Freeport-McMoRan Aktie: 8,89-Prozent-Absturz auf 55,03 Euro
05.06.2026 - 19:49:32 | boerse-global.de
Freeport-McMoRan hat am Freitag kräftig nachgegeben. Die Aktie fiel um 8,89 Prozent auf 55,03 Euro. Auffällig ist das vor allem deshalb, weil sie erst zwei Tage zuvor mit 62,25 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert hatte.
Trotz des Rückschlags bleibt der längerfristige Trend intakt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 24,15 Prozent zu Buche, auf Sicht von zwölf Monaten sogar 50,87 Prozent. Der Kurs liegt damit weiter klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 45,45 Euro. Zum 50-Tage-Schnitt bei 54,24 Euro bewegt er sich nur knapp darüber.
Kupfer bleibt der Taktgeber
Der Konzern richtet den Fokus weiter auf Kupfer. Für das zweite Quartal 2026 peilt Freeport-McMoRan eine Produktion von rund 750 Millionen Pfund an. Ein wichtiger Treiber bleibt der Grasberg-Distrikt in Indonesien. Dort sind die Blöcke 2 und 3 wieder in Betrieb.
Bis zur zweiten Hälfte 2026 soll der Standort wieder 60 bis 65 Prozent seiner Kapazität erreichen. Das ist für den Markt relevant, weil Grasberg zu den wichtigsten Anlagen des Konzerns zählt. Jede Verbesserung dort wirkt direkt auf die Produktionskurve.
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In Nordamerika nutzt Freeport weiter sogenannte Shadow-Mine-Leaching-Verfahren. Diese Einheit produziert derzeit rund 300 Millionen Pfund pro Jahr. Langfristig will das Unternehmen die Menge auf 800 Millionen Pfund bis 2030 steigern.
KI treibt die Nachfrage
Hinter dem Kupferbedarf steht auch der Boom bei Rechenzentren. Für künstliche Intelligenz werden nach Unternehmensangaben 27 bis 33 Tonnen Kupfer je Megawatt Rechenzentrumskapazität benötigt. Das gibt Freeport zusätzliche Fantasie für die mittlere Frist.
Die operative Lage bleibt damit eng mit der globalen Nachfragesituation verknüpft. Kupfer ist ein Schlüsselmetall für Netzausbau, Chips, Stromversorgung und Infrastruktur. Genau diese Mischung macht den Titel anfällig für starke Kursbewegungen.
Zahlen liefern Rückenwind, Kurs bleibt nervös
Im ersten Quartal meldete Freeport einen Gewinn von 0,57 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,23 Milliarden Dollar. Institutionelle Investoren bleiben an Bord, einzelne Gesellschaften haben ihre Positionen zuletzt angepasst. Auch das spricht dafür, dass der Titel nicht aus dem Fokus fällt.
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Der RSI liegt mit 48,8 im neutralen Bereich. Die 30-Tage-Volatilität beträgt annualisiert 53,57 Prozent. Der Markt preist also weiter Bewegung ein. Der jüngste Rücksetzer ändert daran wenig, zeigt aber, wie schnell Gewinne nach einer starken Rally wieder abgegeben werden können.
Am Ende entscheidet bei Freeport weiter die Umsetzung. Schafft der Konzern beim Grasberg-Hochlauf und bei der Nordamerika-Produktion Fortschritte, bleibt der Kupferwert gut unterstützt. Gelingt das nicht, dürfte die hohe Bewertung schnell wieder unter Druck geraten.
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