Galaxy S21: Support-Ende wird zum Sicherheitsrisiko für Unternehmen
08.02.2026 - 18:45:12Seit Februar 2026 erhalten Samsungs Flaggschiffe keine Sicherheitsupdates mehr. Für Firmen wird die Weiternutzung zum Compliance-Desaster.
Das offizielle Support-Ende für die Galaxy S21-Serie stellt tausende deutsche Unternehmen vor ein massives Problem. Ohne Sicherheitspatches werden die einstigen Top-Smartphones zum Einfallstor für Cyberangriffe und verstoßen gegen die DSGVO. IT-Abteilungen müssen nun flächendeckend austauschen – eine kostspielige und logistische Herausforderung.
Ein planmäßiges Aus mit gravierenden Folgen
Samsung hielt Wort: Exakt fünf Jahre nach Markteinführung stoppte der Konzern im Januar 2026 die Sicherheitsupdates für das Galaxy S21, S21+ und S21 Ultra. Die Geräte laufen zwar weiter, ihr Betriebssystem ist jedoch „eingefroren“. Jede neu entdeckte Schwachstelle bleibt damit permanent offen.
IT-Experten schlagen Alarm. „Ungepatchte Systeme sind prädestiniert für Zero-Day-Angriffe“, warnt ein Sicherheitsspezialist. Das Risiko für Datenabflüsse oder Schadsoftware-Befall steigt massiv. Kritisch wird es bei sensiblen Apps: Banking-Anwendungen oder sichere Messenger könnten den Dienst verweigern, weil die Geräte nicht mehr den Sicherheitsstandards genügen.
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DSGVO-Bußgelder drohen: Veraltete Hardware ist untragbar
Für Unternehmen ist das kein technisches Ärgernis, sondern ein handfester Compliance-Verstoß. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet zur Gewährleistung der Datensicherheit. Der Einsatz ungepatchter Smartphones widerspricht dieser Sorgfaltspflicht klar.
Die Konsequenzen können existenzbedrohend sein. Im Falle eines Datenlecks drohen Bußgelder von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Zudem müssen Verstöße binnen 72 Stunden gemeldet werden. „Wer End-of-Life-Geräte weiter nutzt, kann sichere Datenverarbeitung nicht mehr garantieren“, so ein Rechtsberater. Auch Mobile-Device-Management-Systeme sind machtlos gegen ein fundamental unsicheres Betriebssystem.
Die einzige Lösung: Flottenaustausch unter Druck
Die logische Konsequenz ist ein sofortiger, flächendeckender Austausch. Diese Migration stellt Firmen vor enorme Aufgaben: Beschaffung und Konfiguration tausender Neugeräte, sichere Datenmigration und zertifizierte Löschung der Altgeräte.
Die durchschnittliche Nutzungsdauer in Unternehmen liegt bei zwei bis drei Jahren. Das planmäßige Support-Ende erzwingt nun eine harte Deadline und belastet IT-Budgets. Ein geordneter Rollout ist essenziell, um den Geschäftsbetrieb nicht zu stören. Dieser Vorfall zeigt: Der gesamte Lebenszyklus von IT-Assets – vom Kauf bis zum Support-Ende – muss strategisch gemanagt werden.
Strategische Lehren: Update-Garantien werden zum Kaufkriterium
Der Fall S21 offenbart eine grundsätzliche Diskrepanz: Die Hardware ist oft noch leistungsfähig, doch das Ende des Software-Supports macht sie unbrauchbar. Unternehmen müssen ihre Beschaffungsstrategien überdenken.
Längere Update-Versprechen rücken in den Fokus. Google und Samsung bieten für neuere Modelle bereits bis zu sieben Jahre Support. Der Total Cost of Ownership (TCO) wird heute maßgeblich von dieser Garantiedauer bestimmt. Ein günstigeres Gerät mit kürzerem Support kann langfristig teurer werden, wenn es einen vorzeitigen Austausch erzwingt.
Ausblick: Proaktives Lifecycle-Management ist Pflicht
Die Zwangsaktion um das S21 muss eine Lehre sein. Eine proaktive IT-Asset-Management-Strategie ist unerlässlich. Dazu gehört die lückenlose Überwachung aller Support-Zyklen.
Attraktiver werden nun Device-as-a-Service (DaaS)-Modelle. Hier mieten Unternehmen die Geräte, der Anbieter übernimmt Verwaltung, Austausch und Entsorgung. Das erhöht die Planbarkeit und stellt sicher, dass Mitarbeiter stets mit sicherer Technologie arbeiten. Im mobilen Zeitalter ist IT-Sicherheit keine Frage der Hardware, sondern der vorausschauenden Strategie.
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