Funkwerk, Aktie

Funkwerk Aktie: Betriebsergebnis verdoppelt sich auf 20,7 Mio.

17.05.2026 - 05:33:24 | boerse-global.de

Funkwerk profitiert vom 5G-Zugfunk-Wechsel mit Umsatzplus von 20% und verdoppeltem Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten 2025.

Funkwerk Aktie: Betriebsergebnis verdoppelt sich auf 20,7 Mio. - Foto: über boerse-global.de
Funkwerk Aktie: Betriebsergebnis verdoppelt sich auf 20,7 Mio. - Foto: über boerse-global.de

Europas führender Hersteller von Zugfunksystemen steht vor einem strukturellen Auftragsrückenwind — und die Zahlen zeigen, dass Funkwerk bereits in der Spur ist. Der Übergang vom veralteten GSM-R-Standard zum 5G-basierten FRMCS-System zieht sich als roter Faden durch die gesamte Unternehmensstrategie.

Starkes Vorjahr als Rückenwind

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 kletterte der Umsatz um knapp 20 Prozent auf 147 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich dabei nahezu — von 10,1 auf 20,7 Mio. Euro. Neben besserer Kapazitätsauslastung half der Wegfall von Einmalkosten aus dem Vorjahr.

Auf dieser Basis hob der Vorstand seine Jahresprognose an. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet er einen Konzernumsatz zwischen 200 und 210 Mio. Euro sowie ein Betriebsergebnis zwischen 25 und 28 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag per Ende September 2025 bei 59,7 Prozent, die liquiden Mittel bei 43,9 Mio. Euro — trotz einer im Juli ausgezahlten Dividende von 6 Mio. Euro.

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FRMCS: Marktführer mit Produktpalette

Funkwerk ist mit seinen MESA®-Zugfunksystemen europäischer Marktführer — eine Position, die beim Technologiewechsel zu 5G besonders wertvoll ist. Das Unternehmen hat bereits Plug-in-Module zur 5G-Nachrüstung bestehender Systeme sowie eigenständige 5G-Modems und Gateways entwickelt.

Der Auftragsbestand stieg per Ende September 2025 auf 279,2 Mio. Euro, nach 256,4 Mio. Euro zwölf Monate zuvor. Das ist eine substanzielle Grundlage für 2026. Ob sich der technologische Vorsprung in konkrete FRMCS-Großaufträge ummünzt, bleibt die entscheidende offene Variable für das laufende Jahr.

Sicherheitstechnik als Wachstumshebel

Neben dem Zugfunk baut Funkwerk das Geschäft mit Sicherheitslösungen aus — etwa in der Verkehrsüberwachung und anderen kritischen Infrastrukturen. Wachstum soll künftig auch über Zukäufe kommen.

Das dürfte spannend werden: Auf der Habenseite stehen solide Margen, ein gefüllter Auftragsbestand und eine technologisch günstige Ausgangslage. Auf der anderen Seite notiert die Aktie weiterhin im Freiverkehr, der geringe Streubesitz begrenzt die Handelsliquidität, und ein Quartalsbericht für Q1 2026 steht noch aus. Erste Signale zu FRMCS-Auftragsvolumina dürften die nächste wesentliche Kursbewegung bestimmen.

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