Gehirn, Schmerz

Gehirn bevorzugt sichtbaren Schmerz – mit gravierenden Folgen

06.02.2026 - 17:47:11

Neurowissenschaftler erklären, warum psychische Erkrankungen und chronische Schmerzen oft weniger Mitgefühl erhalten als sichtbare Verletzungen. Dieser neuronale Bias hat schwerwiegende gesellschaftliche Folgen.

Unser Gehirn reagiert auf sichtbare Verletzungen stärker als auf unsichtbares Leid. Neurowissenschaftler sprechen von einem fundamentalen Empathie-Bias. Diese Voreingenommenheit hat tiefgreifende Konsequenzen für Millionen Menschen mit psychischen Erkrankungen oder chronischen Schmerzen.

So funktioniert die neuronale Empathie

Empathie ist im Gehirn fest verdrahtet. Sehen wir eine sichtbare Verletzung, feuern Bereiche wie der anteriore insuläre Kortex und der mittlere zinguläre Kortex. Sie simulieren den Schmerz des anderen und motivieren uns zu helfen.

Dieser Mechanismus braucht klare visuelle Hinweise. Bei einer offene Wunde funktioniert er zuverlässig. Fehlen diese Signale – wie bei Depressionen oder Fibromyalgie – bleibt die empathische Resonanz oft schwach oder ganz aus. Das Gehirn findet keinen eindeutigen Auslöser.

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Unsichtbares Leid wird systematisch unterschätzt

Die Folge ist ein signifikanter Bias. Psychische Erkrankungen und chronische Schmerzen ohne klare Ursache erscheinen Außenstehenden oft als weniger real. Das ist keine böse Absicht, sondern ein Automatismus unseres Gehirns.

Die Konsequenzen sind gravierend:
* Betroffene fühlen sich mit ihrem Leid nicht ernst genommen.
* Im Gesundheitssystem drohen Fehldiagnosen und unzureichende Behandlung.
* Empathische Kommunikation, die Stress reduziert und Heilung fördert, bleibt aus.

Stigmatisierung und soziale Isolation

Der Bias wirkt weit in die Gesellschaft hinein. Die Schwierigkeit, unsichtbares Leid nachzuempfinden, nährt Vorurteile. Betroffene gelten schnell als „nicht belastbar“ oder „schwach“.

Diese Abwertung führt häufig zu sozialer Isolation und beruflichen Nachteilen. Dabei ist genau dieses unterstützende Umfeld ein Schlüssel für die Genesung. Während bei sichtbarem Leid oft automatisch Mitgefühl entsteht, muss die Verbindung zu unsichtbarem Leid bewusst hergestellt werden.

Empathie muss aktiv trainiert werden

Die Erkenntnis stellt uns vor eine Aufgabe: Wir können uns nicht auf unsere Instinkte verlassen. Empathie muss als trainierbare Fähigkeit verstanden werden.

Im Medizinstudium zeigen Ansätze zur Perspektivübernahme bereits Erfolge. Das Gehirn kann lernen, seine automatischen Reaktionen zu hinterfragen. Der erste Schritt ist die Einsicht: Auch unsichtbarer Schmerz hat eine reale neurobiologische Basis.

Wie wir den Bias überwinden können

Die Lösung liegt in Aufklärung und Training. Die Forschung soll helfen, bessere Schulungsprogramme zu entwickeln. Denkbar sind Virtual-Reality-Simulationen oder direkter Kontakt zu Betroffenen während der Ausbildung.

Für die Gesellschaft bedeutet das: Wir müssen offener über psychische Gesundheit sprechen. Das Unsichtbare muss sichtbar werden. Wer die neurologischen Hintergründe des Bias versteht, kann eigene Vorurteile erkennen und gegensteuern. Das Ziel ist eine mitfühlendere Gesellschaft – für alle Formen von Schmerz.

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