gesamte Markt für KI-Chatbots explodiert, verliert der einstige Platzhirsch täglich Nutzer – ein Zeichen für eine neue, hyperkompetitive Ära der generativen KI.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der KI-Chatbot-Markt hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und verzeichnete bis Januar 2026 ein Wachstum von 152 Prozent. In diesem boomenden Umfeld büßt ChatGPT seinen einst erdrückenden Vorsprung ein. Zwar wächst der Dienst absolut gesehen weiter, sein relativer Marktanteil schwindet jedoch rapide zugunsten neuer, leistungsstarker Konkurrenten wie Gemini.
Analysen zweier unabhängiger Firmen belegen den Trend. Auf dem U.S.-Mobilmarkt sank der Anteil von ChatGPT an täglich aktiven Nutzern laut Apptopia innerhalb eines Jahres von 69,1 auf 45,3 Prozent – erstmals unter die 50-Prozent-Marke. Gemini hingegen legte von knapp 15 auf über 25 Prozent zu.
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Auch im Web setzt sich dieses Bild fort. Daten von Similarweb zufolge schnellte Geminis Traffic-Anteil von 5,3 Prozent (Januar 2025) auf 22 Prozent (Januar 2026) hoch. Das entspricht einem Besucheranstieg von 647 Prozent auf zwei Milliarden. ChatGPT, das mit 5,7 Milliarden Visits noch immer führt, verzeichnete einen Rückgang seines Anteils von 86,6 auf 64,6 Prozent.
Googles Ökosystem als Turbo
Experten sehen mehrere Gründe für Geminis Aufholjagd. Der entscheidende Vorteil ist Googles riesiges Ökosystem. Die nahtlose Integration von Gemini in milliardenfach genutzte Produkte wie die Suche oder Gmail bietet einen gewaltigen Verteilervorteil. Diese native Einbettung scheint den First-Mover-Vorteil von ChatGPT zunehmend auszugleichen, zumal die reinen Fähigkeitsunterschiede zwischen den Top-Modellen schrumpfen.
Google arbeitet zudem an Tools, um Nutzern den Wechsel so einfach wie möglich zu machen – etwa durch eine Funktion zum Import von Chat-Historien aus ChatGPT. Diese Strategie geht auf: Die Zahl der Gemini Pro-Abonnements stieg laut einem Bericht um fast 300 Prozent im Jahresvergleich. Bei den kostenpflichtigen ChatGPT-Tarifen betrug das Plus 155 Prozent.
Das Rennen wird enger – und vielfältiger
Das Feld ist längst nicht mehr nur zweigeteilt. Überraschend stark präsentiert sich Grok von Elon Musks xAI, dessen Anteil am U.S.-Mobilmarkt von 1,6 auf 15,2 Prozent kletterte. Plattformen wie Claude (Anthropic) und Microsofts Copilot halten sich in stabilen Nischen.
Die Konsolidierung ist dennoch offensichtlich: ChatGPT und Gemini kontrollieren zusammen 86,2 Prozent des Marktes. Doch die Dynamik hat sich eindeutig verschoben. Für OpenAI hat die neue Realität intern offenbar einen „Code Red“ ausgelöst. Die Reaktion: kostenloser Zugang zu bestimmten Features und neue, günstigere Abo-Modelle.
Ausblick: Mehr Wettbewerb, mehr Innovation
Die Ära der ChatGPT-Near-Monopols ist vorbei. Prognosen deuten darauf hin, dass sich der Markt weiter fragmentieren wird. ChatGPT könnte sich bei einem Anteil von 50 bis 55 Prozent stabilisieren, während Gemini durch seine Ökosystem-Integration auf 25 bis 30 Prozent wachsen könnte. Die restlichen 15 bis 20 Prozent dürften auf spezialisierte Anbieter entfallen.
Die Intensivierung des „KI-Kriegs“ hat einen klaren Gewinner: die Nutzer. Sie können sich auf mehr Innovation, bessere Preise und eine größere Auswahl in einer zunehmend wettbewerbsintensiven, KI-gesteuerten Welt einstellen.
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