Gemini AI: Google testet Pausen-Funktion für gesündere Nutzung
27.01.2026 - 18:30:12Google testet eine neue Funktion in seinem KI-Assistenten Gemini, die Nutzer zu Pausen auffordert. Der Konzern reagiert damit auf wachsende Bedenken vor übermäßiger Abhängigkeit von künstlicher Intelligenz.
Die experimentelle Funktion zeigt in einer Beta-Version der Google-App nach längeren Gesprächen einen Hinweis mit der Aufforderung „Versuch mal eine kurze Pause“. Sie soll gesündere Interaktionsgewohnheiten mit der KI fördern. App-Analysten entdeckten das Feature in der Beta-Version 17.3.59, was auf einen ersten Testlauf für Android hindeutet.
Der Hinweis ist mehr als ein simpler Timer. Er soll den Nutzer kontextualisieren, mit wem er spricht. Der Pop-up erklärt, dass eine Pause hilfreich sein kann, „wenn man mit einer KI spricht, die kein Mensch ist“. Diese doppelte Botschaft unterbricht nicht nur den Dialogfluss, sondern betont auch den Unterschied zwischen KI- und menschlicher Interaktion.
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Für die meisten Nutzer ist das Feature noch nicht aktiv. Es befindet sich in einer Testphase. Der Schritt ist Teil von Googles breiterem Engagement für eine verantwortungsvolle KI-Entwicklung. Das Unternehmen will sicherstellen, dass der Nutzen der Technologie die Risiken deutlich überwiegt.
Digital Wellbeing erreicht die KI
Die Initiative passt zu Googles etablierten Digital-Wellbeing-Programmen. Ähnliche „Mach eine Pause“-Erinnerungen gibt es bereits auf YouTube. Das Android-Toolkit für digitales Wohlbefinden umfasst App-Timer und Fokus-Modi. Die Ausweitung auf den KI-Assistenten ist der logische nächste Schritt.
Der Zeitpunkt ist bedeutsam. Forscher und Psychologen warnen zunehmend vor compulsiver Nutzung und parasozialen Beziehungen zu KI-Kompanions. Die American Psychological Association rät zur Vorsicht bei digitalen Tools, die menschliche Grundbedürfnisse wie Schlaf und soziale Interaktion verdrängen könnten. Googles neues Feature ist eine direkte Antwort auf diese Bedenken.
Die menschliche KI-Beziehung navigieren
Je smarter Modelle wie Gemini werden und je persönlicher die Daten sind, desto höher ist die Gefahr der Vermenschlichung. Die explizite Erinnerung, dass Gemini kein Mensch ist, wirkt diesem Trend entgegen.
Für Branchenbeobachter werden solche Features von optionalen Extras zu notwendigen Komponenten verantwortungsvollen KI-Designs. Regulierungsbehörden wie die US-Handelsaufsicht FTC und die EU im Rahmen des KI-Gesetzes zeigen wachsendes Interesse an transparenter und nicht-manipulativer KI. Google agiert mit den Pausen-Erinnerungen proaktiv – noch vor möglichen regulatorischen Vorgaben.
Ausblick: Anpassbare KI-Interaktion
Das „Pause“-Feature wird sich wahrscheinlich weiterentwickeln. Nach dem Vorbild von YouTube könnte Google Anpassungsoptionen einführen. Nutzer könnten dann festlegen, wie häufig sie die Hinweise erhalten. Für über Family Link verwaltete Teenager-Accounts sind strengere Standardeinstellungen denkbar.
Die Einführung wird von der Branche genau beobachtet. Ihr Erfolg könnte einen neuen Standard setzen und andere Anbieter großer Sprachmodelle zu ähnlichen Wellbeing-Tools inspirieren. Dieser kleine Pop-up in Gemini könnte der Startpunkt für einen größeren Trend sein: eine gesündere, ausgewogenere Beziehung zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz.
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