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Gartner Aktie: Q2-Zahlen am 4. August

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 21:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Gartner veröffentlicht Q2-Zahlen am 4. August bei stark gefallenem Aktienkurs und gesenkten Analystenerwartungen.

Gartner Quartalszahlen: Analysten senken Kursziele drastisch
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes im goldenen Licht als Symbol für Unternehmensanalyse und Marktberichterstattung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das US-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wird seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 am 4. August veröffentlichen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Zahlen noch vor der Eröffnung der US-Börsen präsentiert werden. Anleger blicken mit Spannung auf den Bericht, da der Wert seit Jahresbeginn massiv unter Druck steht und ein Minus von 43,37 % verzeichnet. Eine anschließende Telefonkonferenz für Analysten und Investoren ist für den Vormittag desselben Tages geplant.

Analysten senken die Kursziele deutlich

Im Vorfeld der neuen Quartalszahlen herrscht unter Analysten eine abwartende Stimmung. Von insgesamt elf Experten raten derzeit sieben zum Halten der Aktie, während jeweils zwei ein Kauf- beziehungsweise Verkaufsargument sehen. Das durchschnittliche Kursziel wird derzeit mit 173,10 US-Dollar angegeben. Zuletzt kam es jedoch zu einer Reihe von Zielanpassungen nach unten.

Die Analysten von UBS reduzierten ihre Erwartung auf 164 US-Dollar und stufen das Papier als neutral ein. Morgan Stanley sieht den fairen Wert bei 173 US-Dollar, während Wells Fargo mit einem Kursziel von 120 US-Dollar deutlich pessimistischer bleibt und die Einstufung „Underweight“ beibehält. Auch RBC und Barclays senkten ihre Ziele auf 160 beziehungsweise 150 US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 konnte Gartner zwar den Gewinn pro Aktie mit 3,32 US-Dollar über der Schätzung von 2,99 US-Dollar halten, verfehlte jedoch beim Umsatz mit 1,49 Milliarden US-Dollar die Erwartungen knapp. Für das Gesamtjahr 2026 gab das Management zuletzt ein Gewinnziel von 13,25 US-Dollar je Aktie aus.

Institutionelle Verkäufe und rechtliche Untersuchungen

Neben der operativen Entwicklung rücken auch Veränderungen in der Aktionärsstruktur in den Fokus. HSBC Holdings PLC reduzierte seine Beteiligung an Gartner im ersten Quartal um 15,4 %. Die Bank veräußerte in diesem Zeitraum 70.336 Aktien und hält damit noch eine Position im Wert von rund 61,2 Millionen US-Dollar. Trotz dieser Verkäufe befinden sich weiterhin 91,51 % der Anteile in der Hand institutioneller Anleger.

Zusätzlich belastet eine rechtliche Nachricht die Stimmung. Medienberichten zufolge hat die Kanzlei Bronstein, Gewirtz & Grossman eine Untersuchung gegen das Unternehmen eingeleitet. Dabei geht es um den Verdacht möglicher Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz. Solche Untersuchungen sind für Aktionäre oft mit Unsicherheit verbunden, da sie potenzielle Haftungsrisiken oder Transparenzmängel andeuten können.

Wachstum im KI-Sektor als Hoffnungsträger

Während der Aktienkurs derzeit bei 122,65 € notiert und damit weit vom 52-Wochen-Hoch bei 304,20 € entfernt bleibt, liefert die Marktforschungssparte des Unternehmens positive Impulse für die Branche. Gartner prognostiziert, dass die weltweiten Ausgaben für KI-Plattformen und -Modelle im Jahr 2026 massiv steigen werden. Die Experten erwarten ein Wachstum von 63,4 % auf insgesamt 64 Milliarden US-Dollar.

Besonders der Bereich der generativen KI (GenAI) soll sich demnach dynamisch entwickeln und im kommenden Jahr ein Ausgabenplus von 117 % verzeichnen. Laut den Analysten des Hauses gewinnen vor allem Anbieter an Bedeutung, die Unternehmen beim Management und der Anwendung von KI-Modellen unterstützen. Ob Gartner selbst von diesem Trend in seinen Beratungsgeschäften profitieren kann, werden die Zahlen im August zeigen. Die Aktie konnte sich am Dienstag leicht stabilisieren und legte im Tagesverlauf um 1,83 % zu.

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