GameStop, Aktie

GameStop Aktie: Eisman skeptisch

06.04.2026 - 04:53:36 | boerse-global.de

Star-Investor Steve Eisman sieht trotz hoher Liquidität keine überzeugende operative Basis für GameStop. Die Aktie entwickelt sich zwar besser als der Markt, bleibt aber umstritten.

GameStop Aktie: Eisman skeptisch - Foto: über boerse-global.de

Steve Eisman, bekannt durch seine Rolle in „The Big Short“, sieht trotz prall gefüllter Kassen keinen Grund für Euphorie bei GameStop. Während das Unternehmen auf Reserven von neun Milliarden US-Dollar sitzt, bleibt die operative Entwicklung für den Star-Anleger wenig überzeugend. Dieser Widerspruch zwischen Bilanzstärke und Geschäftsmodell prägt derzeit die Debatte an der Wall Street.

Cash-Berg gegen operative Skepsis

Eisman bezeichnete ein bullisches Investment in den Videospielhändler öffentlich als „nicht zwingend“. Damit stellt er sich gegen Marktteilnehmer, die allein aufgrund der massiven Liquidität eine deutliche Unterbewertung wittern. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 10,47 Milliarden US-Dollar macht der Cash-Bestand fast 90 Prozent des gesamten Börsenwertes aus. Einige Analysten schätzen die Aktie daher als bis zu 89 Prozent unterbewertet ein.

Operativ lieferte GameStop zuletzt zwar solide Zahlen: Im ersten Quartal 2025 stand ein bereinigter Gewinn je Aktie von 0,17 US-Dollar zu Buche, was die Markterwartungen übertraf. Der Nettogewinn belief sich auf 44,8 Millionen US-Dollar. Dennoch scheint das Kerngeschäft Skeptiker wie Eisman nicht ausreichend zu überzeugen, um die aktuelle Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 30 zu rechtfertigen.

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Relative Stärke im schwachen Markt

Am gestrigen Sonntag notierte das Papier bei 23,36 US-Dollar, was einem Tagesplus von 2,64 Prozent entspricht. Über die letzten 90 Tage betrachtet steht ein Zuwachs von knapp 13 Prozent. Damit entwickelte sich die Aktie deutlich besser als der breite Markt – der S&P 500 verlor allein im März fünf Prozent an Wert.

Allerdings blieb das Handelsvolumen mit 3,85 Millionen Stücken zuletzt deutlich hinter dem historischen Durchschnitt von über sechs Millionen zurück. Die Aktie bewegt sich damit weiterhin in ihrer 52-Wochen-Spanne zwischen rund 20 und 36 US-Dollar.

Die zentrale Herausforderung bleibt die Verwendung der Milliarden-Reserven. Während Optimisten auf das finanzielle Fundament verweisen, mahnen Kritiker wie Eisman, dass hohe Barbestände allein kein nachhaltiges Wachstum generieren. Das Management muss nun beweisen, dass es die Liquidität in einem volatilen Marktumfeld wertsteigernd einsetzen kann.

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