Galaxy, S26

Galaxy S26 Ultra: Natives Linux-Terminal soll Entwickler-Lücke zu Google Pixel schließen

02.02.2026 - 23:22:11

Leaks zufolge integriert das kommende Samsung-Flaggschiff Googles Android Virtualization Framework und ermöglicht damit erstmals ein vollwertiges Linux-Terminal direkt auf dem Smartphone.

Samsungs kommendes Top-Smartphone könnte endlich die Entwicklungskraft von Google Pixels erreichen. Leaks zufolge unterstützt das Galaxy S26 Ultra das Android Virtualization Framework – und ermöglicht damit erstmals ein natives Linux-Terminal. Das wäre ein strategischer Schwenk für den südkoreanischen Hersteller.

Der Beweis liegt im Code

Entdeckt wurde die entscheidende Systemkennung android.software.virtualization_framework in vorab durchgesickerten Firmware-Logs. Diese Kennung ist der Schlüssel, um Googles Linux-Terminal-App zu aktivieren. Sie erlaubt eine vollständige, Debian-basierte Linux-Umgebung in einer geschützten virtuellen Maschine.

Bislang hatte Samsung die notwendigen Software-Frameworks in seinen Geräten deaktiviert – selbst in Modellen wie dem S25 Ultra, deren Hardware die Virtualisierung theoretisch unterstützt hätte. Die jetzt gefundenen Code-Spuren deuten auf eine bewusste Kurskorrektur hin. Entwickler könnten künftig Linux-Anwendungen direkt auf dem Smartphone ausführen, ohne Root-Zugriff oder umständliche Workarounds.

One UI 8.5 als technische Basis

Treiber der Veränderung ist die neue Software-Architektur. Die S26-Serie soll mit One UI 8.5 starten, das auf Android 16 QPR2 basiert. Genau in dieser Android-Version hat Google sein Linux-Terminal standardisiert.

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Indem Samsung seine Oberfläche nun an diese Codebasis anpasst, übernimmt der Konzern offenbar die nativen Virtualisierungs-Fähigkeiten – statt sie wie früher zu entfernen. So könnte das S26 Ultra die pKVM-Technologie (Protected Kernel-based Virtual Machine) nutzen. Sie gewährleistet, dass die Linux-Umgebung sicher neben dem Hauptbetriebssystem läuft, ohne die Gerätesicherheit zu gefährden.

Vom Smartphone zur Entwicklungsworkstation

Für die technikaffine Zielgruppe der Ultra-Serie ist das mehr als ein Spielerei. Bislang mussten Entwickler auf Drittlösungen wie Termux oder Cloud-Dienste zurückgreifen, um unterwegs zu programmieren.

Mit einem nativen Linux-Terminal verwandelt sich das S26 Ultra in eine tragbare Entwicklungsstation. Nutzer könnten Kommandozeilen-Tools ausführen, Code kompilieren, Git für Versionskontrolle nutzen oder Skripte direkt auf dem Telefon starten. Kombiniert mit Samsungs DeX-Desktop-Modus ergäbe sich so ein überzeugendes Paket für Software-Ingenieure und Systemadministratoren, die ihr Smartphone als Laptop-Ersatz nutzen wollen.

Strategische Neuausrichtung nach gescheitertem Vorgänger

Der Schritt erinnert an Samsungs „Linux on DeX“-Projekt, eine beliebte Beta-Initiative, die Ende 2019 eingestellt wurde. Damals konnten Nutzer einen vollständigen Ubuntu-Desktop in einem Container ausführen. Die Wartung erwies sich jedoch als zu aufwändig.

Die neue Implementierung ist grundlegend anders. Statt einer proprietären Samsung-Lösung setzt das S26 Ultra offenbar auf Googles standardisiertes Android Virtualization Framework. Die Wartungslast liegt damit nicht mehr beim Hersteller allein, sondern verteilt sich auf das gesamte Android-Ökosystem – was die Langzeitunterstützung wahrscheinlicher macht.

Gleichzeitig schließt Samsung eine Wettbewerbslücke. Google Pixel-Geräte bieten seit fast einem Jahr überlegene Virtualisierungs-Unterstützung, was ihnen in Entwicklerkreisen einen Vorteil verschaffte. Durch die Übernahme von AVF neutralisiert Samsung diesen Vorsprung und stellt sicher, dass seine Premium-Hardware nicht durch Software-Beschränkungen ausgebremst wird.

Offizielle Vorstellung steht bevor

Die Galaxy S26-Serie wird voraussichtlich Ende Februar 2026 auf einer „Galaxy Unpacked“-Veranstaltung vorgestellt. Ob die Virtualisierungs-Funktion dann tatsächlich für alle Nutzer zugänglich sein wird, ist noch ungewiss. Samsung könnte sie hinter einer Option in den „Entwicklereinstellungen“ verstecken oder auf bestimmte Enterprise-Modelle beschränken.

Angesichts der zunehmenden Verschmelzung von Mobil- und Desktop-Computing erscheint die Freischaltung jedoch logisch. Sie würde die enorme RAM-Ausstattung und Rechenleistung des Ultra-Modells sinnvoll nutzen. Gelänge die Umsetzung, könnte das S26 Ultra zum vielseitigsten Android-Gerät auf dem Markt werden – und die Lücke zwischen Smartphone und mobiler Linux-Workstation endgültig schließen.

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