Gehirntraining, Kaffee

Gehirntraining und Kaffee senken Demenzrisiko deutlich

15.02.2026 - 05:09:12 | boerse-global.de

Wissenschaftliche Studien belegen: Spezifisches kognitives Training und moderater Kaffeekonsum senken das Demenzrisiko deutlich. Neue Bluttests ermöglichen frühe Diagnosen.

Neue Studien zeigen: Gezieltes kognitives Training reduziert das Demenzrisiko um ein Viertel. Gleichzeitig offenbaren Forschungen der Harvard-Universität eine schützende Wirkung von moderatem Kaffeekonsum. Die Erkenntnisse deuten auf einen Weg hin, wie sich Millionen Menschen vor kognitiven Einschränkungen bewahren könnten.

Das Gehirn trainiert sich selbst

Eine Langzeitstudie der ACTIVE-Gruppe sorgt in der Fachwelt für Aufsehen. Forscher beobachteten fast 3.000 Teilnehmer ab 65 Jahren über zwei Jahrzehnte hinweg und kamen zu einem klaren Ergebnis: Spezifisches kognitives Training senkte das Demenzrisiko um 25 Prozent.

Das Überraschende: Nicht das klassische Gedächtnistraining half am meisten. Stattdessen zeigte sich der stärkste Effekt beim Geschwindigkeitstraining – dabei üben Teilnehmer, schnell visuelle Informationen zu erfassen und zu verarbeiten. Bereits 23 Stunden Training über drei Jahre führten zu diesem beachtlichen Schutzeffekt.

Experten erklären dies mit Neuroplastizität: Das Gehirn passt sich durch intensive geistige Reize an und baut neue Verbindungen auf. Eine relativ überschaubare, nicht-pharmazeutische Intervention mit langfristigen Folgen – ein Hoffnungsschimmer für die Prävention.

Zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag schützen

Harvard-Forscher analysierten Daten von über 130.000 Personen und fanden heraus: Regelmäßige Kaffeetrinker reduzierten ihr Demenzrisiko um etwa 18 Prozent. Am stärksten wirkte moderater Konsum – zwei bis drei Tassen täglich.

Verantwortlich dafür könnten Koffein und spezielle Polyphenole im Kaffee sein. Diese Stoffe sollen oxidativen Stress im Gehirn reduzieren und Entzündungen hemmen. Allerdings betonen die Forscher: Dies ist eine Korrelation, kein endgültiger Beweis. Höhere Dosen zeigten keine zusätzliche Schutzwirkung – Maß statt Masse also.

Früherkennung eröffnet neue Chancen

Die präventiven Ansätze gewinnen an Gewicht durch revolutionäre Fortschritte in Diagnose und Therapie. Neue Bluttests können krankhafte Proteinablagerungen im Gehirn – das Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit – Jahre vor den ersten Symptomen nachweisen.

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Wenn neue Bluttests Alzheimer-Biomarker Jahre vorher nachweisen können, stellt sich oft die Frage: Was bedeuten diese Laborwerte — und wie sollten Sie darauf reagieren? Ein kostenloser 25‑seitiger Report erklärt verständlich, welche Blutwerte wirklich wichtig sind, wann präzisere Spezialtests sinnvoll sind und wie Sie Ergebnisse richtig einordnen können. Ideal für alle ab 50, die Risiken früh erkennen und besser mit Ärzten kommunizieren möchten. Gratis-Report „Laborwerte-Selbstcheck“ anfordern

Dieses Zeitfenster ist entscheidend: Hier können kognitives Training und Lebensstiländerungen wirken, bevor Schäden entstehen. Gleichzeitig machen neue Medikamente wie Donanemab (Anfang Februar 2026 in der Schweiz zugelassen) und Lecanemab Hoffnung. Sie greifen erstmals nicht nur Symptome an, sondern reduzieren die schädlichen Eiweißablagerungen selbst – wirken aber vor allem in frühen Stadien.

Halbierte Fälle durch Prävention möglich

Nach einem Bericht der Lancet Commission könnten fast die Hälfte aller Demenzfälle durch die Bekämpfung von Risikofaktoren verzögert oder verhindert werden. Hörverlust, Bluthochdruck, Bewegungsmangel – all das lässt sich adressieren.

Die Zahlen sind beeindruckend: Bis 2050 könnte die Demenzrate in Deutschland auf über zwei Millionen ansteigen. Die neuen Erkenntnisse sind daher mehr als akademisch interessant. Sie sind ein Weckruf – für jeden Einzelnen, das Gesundheitssystem und die Politik, um die geistige Fitness bis ins hohe Alter zu sichern.

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