Murata, JP3932000007

Für Entwickler gedacht, für Dauerbetrieb gemacht: Muratas LQH44PH Power-Induktivität im Detail

16.06.2026 - 13:15:57 | ad-hoc-news.de

Murata zielt mit der SMD-Induktivität LQH44PH auf leistungsdichte DC-DC-Wandler in Industrie, Automotive und Telekom. Was das Bauteil auszeichnet, wo es punktet und welche Kennzahlen Entwickler kennen sollten – ein Überblick mit Fakten und Markt-Einordnung.

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Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Neuheiten & Launch. Vor der Veröffentlichung am 16.06.2026, 13:12 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Murata bleibt seinem Ruf als Bauteilspezialist für kompakte Hochleistungsanwendungen treu: Mit der SMD-Induktivitätsreihe LQH44PH adressiert das Unternehmen DC-DC-Wandler in Industrieelektronik, Telekommunikations-Infrastruktur und Automotive-Steuergeräten, die hohe Ströme auf engem Raum verarbeiten müssen. Die Baureihe im 4,5-mm-SMD-Gehäuse kombiniert vergleichsweise hohe Sättigungsströme mit geringen Gleichstromverlusten und ist damit auf dauerhaft hohe Lastzyklen ausgelegt. Laut der offiziellen Produktdokumentation bietet Murata die LQH44PH-Familie in Induktivitätswerten von typischerweise 1 µH bis in den zweistelligen µH-Bereich an, jeweils mit eng spezifizierten Toleranzen und klar ausgewiesenen Derating-Kurven für Temperatur und Strom, was Entwicklern die Auslegung erleichtert. Die Murata-Produktseite führt detaillierte elektrische Kennwerte und Einsatzempfehlungen auf.

Was hinter der LQH44PH-Induktivität steckt

Die LQH44PH-Serie gehört zu Muratas abgeschirmten Leistungsinduktivitäten und ist für Schaltfrequenzen moderner DC-DC-Wandler im niedrigeren einstelligen bis mittleren zweistelligen MHz-Bereich ausgelegt. Das Gehäuse mit rund 4,5 mm Kantenlänge (Serie 1812 bzw. 4,5 x 4,0 mm je nach Subvariante) nutzt einen ferritbasierten Kern, der den magnetischen Fluss bündelt und gleichzeitig Streufelder reduziert, was die Einhaltung von EMV-Grenzwerten im Endgerät unterstützt. Der Hersteller gibt je nach Modell Nennströme im Bereich mehrerer Ampere an, bei Sättigungsströmen, die darüber hinausgehen können, solange der zulässige Temperaturanstieg nicht überschritten wird. Für Ingenieure ist das Zusammenspiel dieser Parameter zentral, weil es direkt bestimmt, wie viel Ausgangsleistung ein Schaltregler bei gegebenem Platzbedarf zuverlässig liefern kann.

Technisch positioniert Murata die LQH44PH-Reihe als Baustein für DC-DC-Wandlerstufen in Industrie-Controllern, Netzwerk-Switches, Basisstationen oder Fahrzeugsteuergeräten, in denen hohe Dauerströme mit möglichst geringen Verlusten umgesetzt werden müssen. In Datenblättern wird hervorgehoben, dass die Induktivitäten für Betriebstemperaturen bis typischerweise 125 °C (inklusive Eigenerwärmung) ausgelegt sind, was die Nutzung in der Nähe von Leistungshalbleitern und in thermisch anspruchsvollen Umgebungen wie Motorraum oder kompakten Racks erlaubt. Gleichzeitig liegt der typische Gleichstromwiderstand je nach Induktivitätswert im zweistelligen Milliohm-Bereich, wodurch Kupferverluste begrenzt werden und der Wirkungsgrad der gesamten Stromversorgung steigt.

In der Praxis bedeutet das: Entwickler können mit der LQH44PH-Serie Step-Down-Wandler (Buck) oder andere Topologien für Versorgungsschienen im Bereich weniger Volt realisieren, die mehrere Ampere pro Phase liefern. Gerade bei FPGA- oder SoC-Versorgungen in Telekom- oder Industrieanlagen sind solche Bauteile entscheidend, um hohe Spitzenströme bei Lastsprüngen zu tolerieren, ohne dass die Ausgangsspannung aus dem Fenster läuft. Murata legt in den technischen Unterlagen daher Wert auf Kennlinien wie Induktivität über Strom und Temperatur, Sättigungsverhalten sowie die Impedanz in Abhängigkeit von der Frequenz, damit Designer im Simulationstool verlässliche Modelle nutzen können.

