Gehirntraining: 20-Jahre-Studie beweist Demenz-Schutz
15.02.2026 - 08:03:12 | boerse-global.deEine bahnbrechende Langzeitstudie liefert erstmals harte Belege: Gezieltes kognitives Training kann das Demenzrisiko im Alter um ein Viertel senken. Die Ergebnisse werfen neue Fragen zur Wirksamkeit umstrittener Methoden wie dem Dual N-Back-Training auf.
ACTIVE-Studie: Der Durchbruch in der Demenzprävention
Die Langzeitergebnisse sind beeindruckend. Teilnehmer im Alter von 65 bis 94 Jahren, die an einem speziellen Training zur Verarbeitungsgeschwindigkeit teilnahmen, hatten über 20 Jahre hinweg eine um 25 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit für eine Demenzdiagnose als die Kontrollgruppe ohne Training.
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Das ist eine Sensation: Es ist eine der ersten großen, randomisierten Studien, die nachweist, dass eine nicht-pharmazeutische Intervention – also ohne Medikamente – das Auftreten von Demenz und Alzheimer langfristig reduzieren kann. Die ACTIVE-Studie, die in den späten 1990er Jahren mit knapp 3.000 Teilnehmern begann, untersuchte drei verschiedene Trainingsarten: Gedächtnis, logisches Denken und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Der Clou: Nur das Speed-of-Processing-Training wirkte nachhaltig. Dabei lernten die Teilnehmer, visuelle Informationen unter zunehmendem Zeitdruck zu verarbeiten. Die Forscher führen den Erfolg darauf zurück, dass das Training adaptiv und personalisiert war – es passte sich also an die steigenden Fähigkeiten an.
Dual N-Back: Das umstrittene Gehirnjogging
Im Zentrum der Debatte um Gehirntraining steht seit Jahren das Dual N-Back-Training. Hier müssen Nutzer gleichzeitig zwei Informationsströme verfolgen – einen visuellen und einen auditiven. Die Aufgabe: erkennen, wenn ein aktuelles Signal mit demjenigen identisch ist, das „n“ Schritte zuvor erschien.
Der „n“-Wert passt sich ständig an und bringt das Arbeitsgedächtnis – die Fähigkeit, Informationen kurzzeitig zu speichern und zu verarbeiten – an seine Grenzen. Berühmt wurde die Methode durch Susanne Jaeggi 2008. Ihre Studie legte nahe, dass dieses Training nicht nur das Arbeitsgedächtnis verbessert, sondern auch die fluide Intelligenz erhöht – also die Fähigkeit zu neuen Lösungsansätzen und logischem Denken. Das galt lange als unveränderlich.
Die Ernüchterung: Was Folgestudien wirklich zeigen
Doch auf die anfängliche Euphorie folgte eine Realitätsprobe. Zahlreiche Folgestudien konnten Jaeggi’s beeindruckende Ergebnisse nicht vollständig replizieren. Die Bilanz ist gemischt:
- Kleine messbare Effekte bei einigen Meta-Analysen: Ein Zuwachs von etwa 3-4 IQ-Punkten
- Große Kontrollgruppen-Probleme: Effekte treten hauptsächlich auf, wenn die Vergleichsgruppe gar kein Training erhält
- Unterschwindende Vorteile: Im Vergleich zu aktiven Kontrollgruppen, die andere kognitive Aufgaben trainieren, sind die Vorteile oft vernachlässigbar
Der Verdacht liegt nah: Die beobachteten Verbesserungen könnten eher auf Motivationseffekte oder aufgabenspezifische Lernstrategien zurückgehen als auf eine grundlegende Intelligenzsteigerung.
Naher vs. ferner Transfer: Das zentrale Problem
Die Debatte offenbart ein fundamentales Problem der kognitiven Forschung: Während klar ist, dass man durch Dual N-Back besser im Dual N-Back wird (naher Transfer), ist der Beweis für einen fernen Transfer schwer zu führen – also die Verbesserung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten.
Die ACTIVE-Studie liefert nun starke Belege, dass ein gezieltes Speed-of-Processing-Training einen solchen fernen Transfer mit realen, langfristigen gesundheitlichen Vorteilen bewirkt. Für Dual N-Back ist die Evidenzlage weniger eindeutig – es gibt aber nachweisbare Effekte:
- Das Training verändert die Gehirnaktivität im präfrontalen Kortex
- Es stärkt die Verbindungen zwischen Hirnarealen
- Vielversprechend ist der Nutzen bei ADHS-Patienten: Hier verbessert sich die Impulskontrolle und exekutive Funktionen
Personalisierung: Der Schlüssel zur Wirksamkeit
Der Erfolg der ACTIVE-Studie unterstreicht eine zentrale Erkenntnis: Adaptive Trainingsansätze funktionieren. Anstatt einer Einheitslösung für alle könnten künftig maßgeschneiderte Programme den Unterschied machen.
Die zukünftige Forschung wird sich darauf konzentrieren, welche Personengruppen am meisten von welchem Training profitieren – sei es zur akademischen Leistung, bei ADHS oder eben zur langfristigen Gehirngesundheit im Alter.
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