Gehirntraining, Jahren

Gehirntraining schützt noch nach 20 Jahren vor Demenz

19.02.2026 - 18:40:13 | boerse-global.de

Eine über 20 Jahre laufende Studie belegt, dass spezifisches Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit das Risiko für Demenzdiagnosen signifikant reduziert und sogar die Hirnstruktur positiv verändert.

Eine Langzeitstudie zeigt: Spezielles kognitives Training kann das Demenzrisiko über Jahrzehnte senken. Die Ergebnisse der ACTIVE-Studie, die Anfang Februar veröffentlicht wurden, liefern den bisher stärksten Beleg für den langfristigen Nutzen gezielter Hirnübungen.

Ein Training, das nachwirkt

Die sogenannte ACTIVE-Studie startete vor über 20 Jahren mit rund 2.800 älteren Teilnehmern. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt: Drei absolvierten unterschiedliche Trainingsprogramme für Gedächtnis, logisches Denken oder Verarbeitungsgeschwindigkeit. Eine vierte Gruppe diente als Kontrolle.

Das überraschende Ergebnis nach zwei Jahrzehnten? Nur das Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit zeigte einen klaren Langzeitschutz. Bei diesen computerbasierten Übungen mussten Nutzer visuelle Informationen schnell erkennen und verarbeiten. Teilnehmer, die dieses Training – teilweise mit Auffrischungskursen – gemacht hatten, erhielten in den folgenden 20 Jahren signifikant seltener eine Demenzdiagnose.

Warum schützt gerade dieses Training?

Die Wissenschaft erklärt den Effekt mit der Neuroplastizität – der Fähigkeit des Gehirns, sich lebenslang anzupassen. Das Geschwindigkeitstraining fordert das Gehirn auf eine spezifische Weise heraus, die offenbar nachhaltige Spuren hinterlässt.

Andere Trainingsformen sind aber nicht wirkungslos. Studien belegen, dass Bewegung und sogenannte Exergames, die körperliche mit geistiger Aktivität kombinieren, Gedächtnis und Konzentration ebenfalls stärken. Selbst zuhause durchgeführte Programme können Alltagsfehler wie Terminvergessen reduzieren.

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Sogar das Gehirnvolumen verändert sich

Die positiven Effekte sind messbar. Moderne Bildgebungsverfahren wie die MRT zeigen: Gezieltes Training kann das Volumen wichtiger Hirnregionen wie des Hippocampus vergrößern. Diese Region ist zentral für das Gedächtnis. Bei untrainierten Kontrollgruppen schrumpft sie hingegen oft im gleichen Zeitraum.

Das bedeutet: Das Training stärkt nicht nur die Leistung, sondern verändert die Struktur des Gehirns. Es baut eine Art kognitive Reserve auf, die Widerstandskraft gegen altersbedingten Abbau verleiht.

Die Zukunft ist personalisiert

Die nächste Generation des Gehirntrainings setzt auf High-Tech und Individualisierung. Aktuelle Forschungsprojekte testen bereits die Kombination von Hirnstimulation mit Virtual Reality (VR). Dabei passt sich der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben in Echtzeit der geistigen Auslastung des Nutzers an – gemessen etwa per Eyetracking in der VR-Brille.

Parallel entwickeln sich Gehirn-Computer-Schnittstellen rasant. Sie könnten langfristig nicht nur Prothesen steuern, sondern auch kognitive Prozesse unterstützen. Die Botschaft der aktuellen Studie ist jedoch klar: Einfache, gezielte Übungen können schon heute einen Schutz aufbauen, der ein Vierteljahrhundert hält.

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