G-BA erkennt für Alzheimer-Medikament Lecanemab keinen Zusatznutzen an
19.02.2026 - 21:24:11
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) stellt einen Dämpfer für Alzheimer-Patienten in Aussicht. Das Gremium erkennt für das Hoffnungsmittel Lecanemab keinen Zusatznutzen an. Damit wird der Zugang zu dem Medikament für gesetzlich Versicherte deutlich erschwert und teuer.
Ein schwerer Schlag für neue Therapieklasse
Der G-BA begründet seine heutige Entscheidung mit unzureichenden Studiendaten. Der Hersteller habe keinen überlegenen Effekt im Vergleich zum Therapiestandard nachweisen können. Diese Bewertung ist entscheidend für die anschließenden Preisverhandlungen mit den Krankenkassen.
Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) kritisieren den Schritt. Sie fürchten, dass solche Entscheidungen den Forschungsfortschritt hemmen und die Sammlung wichtiger Praxisdaten behindern.
Prävention rückt stärker in den Fokus
Angesichts der Hürden für neue Medikamente gewinnen präventive Ansätze weiter an Bedeutung. Eine aktuelle US-Studie im Fachjournal JAMA liefert einen alltagstauglichen Hinweis: Moderater Konsum von koffeinhaltigem Kaffee oder Tee könnte das Demenzrisiko um bis zu 18 Prozent senken.
Entkoffeinierte Varianten zeigten diesen Effekt nicht. Das deutet auf eine neuroprotektive Rolle des Koffeins selbst hin, möglicherweise durch die Reduzierung von Entzündungen im Gehirn. Experten betonen aber: Solche Faktoren wirken nur im Rahmen eines insgesamt gesunden Lebensstils.
Geistige Aktivität als wirksamer Schutz
Eine weitere Studie in Neurology unterstreicht die Kraft des lebenslangen Lernens. Intellektuell anregende Aktivitäten – besonders das Erlernen einer neuen Sprache – senken das Demenzrisiko erheblich.
Ergänzend bestätigen Daten der Langzeitstudie ACTIVE: Ein spezielles Training der Informationsverarbeitungs-Geschwindigkeit kann das Risiko sogar noch nach 20 Jahren reduzieren. Dieses adaptive Training passt sich der individuellen Leistung an und könnte so besonders wirksam sein.
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Veränderbare Risiken im Blick behalten
Die Debatte um Lecanemab findet vor einem größeren Hintergrund statt. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) lassen sich etwa 36 Prozent aller Demenzerkrankungen auf veränderbare Risikofaktoren zurückführen.
Dazu zählen Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Schwerhörigkeit und ein niedriges Bildungsniveau. In einer alternden Gesellschaft gewinnt die Prävention damit eine strategische Bedeutung für das gesamte Gesundheitssystem.
Was kommt nach der G-BA-Entscheidung?
Für Lecanemab besteht die Möglichkeit einer Neubewertung, falls der Hersteller neue Daten vorlegt. Zudem steht mit Donanemab ein weiterer Wirkstoff derselben Klasse im Bewertungsverfahren; die Anhörung ist für März geplant.
Die Zukunft im Kampf gegen den kognitiven Verfall wird voraussichtlich auf zwei Säulen ruhen: der weiteren Suche nach wirksamen Medikamenten und einem massiven Ausbau der Prävention. Die aktuellen Forschungsergebnisse zeigen klar: Die Stärkung der eigenen kognitiven Reserve ist für viele die wirksamste verfügbare Methode.
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