Ein weiteres Merkmal der LQH44PH-Familie ist die abgeschirmte Bauweise, bei der der magnetische Pfad weitgehend geschlossen ist und Störaussendungen reduziert werden. Das hilft insbesondere in dicht gepackten Layouts, in denen mehrere Schaltregler-Stufen nebeneinander arbeiten und gegenseitige Beeinflussungen vermieden werden müssen. Die Induktivitäten sind für die automatische Bestückung optimiert, kommen im Tape-and-Reel-Gurt für SMD-Linien und sind mit gängigen Reflow-Lötprofilen kompatibel, was den Einsatz in Großserienfertigungen erleichtert. Für Automotive-nahe Anwendungen ist je nach Variantenbezeichnung die Einstufung nach AEC-Q200 relevant, die ein standardisiertes Qualifikationsregime für passive Bauelemente beschreibt; Murata kennzeichnet diese Eignung explizit in den Typenlisten.

Auch regulatorische Anforderungen werden adressiert: Die Serie ist RoHS-konform, und die Materialdatenblätter weisen Blei- und Halogenfreiheit aus, was für OEMs und Zulieferer mit global verteilten Lieferketten inzwischen Standardanforderung ist. Gleichzeitig führt Murata für die LQH44PH-Baureihe Zuverlässigkeitsdaten aus beschleunigten Lebensdauertests auf, etwa Temperaturschock, Feuchte-Wärme-Belastung oder mechanische Schwingungen, die für den Einsatz in rauen Industrieumgebungen oder Fahrzeugen wesentlich sind. Damit zielt der Hersteller klar auf Kunden, die nicht nur Einzelprojekte, sondern Plattform-Designs mit langen Produktlebenszyklen planen.

Einsatzszenarien von Industrie bis Automotive

In typischen Anwendungen werden LQH44PH-Induktivitäten dort eingesetzt, wo Leiterplattenfläche knapp ist, aber die Stromdichte hoch. Industriekunden nutzen sie beispielsweise in speicherprogrammierbaren Steuerungen, Servoantriebsreglern oder Gate-Treiber-Versorgungen für IGBTs und MOSFETs. Telekommunikationsanbieter binden sie in Netzteile für Router, Switches und 5G-Basisstationen ein, in denen mehrere Spannungs-Schienen parallel erzeugt werden. In Automotive-Steuergeräten können die Induktivitäten etwa in der 12-V-zu-5-V- oder 12-V-zu-3,3-V-Wandlung zum Einsatz kommen, wo zugleich Vibrationsfestigkeit und Temperaturtoleranz gefordert sind. Distributoren führen die Reihe deshalb explizit in Kategorien wie „Power Inductors“ oder „Automotive Grade Inductors“ und heben die Kombination aus Baugröße und Strombelastbarkeit hervor. Ein großer Elektronikdistributor listet die LQH44PH-Typen mit Induktivitätswerten ab 1 µH und Sättigungsströmen von mehreren Ampere pro Bauteil, je nach Bestellnummer und Spulenkonstruktion. Distributoren wie Mouser ordnen die Serie klar im Bereich kompakter Leistungsinduktivitäten ein und zeigen verfügbare Varianten mit ihren Nennströmen.

Für Entwickler, die zwischen verschiedenen Induktivitätsserien abwägen, ist die LQH44PH typischerweise eine Option, wenn eine Balance aus Bauhöhe, Sättigungsstrom und Kosten gesucht wird. Flachere Bauteile aus anderen Reihen können Vorteile bei sehr niedrigen Bauhöhen bieten, erreichen aber nicht immer dieselben Stromwerte, während größere Induktivitäten mehr Reserven, aber höheren Platzbedarf mitbringen. Bei der LQH44PH-Reihe versucht Murata, diesen Zielkonflikt durch optimierte Spulengeometrie und Kernmaterial auszubalancieren, sodass die Bauteile sowohl in kompakten Industrie-PCBs als auch in Automotive-Steuergeräten untergebracht werden können. Für OEMs ist zudem wichtig, dass Murata vergleichbare Footprints in mehreren Serien anbietet, um spätere Upgrades oder Second-Source-Strategien innerhalb des eigenen Portfolios zu erleichtern, ohne das Layout vollständig neu zu zeichnen.

Designseitig sind beim Einsatz der LQH44PH-Induktivitäten die Layout-Regeln klassischer Schaltreglerdesigns entscheidend. kurze Stromschleifen, ausreichend breite Kupferbahnen und minimierte parasitäre Induktivitäten sind wichtig, um Überschwingen und EMV-Probleme zu vermeiden. Murata ergänzt die Datenblätter häufig um Hinweise zur Platzierung und Lötpad-Geometrie, damit thermische und elektrische Anforderungen gleichzeitig eingehalten werden. In vielen Referenzdesigns von Controller-Herstellern tauchen Murata-Bauteile auf, weil deren Kennwerte in Simulationsmodellen hinterlegt sind und Entwickler sich so schneller an bewährten Kombinationen aus Controller, MOSFET, Diode und Induktivität orientieren können.

