FTSE 350: Baubranche unter Druck
06.04.2026 - 06:11:36 | boerse-global.deWährend der Londoner Handel am Ostermontag ruht, blickt die britische Baubranche nervös auf den morgigen Neustart. Steigende Energiekosten und geopolitische Spannungen im Nahen Osten lasten schwer auf dem FTSE 350 Construction & Materials Index. Für Anleger stellt sich die Frage, ob die stabilen Auftragsbücher der Branchenriesen ausreichen, um den massiven Kostendruck abzufedern.
Energiekosten belasten die Margen
Der jüngste Preissprung beim Rohöl der Sorte Brent auf über 100 US-Dollar pro Barrel trifft den Sektor an einem empfindlichen Punkt. Höhere Energiekosten verteuern unmittelbar die Produktion von Stahl und Bitumen sowie die gesamte Logistik. Diese Entwicklung überschattete zuletzt sogar positive Arbeitsmarktdaten aus den USA und drückte den Index am vergangenen Donnerstag auf 1.791,17 Punkte.
Die Marktbreite im Sektor bleibt gering. Lediglich einige Schwergewichte boten zuletzt Stabilität, während mittelgroße Werte verstärkt unter Abgabedruck gerieten.
Infrastruktur trotzt dem Trend
Innerhalb des Sektors zeigt sich ein gespaltenes Bild. Während Infrastruktur-Spezialisten von langfristigen Projekten profitieren, leiden konsumnahe Unternehmen unter der schwachen Nachfrage am Wohnungsmarkt.
- Balfour Beatty: Legte um 0,26 % auf 778,00p zu; das hohe Auftragsplus dient als Puffer gegen die Inflation.
- Morgan Sindall: Stieg leicht um 0,12 % auf 4.230,00p, gestützt durch positive Analystenkommentare.
- Marshalls: Einbruch um 1,64 % auf 143,80p; Stagflationssorgen bremsen die privaten Renovierungsausgaben.
- Kier Group: Behauptete sich bei 195,60p nach der Ernennung für ein britisches Fusionsenergie-Programm.
Technische Warnsignale
Aus technischer Sicht bleibt die Lage angespannt. Der Index notiert aktuell rund 8,6 % unter seiner 200-Tage-Linie, was einen intakten Abwärtstrend bestätigt. Zwar signalisiert der Relative-Stärke-Index (RSI) mit einem Wert von 25 eine massiv überverkaufte Lage, was kurzfristig zu einer technischen Gegenreaktion führen könnte. Allerdings deutet das negative Momentum (MACD) darauf hin, dass der Verkaufsdruck noch nicht vollständig abgeklungen ist.
Am Dienstag wird entscheidend sein, wie der Markt die geopolitischen Entwicklungen des Wochenendes verarbeitet. Sollten die Energiepreise weiter steigen, dürften materialintensive Unternehmen wie Forterra oder Genuit zusätzlich unter Druck geraten. Eine Entspannung der Lage könnte hingegen eine Erholung bei den Infrastrukturwerten einleiten, die derzeit auf historisch niedrigem Niveau gehandelt werden.
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