FS KKR Capital Aktie: Rückkauf-Deadline 9. Juni
22.05.2026 - 16:36:50 | boerse-global.deFür Aktionäre von FS KKR Capital tickt die Uhr. Das 150-Millionen-Dollar-Rückkaufangebot von KKR läuft am 9. Juni aus – in weniger als drei Wochen. Der Vorstand des Business Development Company (BDC) verweigert jede Empfehlung. Die Entscheidung liegt allein bei den Anlegern.
Der aktuelle Aktienkurs von 9,41 Euro liegt deutlich unter dem Angebotspreis von 11,00 Dollar. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als ein Viertel seines Werts verloren. In den vergangenen zwölf Monaten summiert sich das Minus auf rund 49 Prozent. Der RSI von 82 signalisiert eine technische Überkauftheit.
Das Rettungspaket im Detail
Das Angebot ist Teil eines größeren Rettungsplans. Am 11. Mai schnürte KKR ein 300-Millionen-Dollar-Paket. Die Hälfte fließt in kumulative, wandelbare Vorzugsaktien mit einer Dividende von 5,00 Prozent in bar – oder 7,00 Prozent in Form von Aktien. Die andere Hälfte steckt im Rückkaufangebot.
Hinzu kommt ein Aktienrückkaufprogramm über 300 Millionen Dollar. Es soll nach Ablauf des Angebots starten. Parallel dazu verzichtet KKR ab dem zweiten Quartal auf seine anteilige erfolgsabhängige Vergütung. Der Verzicht gilt für vier Quartale und betrifft die Hälfte der Subordinated Income Incentive Fee.
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Kreditlinie massiv gekürzt
Die Rettungsaktion wurde nötig, weil die Banken die Kreditlinie drastisch zusammenstreichten. Das JPMorgan-Konsortium senkte die Linie um 648 Millionen Dollar auf 4,05 Milliarden Dollar – ein Minus von 14 Prozent.
Gleichzeitig stiegen die Zinsen auf die Restsumme. Im Gegenzug lockerten die Banken die Regeln: Die Mindest-Eigenkapitalanforderungen fielen von 5,05 Milliarden auf 3,75 Milliarden Dollar. Das gibt dem Fonds mehr Luft, Verluste zu verkraften – ohne in Zahlungsverzug zu geraten.
Die Not ist real. Kredite, die keine Zinserträge mehr abwerfen, stiegen von 5,5 Prozent im Dezember auf 8,1 Prozent im ersten Quartal. Der Nettoinventarwert brach von 20,89 auf 18,83 Dollar je Aktie ein. Bereinigt ergab sich ein Verlust von 2,00 Dollar pro Anteilsschein.
Private Credit unter Beschuss
Der gesamte Private-Credit-Sektor steckt im Abverkauf. Fonds wie FS KKR Capital notieren mit einem Abschlag von rund 50 Prozent zum Nettoinventarwert. Das befeuert die Debatte um Systemrisiken.
Starinvestor Jeffrey Gundlach von DoubleLine Capital warnt, dass Private Credit die nächste Finanzkrise auslösen könne. Er zieht Parallelen zur Verbriefungskrise von 2008. Das Unternehmen selbst kündigte an, neue Investitionen zurückzufahren. Stattdessen will es Bestandsfirmen stützen, Schulden abbauen und Aktien zurückkaufen.
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Analysten bleiben skeptisch
Die Wall Street zeigt sich zurückhaltend. Keefe Bruyette senkte das Kursziel von 15 auf 11 Dollar, behält aber das neutrale "Market Perform". JPMorgan reduzierte von 13 auf 9,50 Dollar bei ebenfalls neutraler Einstufung. RBC Capital kappte von 15 auf 13 Dollar, bleibt bei "Sector Perform".
Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 19,38 Euro, das Tief bei 8,61 Euro. Der Angebotspreis von 11,00 Dollar liegt über dem aktuellen Niveau, aber weit unter dem Buchwert. Kein Wunder, dass der Vorstand schweigt.
Bis zum 9. Juni müssen die Aktionäre abwägen. Mit 11,00 Dollar je Aktie winkt ein Aufschlag zum Kurs – aber auch der Verzicht auf die Dividende von 0,42 Dollar, falls das Angebot vor dem Stichtag abgeschlossen wird. Eine leichte Entscheidung ist das nicht.
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