Gallbladder, Punkt“

Gallbladder 37: Der „helle Punkt“ im Kampf gegen Ischias-Schmerzen

24.01.2026 - 11:31:12

Klinische und ökonomische Studien zeigen, dass Akupunktur mit dem spezifischen Punkt GB37 chronische Ischiasschmerzen effektiv lindert und dabei Gesundheitskosten spart.

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) rückt mit einem speziellen Akupunkturpunkt in den Fokus der Schmerztherapie. Hintergrund sind neue klinische und wirtschaftliche Daten, die eine Kostenersparnis für Gesundheitssysteme belegen.

Während die medizinische Welt den gestrigen Internationalen Tag der Integrativen Gesundheit begeht, richtet sich der Blick auf konkrete Therapien gegen chronische Schmerzen. Der Akupunkturpunkt Gallbladder 37 (GB37), in der TCM als Guangming („Helles Licht“) bekannt, steht im Zentrum der Behandlung von Ischias-Beschwerden. Diese Aufmerksamkeit folgt auf eine Reihe bedeutender Forschungsergebnisse aus dem Frühjahr 2026, darunter eine wirtschaftliche Bewertung, die nicht nur klinische Wirksamkeit, sondern auch Kosteneinsparungen belegt.

Wirtschaftlich und wirksam: Neue Daten überzeugen

Die Diskussion um Akupunktur bei Ischias hat sich zu Jahresbeginn grundlegend gewandelt. Am 12. Januar veröffentlichten Forscher der BackInAction-Studie eine wegweisende Wirtschaftlichkeitsanalyse. Die Auswertung von Daten über 600 Patienten ergab: Ein verstärkter Akupunktur-Kurs für ältere Erwachsene mit chronischen Kreuzschmerzen – einer häufigen Begleiterkrankung von Ischias – senkte die jährlichen Gesundheitskosten. Im Schnitt wurden pro Teilnehmer rund 491 Euro im Vergleich zur Standardbehandlung gespart, vor allem durch geringere Inanspruchnahme anderer medizinischer Leistungen.

Diese ökonomische Bestätigung wird durch klinische Daten untermauert. Eine einflussreiche Studie von Dr. Cun-Zhi Liu, veröffentlicht im Fachblatt JAMA Internal Medicine, zeigte bereits: Akupunktur führt bei Patienten mit chronischem Ischias durch Bandscheibenvorfälle zu einer signifikanten Schmerzreduktion und verbessert die Funktion. Die Vorteile hielten bis zu 52 Wochen an – länger als bei vielen konventionellen Medikamenten. Experten sehen darin eine Grundlage, Akupunktur als potenzielle Erstbehandlung zu etablieren und die historische Dominanz von Opioiden und invasiven Eingriffen herauszufordern.

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GB37 „Guangming“: Warum dieser Punkt bei Nervenschmerzen hilft

Während allgemeine Akupunkturprotokolle an Akzeptanz gewinnen, heben Praktiker den spezifischen Nutzen von Gallbladder 37 (GB37) für Ischiasschmerzen hervor. Der Punkt liegt am seitlichen Unterschenkel. In der TCM-Theorie gilt GB37 als Luo-Verbindungspunkt des Gallenblasen-Meridians. Diese Klassifizierung ist entscheidend: Als Luo-Punkt verbindet er den Gallenblasen- mit dem Leber-Meridian. Da die Leber in der TCM für die Gesundheit von Sehnen und Bändern verantwortlich ist, kann über diese Verbindung Schmerz, Schwäche und Atrophie in den unteren Extremitäten behandelt werden – Symptome, die perfekt zum Bild eines schweren Ischiasleidens passen.

Klinische Manuale betonen, dass GB37 besonders bei Schmerzen wirksam ist, die seitlich am Bein entlang ausstrahlen – genau dem Verlauf des Gallenblasen-Meridians folgend. Dieser Pfad entspricht den dermatomalen Mustern, die oft von L5-S1-Bandscheibenvorfällen betroffen sind. Der Name „Helles Licht“ bezieht sich traditionell auf die Fähigkeit, die Sehkraft zu klären. Moderne Praktiker deuten ihn aber auch metaphorisch: Er soll die Blockade im Meridian „aufklären“, die den stechenden, elektrisierenden Ischiasschmerz verursacht.

Brücke zur Moderne: Bioelektrische Ansätze

Die Relevanz von GB37 wird durch aktuelle Trends in der bioelektrischen Medizin gestützt. Das US-amerikanische Unternehmen Electro Zen Acupuncture stellte diese Woche seinen „bioelektrischen Heilungsansatz“ vor. Diese Methode betrachtet traditionelle Akupunktur-Leitbahnen als „elektrische Verdrahtung“ des Körpers. Chronische Zustände wie Ischias manifestieren sich demnach als verminderte Zellspannung oder „Elektronenlecks“.

In diesem modernen Rahmen werden Punkte wie GB37 nicht nur als energetische Zugänge, sondern als strategische Knoten für elektrische Stimulation gesehen. Bei der Elektroakupunktur wird ein milder Strom an Nadeln angelegt, die bei GB37 und verwandten Punkten gesetzt sind. Diese Technik zielt darauf ab, den bioelektrischen Fluss entlang des Ischiasnervs wiederherzustellen. Der Ansatz bietet eine Brücke zwischen dem alten Verständnis von Qi-Stagnation und dem modernen physiologischen Verständnis der Nervensignalübertragung.

Für Patienten: Was eine Behandlung bedeutet

Für Patienten ist die Behandlung mit GB37 typischerweise Teil einer umfassenderen Strategie. Lizensierte Akupunkteure kombinieren GB37 oft mit lokalen Punkten in der Gesäßregion und distaleren Punkten am Fuß. Die Behandlung löst üblicherweise ein Deqi-Gefühl aus – Schwere, Dehnung oder ein leichter Schmerz – das die Aktivierung des Punkts anzeigt.

Die aktuellen BackInAction-Daten legen nahe, dass ein strukturierter Behandlungszyklus über oftmals 12 Wochen die nachhaltigsten Ergebnisse bringt. Dies steht im Kontrast zur oft gesuchten „Quick-Fix“-Mentalität in der Schmerztherapie und betont stattdessen eine schrittweise Wiederherstellung der Funktion. Die Sicherheit der Akupunktur bleibt ein starkes Argument: Unerwünschte Ereignisse sind selten und meist mild, besonders im Vergleich zu den Risiken langfristiger Einnahme von Schmerzmitteln oder Wirbelsäulenoperationen.

Wird Akupunktur zum Standard?

Das Jahr 2026 könnte eine Ausweitung der Rolle von Akupunkturpunkten wie GB37 in der Schulmedizin bringen. Die wirtschaftlichen Daten der RAND Corporation liefern ein überzeugendes Argument für Krankenversicherungen, die Erstattung von Akupunktur bei Ischiasschmerzen auszuweiten. Da Gesundheitssysteme weltweit Kosten senken und die Opioid-Krise bekämpfen wollen, sind nicht-pharmakologische Interventionen mit anhaltender Wirkung immer wertvoller.

Branchenbeobachter prognostizieren, dass noch in diesem Jahr aktualisierte klinische Leitlinien Akupunktur nicht mehr nur als „alternative“ Option, sondern als standardmäßige Begleittherapie für lumbale Radikulopathie empfehlen könnten. Bis dahin bleibt GB37 ein unverzichtbares Werkzeug in der Hand des Akupunkteurs – ein „helles Licht“ für diejenigen, die sich im Dunkel chronischer Nervenschmerzen bewegen.

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