Fresenius Aktie: Trotz starker Zahlen unter Druck
25.02.2026 - 10:34:52 | boerse-global.deFresenius hat heute die Bücher für 2025 geöffnet – und die Zahlen können sich sehen lassen. Dennoch reagiert die Börse mit Verlusten. Was läuft hier schief?
Der DAX-Konzern hat im vergangenen Jahr seine selbst gesteckten Ziele erreicht und präsentiert sich auf Wachstumskurs. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um gut vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Der Umsatz legte organisch um sieben Prozent auf 22,55 Milliarden Euro zu – leicht über den Markterwartungen von 22,5 Milliarden Euro.
Besonders stark entwickelte sich die Kliniksparte Helios. Hier schnellte das operative Ergebnis um fast ein Viertel nach oben. Verantwortlich dafür waren die Effekte des laufenden Sparprogramms sowie ein Rechnungszuschlag für gesetzlich Versicherte. Auch die Pharmatochter Kabi trug zum Ergebniswachstum bei, Effizienzmaßnahmen zahlen sich zunehmend aus.
Die Aktionäre profitieren ebenfalls: Die Dividende steigt von 1,00 Euro auf 1,05 Euro je Aktie.
Ausblick bleibt hinter Erwartungen zurück
Doch die Börse zeigt sich unbeeindruckt. Vorbörslich auf Tradegate sackte das Papier um knapp vier Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss ab. Analysten bemängeln vor allem den durchwachsenen Ausblick und das schwächere Schlussquartal.
Für 2026 peilt Konzernchef Michael Sen ein organisches Umsatzplus von vier bis sieben Prozent an. Der Kerngewinn je Aktie soll währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent steigen. 2025 hatte dieser Wert noch um zwölf Prozent auf 2,87 Euro zugelegt – das neue Zielbild liegt damit unter der Dynamik des Vorjahres.
Hinzu kommt die Belastung durch die Beteiligung an Fresenius Medical Care. Der Dialysespezialist hatte am Vortag mit einem schwachen Ausblick enttäuscht, was auch auf die Fresenius-Aktie drückte. Der Konzern hält noch rund 29 Prozent an FMC, nachdem die früher enge Verflechtung weitgehend gelöst wurde.
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Sen bleibt weitere fünf Jahre
Trotz der verhaltenen Börsenreaktion zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich. "Wir sind überzeugt, dass wir auch weiterhin profitabel und nachhaltig wachsen werden", betonte Sen. Der Aufsichtsrat teilte diese Einschätzung offenbar: Sens Vertrag wurde vorzeitig um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert.
Der frühere Siemens- und Eon-Manager hat Fresenius seit Oktober 2022 durch stürmische Zeiten gesteuert. Randgeschäfte wurden verkauft, Strukturen verschlankt, die verlustträchtige österreichische Tochter Vamed weitgehend abgestoßen. Die Konzentration auf Kabi und Helios zeigt mittlerweile Früchte.
Parallel dazu gibt es personelle Veränderungen an der Spitze. Christian Pawlu soll zum 1. Juli als neuer Helios-Chef in den Vorstand einziehen. Sein Vorgänger Robert Möller übernimmt künftig den Aufbau eines Büros der Unternehmensleitung in Berlin und Brüssel.
Langfristig hat die Aktie durchaus einen guten Lauf: In den vergangenen drei Jahren hat sich der Kurs fast verdoppelt und notiert wieder bei rund 50 Euro. Bis zum Rekord von Mitte 2017 bei über 80 Euro bleibt aber noch ein weiter Weg.
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