Frontotemporale, Demenz

Frontotemporale Demenz: Wenn die Persönlichkeit schwindet

14.01.2026 - 03:53:11

Frontotemporale Demenz beginnt nicht mit Vergesslichkeit, sondern mit Verhaltensänderungen und wird oft fehldiagnostiziert. Die Forschung sucht nach Biomarkern und Therapien.

Eine seltene Demenz verändert zuerst das Verhalten und trifft Menschen oft schon mit 50. Die Frontotemporale Demenz (FTD) beginnt nicht mit Vergesslichkeit, sondern mit einem schleichenden Verlust der eigenen Persönlichkeit. Betroffene wirken plötzlich enthemmt, gefühlskalt oder apathisch – Symptome, die häufig als psychische Krise fehlgedeutet werden.

Die tückischen Frühzeichen: Nicht die Erinnerung, sondern das Ich

Anders als bei Alzheimer steht bei FTD der Gedächtnisverlust nicht im Vordergrund. Die Krankheit zerstört gezielt Hirnregionen, die für Sozialverhalten, Emotionen und Sprache zuständig. Die Folgen sind für das Umfeld verstörend:
* Enthemmung und Taktlosigkeit: Plötzlich fallen unangemessene Kommentare oder rücksichtslose Handlungen auf.
* Empathieverlust: Einst einfühlsame Menschen zeigen keine emotionale Wärme mehr.
* Apathie: Hobbys, Job und Familie werden gleichgültig.
* Zwanghaftes Verhalten: Rituale oder das Horten von Gegenständen bestimmen den Alltag.

Diese Veränderungen entwickeln sich schleichend. Die Betroffenen selbst bemerken sie oft nicht – ein Hauptgrund, warum die Diagnose so schwierig ist.

Die lange Suche nach der Diagnose

FTD wird regelmäßig mit psychischen Erkrankungen verwechselt. Burn-out, Depression oder sogar Schizophrenie lauten häufig erste Fehldiagnosen. Die fehlende Einsicht der Patienten macht die Abklärung zusätzlich kompliziert.

Eine sichere Diagnose erfordert deshalb mehrere Schritte: ausführliche klinische und neuropsychologische Tests, Gespräche mit Angehörigen und ein MRT des Gehirns. Nur dieses Bild kann den typischen Schwund in Stirn- und Schläfenlappen sichtbar machen.

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Sprache statt Verhalten: Die andere Variante

Nicht bei allen steht die Persönlichkeitsänderung im Mittelpunkt. Bei der Primär Progressiven Aphasie (PPA), einer Sprachvariante der FTD, schwindet zuerst die Fähigkeit zu kommunizieren. Betroffene finden Worte nicht mehr, verstehen Sätze nicht oder können keine grammatikalisch korrekten Sätze bilden. Verhaltensauffälligkeiten können im Krankheitsverlauf folgen.

Eine Belastung ohne Heilung

FTD reißt Menschen in der Lebensmitte aus Beruf und Familie. Für Angehörige sind die Verhaltensänderungen – besonders Gefühlskälte und Aggression – extrem belastend. Eine heilende Therapie gibt es bis heute nicht. Die Behandlung konzentriert sich auf Linderung:
* Logopädie bei Sprachstörungen
* Ergotherapie für den Alltag
* Physiotherapie zur Mobilität

Im Gegensatz zu Alzheimer existieren keine zugelassenen Medikamente, die den Verlauf von FTD verlangsamen.

Forschung sucht nach Biomarkern und Therapien

Die Wissenschaft setzt große Hoffnungen in die Grundlagenforschung. Bei bis zu 40 Prozent der Fälle liegt eine genetische Ursache vor. Aktuelle Studien untersuchen deshalb gentherapeutische Ansätze, um fehlerhafte Proteine zu korrigieren.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Suche nach Biomarkern in Blut oder Nervenwasser. Sie könnten eine frühere und sicherere Diagnose ermöglichen. Bis daraus wirksame Therapien werden, ist es noch ein weiter Weg – doch er gibt Angehörigen und Ärzten eine konkrete Hoffnung.

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