Gedächtnistraining, Rezept

Gedächtnistraining auf Rezept: Kassen zahlen für Apps

16.02.2026 - 05:11:12 | boerse-global.de

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für verschreibungspflichtige Apps wie NeuroNation MED und memodio zur Behandlung leichter kognitiver Störungen. Die digitalen Anwendungen schließen Versorgungslücken.

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen jetzt die Kosten für digitale Gedächtnistrainings. Ärzte können spezielle Gesundheits-Apps auf Rezept verschreiben. Diese Entwicklung schließt eine Versorgungslücke, die durch Fachkräftemangel entstanden ist.

DiGAs: Die geprüften Apps auf Rezept

Die größte Neuerung ist die Aufnahme spezialisierter Apps in das offizielle DiGA-Verzeichnis des Bundesinstituts für Arzneimittel. Diese digitalen Gesundheitsanwendungen sind geprüfte Medizinprodukte mit nachgewiesener Wirksamkeit.

Ein zentrales Beispiel ist „NeuroNation MED“. Die App ist dauerhaft für die Verschreibung bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen zugelassen. Sie bietet personalisierte Übungen für Gedächtnis und Aufmerksamkeit, die sich an die Leistung des Nutzers anpassen.

Ein weiterer wichtiger Akteur ist „memodio“. Es ist die erste DiGA, die speziell für Menschen mit leichter kognitiver Störung als Kassenleistung verfügbar ist. Der Ansatz kombiniert kognitives Training mit Elementen wie Bewegungs- und Ernährungsempfehlungen.

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So funktioniert die Verordnung

Für Patienten ist der Weg zur App klar geregelt:
* Voraussetzung ist eine ärztliche Diagnose, etwa eine leichte kognitive Störung.
* Der Arzt stellt bei medizinischer Notwendigkeit ein Rezept für die Anwendung aus.
* Die Krankenkasse prüft die Verordnung und stellt einen Freischaltcode bereit.
* Mit diesem Code kann die App für meist 90 Tage kostenfrei genutzt werden.

Der Patient muss nicht in Vorleistung treten. Die hohe Akzeptanz zeigt sich: Manche Apps verzeichneten bereits zehntausende Verordnungen im ersten Jahr.

Klassische Kurse bleiben Alternative

Neben den digitalen Verordnungen bleiben klassische Präventionskurse eine wichtige Säule. Sie richten sich primär an gesunde Versicherte, die ihre geistige Fitness proaktiv fördern möchten.

Die Kassen bezuschussen zertifizierte Kurse. Versicherte wählen einen anerkannten Kurs, zahlen zunächst selbst und reichen die Teilnahmebescheinigung ein. Üblicherweise werden 75 bis 80 Prozent der Kosten erstattet. Auch hier verzeichnet der GKV-Spitzenverband eine Zunahme bei Maßnahmen für kognitive Leistungen.

Warum kognitive Gesundheit jetzt im Fokus steht

Die verstärkte Fokussierung ist eine Reaktion auf klare Trends:
* Demografischer Wandel: Eine alternde Bevölkerung führt zu mehr neurodegenerativen Erkrankungen.
* Fachkräftemangel: Lange Wartezeiten bei Neuropsychologen schaffen Versorgungslücken.

Digitale Anwendungen bieten hier eine Lösung. Sie ermöglichen einen ortsunabhängigen und zeitnahen Zugang zu Therapien. Experten sehen in ihnen ein großes Potenzial, die Versorgung zu verbessern – besonders für Patientengruppen mit bisher begrenzten Optionen.

Was kommt als nächstes?

Der Trend zur Digitalisierung wird sich fortsetzen. Weitere Apps für die kognitive Gesundheit streben die Zulassung als DiGA an. Die App „Cogthera“ peilt beispielsweise eine Listung für die zweite Jahreshälfte 2026 an.

Gleichzeitig steht das Gesundheitssystem vor finanziellen Herausforderungen. Während präventive und digitale Angebote als effizient gelten, bleibt die langfristige Finanzierung eine politische Aufgabe. Die Stärkung der digitalen Versorgung ist jedoch ein erklärtes Ziel. Gedächtnistraining auf Rezept dürfte deshalb ein fester Baustein der Versorgung bleiben.

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