Geely: Exporte springen um 245 Prozent
02.05.2026 - 04:03:42 | boerse-global.deMehr Umsatz, weniger Gewinn — und trotzdem ein starkes Signal aus dem Exportgeschäft. Geely liefert zum Jahresauftakt 2026 ein gespaltenes Ergebnis, das genau zeigt, wo der chinesische Automobilkonzern gerade steht.
Wechselkurs frisst Gewinne
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal 2026 auf 83,8 Milliarden Renminbi — ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ein neuer Rekord für diesen Zeitraum. Der ausgewiesene Nettogewinn fiel jedoch auf 4,17 Milliarden RMB, ein Rückgang von 27 Prozent. Hauptschuldiger: negative Wechselkurseffekte.
Bereinigt um diese Effekte sieht die Lage deutlich freundlicher aus. Der Kern-Nettogewinn stieg um 31 Prozent auf 4,56 Milliarden RMB. Das operative Geschäft läuft also besser, als die Schlagzahl auf den ersten Blick vermuten lässt.
Exportboom trägt den April
Die Absatzzahlen für April zeichnen ein ähnlich zweischneidiges Bild. Gesamtverkäufe von rund 235.000 Fahrzeugen bedeuten nur ein minimales Plus von unter einem Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Inland brachen die Verkäufe um fast 28 Prozent ein.
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Was die Gesamtzahl stützt, ist das Exportgeschäft — und das mit Nachdruck. Mit über 83.000 ausgeführten Einheiten stiegen die Exporte um fast 245 Prozent. Die Elektromarke Zeekr lieferte dabei einen eigenen Rekord: 31.787 Einheiten, ein Anstieg von gut 131 Prozent. New-Energy-Fahrzeuge machten im April rund 58 Prozent aller Verkäufe aus.
Europa und Technologie als nächste Wette
Geely treibt die internationale Expansion gezielt voran. Auf der Beijing Auto Show 2026 zeigte der Konzern einen Level-4-Robotaxi-Prototypen sowie eine neue Hybridtechnologie, die ab 2026 in Serie gehen soll. In Europa plant Geely den Ausbau des Händlernetzes in Frankreich und eine Modelloffensive mit Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen. Das erklärte Ziel: fünf Prozent Marktanteil in Europa bis 2030.
Die Hongkonger Aktie legte am Freitag um rund 1,5 Prozent zu. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 30 Prozent zu Buche — der RSI von knapp 25 signalisiert allerdings eine überverkaufte technische Lage, was auf kurzfristigen Gegenwind hindeuten kann.
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Der strukturelle Konflikt bleibt: Ein boomender Export kompensiert einen schwächelnden Heimatmarkt. Wie lange das trägt, hängt auch davon ab, ob Geelys Europa-Ambitionen schneller Fahrt aufnehmen als der Wettbewerb.
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