FTSE 350 Mining: Geopolitik belastet
06.04.2026 - 05:55:19 | boerse-global.deDie jüngsten Drohgebärden zwischen den USA und dem Iran hinterlassen Spuren im britischen Bergbausektor. Steigende Ölpreise und eine schwindende Risikofreude drückten den FTSE 350 Industrial Metals & Mining Index kurz vor dem Osterwochenende ins Minus.
Der Branchenindex schloss die letzte Handelswoche bei 8.933,77 Punkten ab, was einem Rückgang von 0,29 % entspricht. Hauptverantwortlich für die gedämpfte Stimmung war eine Ansprache von US-Präsident Donald Trump zum Konflikt mit dem Iran. Die daraus resultierende Unsicherheit ließ die Rohölpreise steigen – ein direkter Belastungsfaktor für die energieintensive Minenbranche, da höhere Energiekosten die Margen unter Druck setzen.
Währungseffekte und Rohstoffpreise
Zusätzlich erschwerte ein festeres Britisches Pfund gegenüber dem US-Dollar die Situation. Da die weltweit agierenden Bergbaukonzerne ihre Erlöse überwiegend in Dollar erzielen, belastet eine starke Heimatwährung die in Pfund umgerechneten Gewinne.
Am Markt für Industriemetalle zeigte sich zudem eine leichte Schwäche bei den Futures, was insbesondere die Schwergewichte der Branche belastete. Institutionelle Anleger nutzten die Sitzung vor dem langen Osterwochenende für Neupositionierungen und Absicherungsgeschäfte.
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Glencore als Fels in der Brandung
Innerhalb des Sektors zeigten sich deutliche Unterschiede in der Performance. Während reine Metallproduzenten litten, profitierte ein diversifizierter Riese von seiner breiten Aufstellung:
- Glencore (GLEN): +0,20 % auf 563,60 GBp (profitiert von der starken Energie-Sparte)
- Rio Tinto (RIO): -0,23 % auf 7.102,00 GBp (belastet durch schwächere Eisenerz-Preise)
- Antofagasta (ANTO): -0,72 % auf 3.457,00 GBp (Sorgen um die globale Industrienachfrage)
- Anglo American (AAL): -1,08 % auf 3.308,00 GBp (stärkste Verluste im Index)
Zwischen Rekordjagd und Überhitzung
Trotz des kleinen Rücksetzers bleibt das technische Bild des Sektors mittelfristig positiv. Der Index notiert weiterhin deutlich über seinen 50- und 200-Tage-Durchschnittslinien, was den bestehenden Aufwärtstrend bestätigt.
Allerdings mahnt der Relative-Stärke-Index (RSI) zur Vorsicht. Mit einem Wert von über 70 signalisiert er eine kurzfristige Überhitzung des Marktes. Eine Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau wird von Analysten daher als gesund eingestuft, bevor ein erneuter Anlauf auf das 52-Wochen-Hoch bei 9.496 Punkten erfolgen kann.
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