Freshworks, Aktie

Freshworks Aktie: Studie beziffert KI-Verluste auf 16,3 Milliarden

29.05.2026 - 18:37:59 | boerse-global.de

Freshworks-Studie zeigt: KI-Komplexität kostet Mid-Market-Firmen Milliarden. Der Anbieter will mit einfacheren Lösungen punkten.

Freshworks Aktie: Studie beziffert KI-Verluste auf 16,3 Milliarden - Foto: über boerse-global.de
Freshworks Aktie: Studie beziffert KI-Verluste auf 16,3 Milliarden - Foto: über boerse-global.de

25 Prozent ihres KI-Budgets verlieren Mid-Market-Unternehmen durch schlichte Komplexität. Allein in den USA summiert sich das auf geschätzte 16,3 Milliarden Dollar jährlich – Geld, das nicht in produktive Anwendungen fließt, sondern in Systempflege und Fehlerkorrektur.

Das ist das Ergebnis einer globalen Studie von Freshworks, für die über 12.000 IT-Entscheider befragt wurden. 86 Prozent der Führungskräfte geben an, dass die aktuelle KI-Komplexität ihre Teams mehr belaste als entlaste. 80 Prozent berichten von Problemen mit sogenanntem "AI Slop" – mangelhaften und fehleranfälligen Ergebnissen aus schlecht integrierten Systemen. Gleichzeitig planen 89 Prozent der Organisationen, ihre KI-Ausgaben weiter zu erhöhen. Ein Widerspruch, den der Softwareanbieter für sich nutzen will.

Marktchance aus der Lücke

Nur 15 Prozent der befragten Unternehmen haben KI vollständig in ihre Arbeitsabläufe integriert. 36 Prozent stecken noch in der Pilotphase. Freshworks positioniert sich als Lieferant für die nötige Architektur, um von diesen Experimenten zur Skalierung zu kommen – mit Produkten, die Komplexität reduzieren statt vergrößern.

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Die Aktie notiert am Freitag bei 8,18 Euro, ein Plus von 3,75 Prozent. Der RSI liegt mit 63,2 im neutralen Bereich – die Erholung vom 52-Wochen-Tief bei 5,85 Euro hat Luft, aber das Hoch von 14,00 Euro liegt noch 42 Prozent entfernt. Die Volatilität bleibt mit annualisiert 58 Prozent hoch.

Gewinnwende und Stellenabbau

Freshworks ist 2025 in die GAAP-Gewinnzone zurückgekehrt – 183,7 Millionen Dollar Nettoergebnis. Im ersten Quartal 2026 legte der Umsatz um 16 Prozent auf 228,6 Millionen Dollar zu. Im Mai strich das Unternehmen rund 11 Prozent der Stellen, um die Kostenbasis an die aktuellen Wachstumsziele anzupassen.

Für den Rest des Jahres bleibt der Fokus auf Enterprise-Kunden und der Professionalisierung von KI-Ökosystemen. Die Studie zeigt: Der Markt für Vereinfachung ist riesig. Ob Freshworks ihn gegen etablierte Wettbewerber besetzen kann, wird sich an der Umsatzdynamik der kommenden Quartale messen lassen.

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