FTSE, Waffenruhe

FTSE 100: Waffenruhe beflügelt London

08.04.2026 - 19:53:28 | boerse-global.de

Eine Feuerpause zwischen den USA und Iran lässt den Ölpreis einbrechen und beflügelt den britischen Leitindex. Rohstoff- und Bankaktien profitieren, während Energiewerte unter Druck geraten.

FTSE 100: Waffenruhe beflügelt London - Foto: über boerse-global.de

Ein Waffenstillstand zwischen den USA und Iran hat die Stimmung an den europäischen Börsen heute schlagartig gedreht. Der FTSE 100 legte zeitweise auf 10.688 Punkte zu und schloss mit einem Plus von 2,51 Prozent — einer der stärksten Tagesgewinne seit Monaten.

Der Auslöser: Washington und Teheran einigten sich auf eine zweiwöchige Feuerpause, die die kritische Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus wieder öffnet. Die unmittelbare Folge war ein freier Fall beim Ölpreis — Brent-Rohöl brach um rund 16 Prozent auf etwa 91 Dollar je Barrel ein. Das wiederum nährte die Hoffnung auf nachlassenden Inflationsdruck und mehr Spielraum für Zinssenkungen.

Bergbau und Banken vorne, Energiewerte unter Druck

Am stärksten profitierten Rohstoffwerte und Finanzaktien. Rolls-Royce führte die Gewinnerliste mit einem Kurssprung von knapp 12 Prozent an. Minenwerte wie Antofagasta, Anglo American und Fresnillo legten zwischen rund 10 und 12 Prozent zu. Bankaktien zogen ebenfalls kräftig an: Standard Chartered, Barclays, Lloyds und NatWest verbuchten Zuwächse zwischen 7 und 8 Prozent, HSBC rund 6 Prozent.

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Auf der Verliererseite standen erwartungsgemäß die Energieriesen. BP und Shell verloren rund 6 beziehungsweise 2,4 Prozent — ein klassisches Spiegelbild zum Ölpreiseinbruch. Auch British American Tobacco und Centrica gehörten zu den wenigen Titeln, die sich dem allgemeinen Aufwärtssog nicht anschließen konnten.

Gegenwind aus dem Inland

Abseits der geopolitischen Entspannung lieferten die britischen Konjunkturdaten weniger erbauliche Nachrichten. Der Einkaufsmanagerindex für das Baugewerbe fiel im März auf 45,6 Punkte — nach 44,5 im Februar — und liegt damit bereits den fünfzehnten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50. Neue Aufträge brachen so stark ein wie seit vier Monaten nicht mehr.

Hinzu kommt der Rückgang der Hauspreise um 0,5 Prozent im März, nachdem sie im Februar noch leicht gestiegen waren. Der anhaltende Iran-Konflikt hatte zuvor Inflationserwartungen angeheizt und Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen gedämpft — ein Effekt, der sich erst mit der heutigen Einigung abschwächen dürfte.

Die Einigung gilt zunächst für zwei Wochen. Weitere Verhandlungen zwischen US- und iranischen Vertretern sollen am Freitag in Islamabad beginnen und bis zu 15 Tage dauern. Ob daraus eine dauerhafte Entspannung wird, bleibt offen — für heute aber reichte die Aussicht auf Stabilität, um London kräftig nach oben zu treiben.

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