Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um ein Viertel

07.03.2026 - 00:01:49 | boerse-global.de

Eine US-Studie über 20 Jahre zeigt, dass nur ein bestimmtes Training zur visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko um 25 Prozent reduzieren kann.

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um ein Viertel - Foto: über boerse-global.de
Gehirntraining senkt Demenzrisiko um ein Viertel - Foto: über boerse-global.de

Eine Langzeitstudie liefert starke Beweise für gezieltes Gehirntraining. Die Ergebnisse zeigen: Ein spezielles Training kann das Demenzrisiko um 25 Prozent reduzieren.

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Die finalen Daten der US-amerikanischen ACTIVE-Studie könnten ein Wendepunkt sein. Fast 3.000 gesunde ältere Erwachsene wurden über zwei Jahrzehnte begleitet. Die im Fachjournal „Alzheimer's & Dementia“ veröffentlichte Analyse zeigt den klaren Effekt: Teilnehmer, die ein Training zur Verbesserung ihrer visuellen Verarbeitungsgeschwindigkeit absolvierten, hatten ein um ein Viertel geringeres Demenzrisiko.

Warum nur dieses Training wirkt

Die Studie testete drei verschiedene Trainingsarten. Eine Gruppe übte Gedächtnisstrategien, eine zweite logisches Denken und die dritte die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Eine vierte Kontrollgruppe erhielt kein Training.

Nach 20 Jahren zeigte sich: Nur das sogenannte "Speed of Processing"-Training hatte einen signifikanten Einfluss auf die Demenzrate. Weder Gedächtnis- noch Logiktraining zeigten diese Schutzwirkung. Der entscheidende Faktor waren sogenannte "Booster"-Sitzungen, die Teilnehmer nach einem und drei Jahren absolvierten.

So funktioniert das erfolgreiche Training

Das wirksame Programm ist computergestützt. Es trainiert die visuelle Aufmerksamkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Teilnehmer müssen beispielsweise zentrale Objekte identifizieren und gleichzeitig periphere Reize am Bildschirmrand erkennen.

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Der Schlüssel ist die adaptive Schwierigkeit. Die Software passt sich in Echtzeit an die Leistung des Nutzers an und wird anspruchsvoller, sobald sich die Fähigkeiten verbessern. Experten vermuten, dass dieser Ansatz die Neuroplastizität fördert – also die Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zu knüpfen.

Ein aktiver Lebensstil bleibt entscheidend

Die Studie untermauert, dass nicht jedes Gehirnjogging gleich wirkt. Der Erfolg hängt von der spezifischen Methode und der langfristigen Anwendung ab. Für Verbraucher bedeutet das: Sie sollten bei Trainingsprogrammen auf wissenschaftliche Evidenz achten.

Die Forschung geht weiter. Die aktuelle PACT-Studie untersucht an 7.500 Erwachsenen, ob eine intensivere Trainingsdosis die Schutzwirkung weiter erhöhen kann. Die klare Botschaft lautet: Die Kombination aus gezieltem Training und einem gesunden Lebensstil bietet den größten präventiven Effekt.

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