Geely EVA Cab: Chinas erster reiner Robotaxi-Prototyp enthüllt
28.04.2026 - 15:53:24 | boerse-global.deDer chinesische Autoriese Geely hat auf der Beijing Auto Show 2026 das EVA Cab vorgestellt – das erste Fahrzeug des Landes, das von Grund auf als autonomes Taxi konzipiert wurde. Entwickelt in einer Dreier-Allianz mit der Ride-Hailing-Tochter CaoCao Mobility und dem KI-Spezialisten Afari Technology, markiert das Fahrzeug einen Wendepunkt: Weg von umgerüsteten E-Autos, hin zu spezialisierter Hardware für den fahrerlosen Betrieb.
Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der globale Robotaxi-Markt rasant Fahrt aufnimmt. Während etablierte Anbieter jahrelang Serienfahrzeuge umbauten, reiht sich das EVA Cab in eine neue Generation ein – neben Teslas Cybercab und dem Waymo Ojai – die Fahrgastkomfort und Betriebshaltbarkeit über den klassischen Fahrerarbeitsplatz stellt. Geely-Manager kündigten an: Die Serienproduktion startet 2027, das langfristige Ziel: eine Flotte von 100.000 Einheiten bis 2030.
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Technik für die Autonomie: LiDAR und KI-Architektur
Die technischen Daten des EVA Cab lesen sich wie eine Blaupause für die Zukunft. Herzstück ist das nach eigenen Angaben weltweit erste 2.160-Line-Digital-LiDAR-System. Der Sensor erfasst 25,92 Millionen Datenpunkte pro Sekunde und erkennt Objekte in bis zu 600 Metern Entfernung. Das System liefert ein rundum sorgloses 360-Grad-Bild – tote Winkel? Fehlanzeige.
Für die Entscheidungsfindung sorgt die sogenannte „Quantum Level AI Electronic and Electrical Architecture“. Sie kombiniert den NVIDIA SuperChip, NVIDIA Thor U und den Qualcomm Snapdragon 8397. Die Rechenleistung: über 3.000 TOPS (Billionen Operationen pro Sekunde). Diese Hardware befeuert das World Action Model (WAM) – ein geschlossenes KI-System, das nach Geely-Angaben „denkt“ und „urteilt“ wie ein erfahrener Fahrer.
Die KI-Basis: ein Step-3.5-Modell mit 196 Milliarden Parametern. Interne Tests zeigen, dass das EVA Cab 99 Prozent aller alltäglichen Fahrsituationen meistert – von der manuellen Mautstelle bis zur unbeschilderten Landstraße. Die Entscheidungsgeschwindigkeit liegt rund dreimal höher als beim Menschen. Ein entscheidender Vorteil im dichten Stadtverkehr, wo es auf blitzschnelle „Verhandlungen“ ankommt.
Fahrgast im Fokus: Die Kabine ohne Lenkrad
Optisch bricht das EVA Cab mit dem klassischen Auto-Silhouette. Die kastenförmige Kapselform maximiert den Innenraum. Der Prototyp in Peking kommt völlig ohne Lenkrad und Beifahrersitz aus. Stattdessen: eine gegenüberliegende Sitzanordnung für bis zu vier Passagiere – wie in einer Lounge. Elektrische Schiebetüren auf beiden Seiten erleichtern den Einstieg.
Weitere Details: ein Glasdach namens „Galaxy Skyroof“ und Außendisplays, die mit Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren. Doch das EVA Cab ist mehr als nur ein schickes Shuttle. Es ist für den 24/7-Kommerzbetrieb ausgelegt. Geely und CaoCao versprechen eine zwei- bis dreimal längere Lebensdauer als bei herkömmlichen Pkw. Ziel: 500.000 Kilometer in fünf Jahren.
Um die Betriebskosten für Flottenbetreiber zu senken, unterstützt das Fahrzeug vollautomatischen Batteriewechsel und automatische Innenreinigung. Mehrere Sicherheits-Redundanzen für Lenkung, Bremsen und Stromversorgung sind Standard. Geelys KI-gesteuertes Digital-Chassis reagiert in vier Millisekunden – und soll das Fahrzeug selbst unter extremen Bedingungen vor dem Kontrollverlust bewahren.
Strategische Partnerschaften und globaler Wettbewerb
Das EVA Cab ist das Ergebnis eines koordinierten Kraftakts im Geely-Konzern. CaoCao Mobility brachte seine zehnjährige Erfahrung im Ride-Hailing ein und definierte die funktionalen Anforderungen. Mit der eigenen G-ASD Level 4-Software will Geely vom Hardware-Lieferanten zum Anbieter eines integrierten Betriebs-Ökosystems werden.
Damit tritt Geely in direkte Konkurrenz zu Tesla und Waymo. In den USA hat Teslas zweisitziger Cybercab – erstmals Ende 2024 gezeigt – Berichten zufolge bereits im Frühjahr 2026 die Produktion aufgenommen. Gleichzeitig entwickelt sich Geelys bestehende Partnerschaft mit Waymo weiter. Im Februar 2026 integrierte Waymo ein auf Zeekr-Basis gebautes Fahrzeug – umgetauft auf den Namen „Ojai“ – in seine kommerziellen Flotten in San Francisco und Los Angeles.
Interessant: Während Waymo Ojai und EVA Cab auf der gleichen SEA-M-Plattform basieren, behält der Ojai vorerst ein Lenkrad – um US-Regulierungsstandards zu entsprechen. Der Pekinger Prototyp des EVA Cab hingegen zeigt die „Endzustand“-Vision: ein Taxi ganz ohne Lenkrad. Die Serienversionen für einzelne Märkte könnten jedoch je nach lokalen Gesetzen variieren.
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Ausblick: Der Weg zur kommerziellen Flotte
Die Kommerzialisierung des EVA Cab erfolgt in Phasen ab 2027. CaoCao Mobility wird voraussichtlich der erste Betreiber einer speziellen Edition sein. Pilotprojekte sind in Hangzhou und Suzhou geplant. Sie dienen als Testfeld für das „Space-Ground“-Ökosystem, das durch Satellitenanbindung und cloudgesteuertes Verkehrsmanagement eines Tages Staus und Unfälle eliminieren soll.
Branchenbeobachter verfolgen gespannt den Wettbewerb zwischen spezialisierten Robotaxis und umgerüsteten Modellen. Letztere dominieren derzeit noch. Doch die spezielle Hardware des EVA Cab – insbesondere die Fokussierung auf Haltbarkeit, automatisierte Wartung und Fahrgastkomfort – könnte einen entscheidenden Effizienzvorteil bringen. Während Waymo bis Ende 2026 die Marke von einer Million autonomer Fahrten pro Woche anpeilt, dürfte Geelys Einstieg 2027 den Kampf um die Vorherrschaft im globalen Markt für autonome Mobilität weiter anheizen.
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