Gehirnjogging senkt Demenzrisiko um 25 Prozent
22.02.2026 - 16:10:12 | boerse-global.deEin gezieltes Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit kann das Demenzrisiko älterer Erwachsener deutlich reduzieren. Das belegt eine aktuelle Langzeitstudie, die jetzt im Fachjournal „Alzheimer’s & Dementia“ veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse gelten als Meilenstein in der Altersforschung.
20 Jahre Forschung: Der Beweis ist erbracht
Grundlage ist die US-amerikanische ACTIVE-Studie, die seit 1998 über 2.800 gesunde Senioren begleitet. Für die aktuelle Analyse verknüpften Forscher der Johns Hopkins Medicine die Studiendaten von 2.021 Teilnehmern mit deren Krankenakten aus zwei Jahrzehnten.
Das Ergebnis ist eindeutig: In der Kontrollgruppe ohne spezielles Training entwickelten 49 Prozent eine Demenz. In der Gruppe mit einem adaptiven Geschwindigkeitstraining waren es nur 40 Prozent. Das entspricht einer Risikoreduktion von 25 Prozent. Entscheidend waren dabei Auffrischungssitzungen nach einem und drei Jahren – ohne sie fiel der Schutzeffekt deutlich geringer aus.
Warum schnelles Denken so wichtig ist
Das erfolgreiche Training zielte auf die sogenannte fluide Intelligenz ab. Diese Fähigkeit, neue Probleme zu lösen und Informationen schnell zu verarbeiten, nimmt im Alter natürlicherweise ab. Die Probanden übten an Bildschirmen, visuelle Reize immer schneller zu erfassen und Störfaktoren auszublenden.
Das Programm passte den Schwierigkeitsgrad automatisch an. Experten vermuten, dass dieses adaptive Vorgehen tiefe, unbewusste Lernprozesse anstößt. Es erhöht die neuronale Effizienz und baut eine kognitive Reserve auf – eine Art Puffer gegen den altersbedingten Abbau.
Nicht jedes Gehirntraining hilft
Ein spannendes Detail: Andere Trainingsformen zeigten nicht den gleichen Effekt. Gruppen, die klassisches Gedächtnis- oder Logiktraining absolvierten, wiesen nach 20 Jahren kein signifikant geringeres Demenzrisiko auf.
Der Grund liegt in der Art der Beanspruchung. Herkömmliches Training aktiviert vor allem das bewusste Denken. Das Geschwindigkeitstraining optimiert dagegen fundamentale Wahrnehmungswege. Diese Grundlagenoptimierung entlastet das Arbeitsgedächtnis nachhaltig.
Experten warnen vor überzogenen Hoffnungen
Die Studienergebnisse werden in der Fachwelt intensiv diskutiert. Marilyn Albert von der Johns Hopkins Medicine betont das Potenzial der nicht-medikamentösen Intervention. Selbst eine kleine Verzögerung des Krankheitsbeginns hätte massive Auswirkungen auf das Gesundheitssystem.
Gleichzeitig mahnen Forscher zur Vorsicht. Susan Kohlhaas von Alzheimer’s Research UK weist darauf hin, dass die Diagnosen auf Krankenakten und nicht auf klinischen Tests beruhten. Unklar bleibt, ob das Training die Krankheitsprozesse aufhält oder nur Symptome maskiert.
Prävention rückt in den Fokus
Die Studie verändert den Blick auf das Altern. Zukünftige Therapien werden multimodale Präventionsstrategien in den Vordergrund stellen. Mediziner planen, kognitives Training mit Bewegung, Ernährung und Blutdruckkontrolle zu kombinieren.
Wer das Demenzrisiko aktiv senken möchte, kann ergänzend zum ärztlichen Rat mit einfachen Alltagsübungen die mentale Fitness stärken. Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ bietet 7 Praxis-Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen kurzen Selbsttest – ideal, um Verarbeitungsgeschwindigkeit und Fokus zu trainieren. Gratis-Report ‚Gehirntraining leicht gemacht‘ jetzt herunterladen
Weitere Klarheit soll die laufende PACT-Studie bringen, deren Ergebnisse für 2028 erwartet werden. Bis dahin gilt: Das Gehirn bleibt bis ins hohe Alter formbar. Gezieltes Training der Verarbeitungsgeschwindigkeit ist ein wirksamer Beitrag zur langfristigen mentalen Gesundheit.
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