Fujitsu und Anthropic setzen neue Maßstäbe für KI-gesteuerte Softwareentwicklung
18.02.2026 - 01:51:12 | boerse-global.deKI-Systeme übernehmen zunehmend die komplette Softwareentwicklung – von der Planung bis zum Test. Diese Woche kündigten Fujitsu und das KI-Unternehmen Anthropic in Zusammenarbeit mit Infosys wegweisende Plattformen an, die Entwicklerrollen grundlegend verändern. Die Branche steht vor einem Produktivitätsschub, der gleichzeitig massive Anpassungen erfordert.
Vom Assistenten zum Architekten: KI übernimmt das Steuer
Bislang unterstützte KI Entwickler als Werkzeug. Jetzt übernimmt sie die Führung. Fujitsu stellte am 17. Februar eine Plattform vor, die mit mehreren KI-Agenten den gesamten Entwicklungsprozess automatisiert. Ein Beweisstück: Eine Aufgabe, die manuell drei Personenmonate gedauert hätte, wurde in nur vier Stunden erledigt. Das entspricht einer 100-fachen Produktivitätssteigerung.
Fujitsu will die Technologie zunächst für eigene Regierungs- und Medizinsoftware in Japan nutzen. Noch in diesem Geschäftsjahr soll die Anwendung auf Finanzen und Industrie ausgeweitet werden. Parallel integriert Infosys die KI-Modelle von Anthropic in seine Topaz-Plattform, um Unternehmen bei der beschleunigten Entwicklung zu unterstützen – besonders in regulierten Branchen wie Telekommunikation und Finanzdienstleistungen.
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Der Entwickler wird zum Kurator und Validierer
Die zentrale Frage lautet: Verdrängt die KI Arbeitsplätze oder erweitert sie Fähigkeiten? Die vorherrschende Einschätzung, zuletzt auch von US-Notenbank-Vertretern geäußert, sieht ein komplexes Szenario. Einige Rollen werden überflüssig, andere entstehen neu. Die größte Herausforderung ist nicht der Jobverlust, sondern die rasante Qualifizierungslücke.
Die Rolle des Softwareingenieurs verschiebt sich vom Code-Ersteller zum KI-Kurator. Statt jede Zeile selbst zu tippen, überprüfen, integrieren und steuern Entwickler nun die Ausgabe von KI-Agenten. Das verlangt mehr strategische Problemlösung, Systemdesign und die Fähigkeit, KI-Ergebnisse zu validieren. Die Arbeit wird nicht weniger, sondern anders.
Der Wettlauf um KI-Kompetenzen hat begonnen
Während routinemäßiges Kodieren automatisiert wird, explodiert die Nachfrage nach hochspezialisierten KI-Fähigkeiten. Bewerber mit entsprechendem Know-how können erhebliche Gehaltsaufschläge verlangen. Bis 2027, so einige Analysen, wird der Großteil der Entwickler umgeschult werden müssen, um mit generativer KI effektiv zu arbeiten. Eine neue, begehrte Berufsgruppe entsteht: der KI-Ingenieur.
Unternehmen und Bildungseinrichtungen stehen unter enormem Druck, ihre Belegschaften fit für die neue Realität zu machen. Im Fokus stehen nicht mehr klassische Programmierkenntnisse, sondern Kompetenzen in KI-Governance, Prompt-Engineering und der Anwendung von KI-Werkzeugen für konkrete Geschäftsprobleme.
Was bedeutet das für die Branche?
Die Ankündigungen markieren einen Wendepunkt. Die Erzählung von Chancen und Verunsicherung wird wohl noch lange nebeneinander bestehen. Die KI kann die Modernisierung komplexer Alt-Systeme beschleunigen und Innovationen vorantreiben. Gleichzeitig setzen Unternehmen, wie ein ehemaliger HCL-CEO diese Woche betonte, KI primär aus Effizienzgründen ein – nicht um Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Folge ist eine umstrukturierte Arbeitswelt. Der Wert liegt künftig weniger im manuellen Coden, sondern mehr in den spezifisch menschlichen Fähigkeiten: Kreativität, kritisches Denken und das Design komplexer Systeme. Die Expertise des Menschen bleibt der Kern der technologischen Revolution – auch wenn die KI immer mehr Details übernimmt.
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