Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko um 25 Prozent

25.02.2026 - 01:00:38 | boerse-global.de

Eine 20-jährige Studie belegt, dass ein gezieltes kognitives Training das Risiko einer Demenzerkrankung langfristig deutlich reduzieren kann. Die Ergebnisse gelten als Meilenstein in der Präventionsforschung.

Eine Langzeitstudie liefert starke Belege: Spezielles Gehirntraining kann das Demenzrisiko noch Jahrzehnte später deutlich reduzieren. Die 20-Jahres-Ergebnisse der großen ACTIVE-Studie zeigen, dass Teilnehmer mit einem bestimmten Training ein um 25 Prozent geringeres Risiko für eine Demenzdiagnose hatten. Diese Erkenntnisse könnten die Prävention weltweit verändern.

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Was die bahnbrechende Studie zeigt

Die ACTIVE-Studie ist ein Meilenstein der Demenzforschung. Über 2.800 gesunde Senioren nahmen vor mehr als 20 Jahren daran teil. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt: Drei absolvierten unterschiedliche kognitive Trainings, eine Kontrollgruppe blieb ohne Training.

Das überraschende Ergebnis nach zwei Jahrzehnten? Nur eine Trainingsart zeigte einen signifikanten Langzeitschutz: das sogenannte "Speed of Processing"-Training. Die Teilnehmer dieser Gruppe erkrankten zu 25 Prozent seltener an Demenz. Das Training selbst war kurz – insgesamt weniger als 24 Stunden über drei Jahre verteilt.

Warum ausgerechnet Speed-Training wirkt

Das erfolgreiche Training trainiert die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns. Am Computer müssen Nutzer visuelle Informationen blitzschnell erfassen. Eine typische Übung: Ein Objekt in der Bildschirmmitte identifizieren und sich gleichzeitig merken, wo am Rand ein Symbol aufblitzt.

Experten sehen zwei Gründe für den Erfolg. Erstens passt sich der Schwierigkeitsgrad automatisch der Leistung an – wer besser wird, bekommt schwierigere Aufgaben. Zweitens basiert es auf implizitem Lernen, ähnlich dem Erlernen einer Fertigkeit. Dies stärkt offenbar die kognitive Reserve, die Fähigkeit des Gehirns, Abbauprozesse auszugleichen.

Ein Durchbruch mit realistischen Grenzen

Die Studie gilt als robust, weil sie nach dem Goldstandard der Forschung durchgeführt wurde: randomisiert und kontrolliert. Sie belegt erstmals einen klaren Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen einem gezielten Training und langfristigem Demenzschutz.

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Doch das Training ist kein Wundermittel. Es bietet keinen hundertprozentigen Schutz und ist keine Heilung. Forscher betonen: Die beste Prävention bleibt ein ganzheitlicher Ansatz. Kognitives Training sollte mit Bewegung, gesunder Ernährung und der Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck kombiniert werden.

Was die Ergebnisse für die Zukunft bedeuten

Die Studie könnte die Gesundheitsvorsorge praktisch beeinflussen. Das eingesetzte Trainingsprogramm ist bereits kommerziell erhältlich und damit für viele Menschen zugänglich. Es bietet einen wissenschaftlich fundierten Weg, proaktiv etwas für die geistige Gesundheit im Alter zu tun.

Die Forschung geht nun der Frage nach, wie sich dieses Training optimal in den Alltag integrieren und mit anderen Maßnahmen kombinieren lässt. Während die Medizin weiter nach Therapien sucht, steht mit diesem Gehirntraining bereits ein wirksamer Baustein zur Prävention zur Verfügung.

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