Gemini holt auf: Googles KI bedroht ChatGPTs Vormacht
03.01.2026 - 12:51:12Googles KI-System Gemini gewinnt rasant Nutzer und Marktanteile – und stellt die bisherige Dominanz von ChatGPT infrage. Neue Daten zeigen einen dramatischen Wachstumssprung im letzten Quartal 2025.
Die Marktanteile verschieben sich spürbar. Laut dem Analysehaus Tech Buzz kontrolliert Gemini inzwischen fast 20 Prozent des KI-Webseiten-Verkehrs. Vor einem Jahr waren es noch weniger als sieben Prozent. Der einstige Spitzenreiter ChatGPT ist dagegen erstmals unter die 70-Prozent-Marke gefallen. Sein Vorsprung schmilzt.
Das Wachstumstempo unterscheidet sich deutlich. Während die Desktop-Besuche bei ChatGPT im Spätjahr 2025 nur um etwa ein Prozent stiegen, verdoppelten sie sich bei Gemini. Auch bei den monatlich aktiven Nutzern (MAU) ist der Trend eindeutig: Gemini legte von August bis November 2025 um rund 30 Prozent auf geschätzte 346 Millionen zu. ChatGPT wuchs im selben Zeitraum nur noch um fünf bis sechs Prozent, bleibt mit über 800 Millionen MAU aber absolut vorne.
Passend zum Thema EU‑Regeln: Die EU‑KI‑Verordnung hat klare Kennzeichnungspflichten und neue Risikoklassen eingeführt – viele Anbieter unterschätzen die Übergangsfristen. Wer jetzt nicht vorbereitet ist, riskiert Bußgelder und hohen Umsetzungsaufwand. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, wie Sie Ihr KI‑System richtig klassifizieren, welche Dokumentation nötig ist und welche Fristen gelten. Gratis KI‑Verordnungs-Leitfaden herunterladen
Viraler Hype und tiefe Integration
Experten führen den Erfolg auf zwei Faktoren zurück. Erstens: das Update auf Gemini 3 im November. Zweitens: der virale Hype um die Bildgenerator-Funktion “Nano Banana”. Diese erzeugt fotorealistische 3D-Figurinen und sorgte für einen Social-Media-Boom, der Millionen neugieriger Nutzer auf die Plattform lockte.
Doch der nachhaltige Vorteil liegt woanders. Google setzt auf tiefe Integration. Während Nutzer ChatGPT aktiv aufrufen müssen, ist Gemini bereits in Google Workspace (Docs, Gmail, Drive) und auf Android-Geräten eingebettet. Die KI wird so zur nahtlosen Alltagshilfe – ein strategischer Hebel, den OpenAI in dieser Form nicht hat.
Sorge bei OpenAI und neuer Wettbewerb
Die verlangsamte Dynamik bei ChatGPT hat intern für Alarmstimmung gesorgt. Berichte sprechen von einer “Code Red”-Atmosphäre. CEO Sam Altman soll das Team auf mehr Produktzuverlässigkeit und Personalisierung eingeschworen haben. Das Ziel: die Abwanderung zu Konkurrenten stoppen.
Der Markt tritt in eine neue Phase. Die ersten, neugierigen Nutzer sind bedient. Jetzt geht es um die “Utility-User”, die die KI regelmäßig für Arbeit und Produktivität nutzen. Genau hier könnte Googles Ökosystem-Vorteil entscheidend werden.
Ausblick: Der Kampf um die “agentische KI”
Das Rennen hat weitreichende Folgen für die Tech-Branche. 2026 wird zum Jahr der “agentischen KI” prophezeit – also Assistenten, die nicht nur antworten, sondern komplexe Arbeitsabläufe eigenständig ausführen. Mit Funktionen wie “Deep Think” und dem Zugriff auf Kalender und E-Mails positioniert sich Google für diese nächste Welle.
Die Frage ist: Kann das Start-up OpenAI seine innovative Kraft gegen den Verteilungsvorteil eines Tech-Giganten wie Google halten? Die Trendlinie ist klar. Aus dem Sololauf von ChatGPT ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen geworden. Der König des Hügels muss sich warm anziehen.
PS: Wenn Unternehmen oder Entwickler KI‑Funktionen tief in E‑Mail, Kalender und Arbeitsprozesse integrieren, gelten oft spezielle Transparenz‑ und Dokumentationspflichten. Unser kostenloses E‑Book fasst die wichtigsten Anforderungen, Übergangsfristen und konkreten To‑Dos für die sofortige Umsetzung zusammen. Ideal für Produktmanager, Entwickler und Entscheider, die agentische KI rechtssicher betreiben wollen. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern


