Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko über 20 Jahre

21.02.2026 - 16:00:12 | boerse-global.de

Eine Langzeitstudie liefert überzeugende Beweise: Spezifisches, computergestütztes Gehirntraining kann das Demenzrisiko signifikant senken. Neue Forschungsergebnisse untermauern die wachsende Bedeutung gezielter Übungen für die langfristige Gehirngesundheit.

Wissenschaftler der Johns Hopkins University haben neue Langzeitergebnisse der ACTIVE-Studie vorgestellt. Die in „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlichten Daten zeigen: Eine intensive, sechswöchige Trainingsphase kann schützende Effekte haben, die jahrzehntelang anhalten.

Besonders das computergestützte Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen bemerkenswerten Effekt. Teilnehmer, die dieses adaptive Training absolvierten und Auffrischungskurse besuchten, wiesen auch nach 20 Jahren ein deutlich geringeres Demenzrisiko auf. Im Gegensatz zu allgemeinem Gehirnjogging scheint dieses spezifische Training grundlegendere neuronale Prozesse zu stärken.

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Bewegung schützt überraschend: Die Leber-Hirn-Achse

Eine parallele Studie der University of California, San Francisco, entschlüsselte einen entscheidenden biologischen Mechanismus. Regelmäßige Bewegung regt die Leber an, vermehrt das Protein GPLD1 zu produzieren.

Dieses Enzym gelangt ins Gehirn und wirkt dort einem altersbedingten Abbau der Blut-Hirn-Schranke entgegen. Es reduziert schädliche Moleküle und stabilisiert die Gefäße. Die Erkenntnis erweitert den Fokus: Die Gesunderhaltung des Gehirns ist ein ganzheitlicher Prozess, bei dem Organe wie die Leber eine entscheidende Rolle spielen.

Wie das Gehirn wirklich lernt

Das Fundament für jedes Gedächtnistraining ist die effiziente Kommunikation zwischen Hirnregionen. Eine Studie der Universität Bern liefert hierzu faszinierende Einblicke. Mithilfe direkter Messungen kartierten Forscher erstmals den gerichteten Signalfluss im menschlichen Gehirn.

Die Ergebnisse zeigen: Zentrale Regionen für Gedächtnis (Hippocampus) und Emotionen (Amygdala) agieren als aktive Sender und steuern den Informationsfluss maßgeblich. Dieses Verständnis erklärt, warum Techniken wie aktives Abrufen von Informationen so effektiv für das Lernen sind.

Vom Allgemeinrat zur gezielten Prävention

Die neuen Forschungsergebnisse markieren einen Fortschritt für die präventive Medizin. Bisher basierten Empfehlungen oft auf allgemeinen Ratschlägen wie „lebenslang lernen“. Die aktuellen Studien liefern nun spezifische, wissenschaftlich fundierte Ansätze.

Die Langzeitdaten belegen, dass gezielte Förderung der Verarbeitungsgeschwindigkeit einen messbaren, jahrzehntelangen Schutz bieten kann. Gleichzeitig zeigt die Forschung zur Leber-Hirn-Achse, dass rein kognitive Ansätze zu kurz greifen. Experten betonen: Die Kombination aus kognitiven, körperlichen und sozialen Reizen entfaltet die größte Wirkung.

Personalisierte Programme als Zukunftsvision

Die neuen Erkenntnisse dürften künftige Präventionsstrategien maßgeblich beeinflussen. Statt unspezifischer Ratschläge könnten Ärzte gezielte, computergestützte Trainingsprogramme „verschreiben“, deren Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Die einfache Zugänglichkeit solcher Programme könnte sie zu einem Breitband-Werkzeug im Kampf gegen den kognitiven Abbau machen. Das Ziel ist eine personalisierte Prävention: eine maßgeschneiderte Kombination aus mentalen Übungen, körperlicher Aktivität und Ernährungsanpassungen, um die kognitive Spannkraft bis ins hohe Alter zu erhalten.

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