Gallup-Studie, KI-Nutzung

Gallup-Studie: KI-Nutzung im Job wird intensiver – aber nicht breiter

25.01.2026 - 17:53:12

Die Nutzung von KI am Arbeitsplatz wird intensiver, doch fast die Hälfte der US-Beschäftigten nutzt sie gar nicht. Eine neue Studie zeigt ein deutliches Gefälle zwischen Branchen und Führungsebenen.

KI wird für einen wachsenden Kern von Beschäftigten zum täglichen Werkzeug, während fast die Hälfte der US-Arbeitnehmer sie gar nicht nutzt. Das zeigt eine neue Gallup-Erhebung, die eine vertiefte, aber ungleiche Integration der Technologie offenbart.

Die Nutzung künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz tritt in eine neue Phase ein. Zwar stagniert die Gesamtzahl der Anwender, doch wer KI bereits nutzt, tut dies immer häufiger. Im vierten Quartal 2025 stieg der Anteil der täglichen Nutzer unter US-Beschäftigten auf 12 Prozent, wie aus den heute veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Anteil derjenigen, die KI mindestens mehrmals wöchentlich verwenden, kletterte auf 26 Prozent.

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Die große Kluft: Wissensarbeiter gegen Frontline-Branchen

Doch hinter diesem Trend verbirgt sich eine tiefe Spaltung. Während die Technologiebranche mit einer Nutzungsquote von 77 Prozent klar führt, hinken Branchen mit vielen Frontline-Arbeitern deutlich hinterher. Im Einzelhandel nutzen nur 33 Prozent der Beschäftigten KI – ohne jegliches Wachstum im letzten Quartal.

„Die aktuelle Welle von KI-Produktivitätssoftware trifft primär bürobasierte Rollen“, so die Schlussfolgerung der Studienautoren. In der Finanzbranche (64 Prozent Nutzung) und bei professionellen Dienstleistern (62 Prozent) ist KI bereits etabliert. In Fertigung (43 Prozent) und Gesundheitswesen (41 Prozent) hingegen bleibt die Integration verhalten.

Führungskräfte sind die treibende Kraft

Innerhalb der Unternehmen zeigt sich ein klares Gefälle: Führungskräfte sind mit Abstand die intensivsten Nutzer. 69 Prozent von ihnen setzen KI mindestens mehrmals im Jahr ein, 44 Prozent sogar häufig. Bei den individuellen Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung sind es nur 40 Prozent beziehungsweise 23 Prozent.

Diese Diskrepanz könnte die Natur von Führungsaufgaben widerspiegeln – strategische Aufgaben wie Informationssynthese oder Ideenfindung sind prädestiniert für heutige KI-Tools. Es deutet aber auch auf ein top-down-Muster hin: Senior-Mitarbeiter experimentieren und treiben die Einführung voran.

Strategie-Lücke trotz steigender Nutzung

Trotz der gestiegenen individuellen Nutzung herrscht bei vielen Beschäftigten Unklarheit über die offizielle KI-Strategie ihres Arbeitgebers. 41 Prozent geben an, ihr Unternehmen habe KI nicht zur Produktivitätssteigerung integriert. Das weist auf eine Kommunikationslücke und eine bottom-up-Einführung hin, die zu fragmentierten Ansätzen führen kann.

Die Daten deuten auf eine Reifung der KI-Landschaft hin. Die Phase der explosiven, breiten Erstnutzung könnte vorbei sein. Stattdessen vertieft sich die Integration bei einem spezifischen Segment – während KI für 49 Prozent der US-Arbeiter eine ferne Technologie bleibt. Für die Zukunft zeichnet sich eine wachsende Skills-Kluft ab. Die Herausforderung für Unternehmen wird sein, von individuellen Inseln zu kohärenten, unternehmensweiten Strategien mit klarer Anleitung und Training überzugehen.

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