Ein weiterer Aspekt ist die Lieferkette: Als globaler Zulieferer bedient Murata über Distributoren und Direktverträge insbesondere asiatische und europäische Industriekunden, aber auch US-Hersteller im Maschinenbau und in der Kommunikationstechnik. Damit positioniert sich das Unternehmen als strategischer Partner für Unternehmen, die ihre Stromversorgungsdesigns über mehrere Produktgenerationen hinweg konsistent halten wollen. Die LQH44PH-Serie fügt sich in ein breites Portfolio weiterer passiver Bauelemente wie Keramikkondensatoren, EMV-Filter und Sensoren ein, was die Stücklisten-Bündelung bei großen OEMs vereinfacht.

Vor diesem Hintergrund ist die LQH44PH-Induktivitätsreihe eher ein typischer Vertreter des „unsichtbaren Rückgrats“ der Elektronikindustrie: Sie läuft in hohen Stückzahlen, steckt in vielen Geräten, die Endnutzer nie öffnen, und muss schlicht funktionieren. Für Murata ist sie deshalb weniger ein Prestigeprodukt für Marketingkampagnen als ein Baustein, der im Alltag vieler Entwicklerentscheidungen präsent ist und verlässlich liefern soll. Aussagen aus Branchenkreisen zufolge setzen zahlreiche internationale Elektronikfertiger bei neuen Schaltnetzteil-Plattformen auf eine Kombination aus etablierten Controller-ICs und bekannten passiven Partnern, um das Risiko unangenehmer Überraschungen im Feld zu minimieren.

Murata selbst ordnet die LQH44PH-Serie in seine globalen Aktivitäten im Bereich passiver Bauelemente ein, die einen wesentlichen Teil des Konzernumsatzes ausmachen. Das Unternehmen ist an der Tokioter Börse notiert und berichtet regelmäßig über die Entwicklung der Nachfrage in Segmenten wie Automotive, Kommunikation und Industrie, in denen auch Leistungsinduktivitäten gefragt sind. In aktuellen Marktberichten zur Asien-Pazifik-Region werden Murata-Produkte regelmäßig als Beispiel für hochwertige passive Komponenten genannt. Die internationale Finanzpresse verweist in ihren Analysen darauf, dass Murata mit seinem breiten Portfolio an Kondensatoren, Induktivitäten und Modulen von Trends wie Elektrifizierung, 5G-Ausbau und wachsender Industrieautomatisierung profitiert. Ein Bericht von Nikkei über Murata hebt die Rolle passiver Bauteile für das Wachstum des Konzerns hervor.

Im Ergebnis fügt sich die LQH44PH-Serie nahtlos in Muratas Rolle als globaler Schlüsselzulieferer für passiv bestückte Stromversorgungen ein, auch wenn sie selbst kaum öffentliche Aufmerksamkeit erzeugt. Die Aktie von Murata Manufacturing Co Ltd (JP3932000007) notiert an der Tokioter Börse; aktuelle Kursinformationen liefern die dortigen Marktsegmente sowie internationale Finanzportale, die das Papier begleiten.

Technische Eckdaten der Murata LQH44PH-Serie

  • Produkt: LQH44PH Leistungsinduktivitätsreihe
  • Hersteller: Murata Manufacturing Co Ltd
  • Kategorie: Neuheit/Launch im Bereich Leistungsinduktivitäten
  • Markteinführung: Produktfamilie seit mehreren Jahren im Murata-Portfolio, laufend um neue Varianten ergänzt
  • UVP / Preis: Stückpreise je nach Induktivitätswert und Abnahmemenge, typischerweise im unteren einstelligen Euro-Cent-Bereich bei Großabnahme
  • Verfügbarkeit: Über internationale Distributoren und Direktvertrieb, Schwerpunkt Asien, Europa und Nordamerika
  • Zielgruppe: Entwickler und Einkäufer in Industrieelektronik, Telekommunikation und Automotive-Steuergeräten
  • Besonderheit / USP: Kombination aus kompakter 4,5-mm-SMD-Bauform, hohen Nenn- und Sättigungsströmen sowie abgeschirmter Konstruktion für EMV-kritische DC-DC-Wandler

Weitere Informationen zur Murata-Aktie

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