Gehirntraining verändert Hirnstruktur und verzögert Alzheimer
23.02.2026 - 04:39:12 | boerse-global.deNeue Studien belegen: Gezieltes Gehirntraining kann das Gehirn physisch verändern und Alzheimer um Jahre aufhalten. Diese Erkenntnisse gewinnen gerade in Deutschland besondere Brisanz.
Computertraining repariert weiße Hirnsubstanz
Eine Studie der New York University widerlegt alte medizinische Dogmen. Forscher um Professor Gerald Voelbel zeigten, dass selbst chronische Hirnschäden nicht irreparabel sind. Ihre im Journal of Neurotrauma veröffentlichte Arbeit untersuchte 17 Erwachsene mit chronischen Schädel-Hirn-Traumata.
Die Interventionsgruppe absolvierte über 14 Wochen ein spezielles Computertraining. Die Aufgaben forderten das Arbeitsgedächtnis und die Aufmerksamkeit. Mit einer speziellen MRT-Technik maßen die Forscher anschließend die strukturelle Integrität der weißen Substanz – jener Nervenfasern, die für die Kommunikation im Gehirn zuständig sind.
Das Ergebnis: Bei den Trainierenden hatte sich die weiße Substanz messbar verbessert. Diese physischen Veränderungen gingen direkt mit besseren Leistungen in kognitiven Tests einher. Das Gehirn kann sich also auch lange nach einer Verletzung noch umbauen.
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Lesen und Lernen halten Alzheimer fünf Jahre fern
Wie wirksam lebenslange geistige Aktivität ist, belegt eine zweite, große Studie der Rush University Chicago. Fast 2.000 Senioren wurden durchschnittlich acht Jahre lang begleitet. Die im Fachblatt Neurology veröffentlichen Daten sind eindeutig.
Menschen mit der höchsten kognitiven Aktivität – durch Lesen, Schreiben, Museumsbesuche oder Fremdsprachen – hatten ein um 38 Prozent geringeres Alzheimer-Risiko. Der entscheidende Befund: In dieser aktiven Gruppe brach die Krankheit erst mit durchschnittlich 94 Jahren aus. Bei den inaktiven Teilnehmern lag das Durchschnittsalter bei der Diagnose bei 88 Jahren.
Das sind mehr als fünf gewonnene Jahre ohne Demenz. Aber wie kann das sein?
Das Geheimnis der kognitiven Reserve
Die Antwort lieferten Autopsien von verstorbenen Studienteilnehmern. Ein faszinierender Befund: Selbst bei deutlichen Alzheimer-typischen Eiweißablagerungen im Gehirn hatten intellektuell aktive Menschen zu Lebzeiten oft kaum Symptome gezeigt.
Ihr Gehirn hatte offenbar eine starke „kognitive Reserve“ aufgebaut. Durch lebenslanges Lernen bildeten sich alternative neuronale Netzwerke. Diese kompensierten den physischen Schaden der Krankheit. Die Gesundheit des Gehirns hängt demnach nicht nur von der Abwesenheit von Schäden ab, sondern vor allem von seiner Widerstandsfähigkeit.
Aktuelle Brisanz durch deutsche Gesundheitspolitik
Diese Forschungsergebnisse erhalten durch eine aktuelle Entscheidung in Deutschland zusätzliches Gewicht. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sprach dem neuen Alzheimer-Medikament Lecanemab kürzlich keinen Zusatznutzen zu.
Da medikamentöse Durchbrüche auf sich warten lassen, rücken nicht-pharmakologische Ansätze in den Fokus. Die NYU-Studie zeigt, dass validierte Softwarelösungen künftig als medizinische Produkte in der Rehabilitation eingesetzt werden könnten.
Experten betonen jedoch: Wirksame Programme müssen sich von simplen Unterhaltungs-Apps durch strenge wissenschaftliche Validierung unterscheiden. Die Zukunft könnte in personalisierten, digitalen Trainingsprogrammen liegen, die von Krankenkassen anerkannt werden.
Gleichzeitig fordern Gesundheitsexperten mehr Investitionen in Bibliotheken, Volkshochschulen und Seniorenakademien. Gezielte Förderung des lebenslangen Lernens gilt als eine der kosteneffektivsten Waffen gegen Demenz in einer alternden Gesellschaft.
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