Fraunhofer, FKIE

Fraunhofer FKIE setzt auf Drohnen und Roboter gegen Gefahrstoffe

05.02.2026 - 03:12:11

Das Fraunhofer FKIE entwickelt ein kombiniertes System aus autonomen Drohnen und Bodenrobotern, um radioaktive Gefahrenquellen schneller und sicherer für Einsatzkräfte zu lokalisieren und zu bergen.

Wachtberg – Das Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FKIE) hat ein neuartiges System zur Ortung radioaktiver Quellen entwickelt. Es kombiniert autonome Drohnen und Bodenroboter, um Einsatzkräfte bei CBRNE-Gefahren zu schützen.

Intelligente Drohnen spüren Strahlung auf

Im Zentrum des Systems stehen hochautomatisierte Drohnen für die radiologische Aufklärung. Sie sind mit Gammastrahlungsdetektoren sowie optischen und Infrarotkameras ausgestattet. Eine Bordelektronik wertet die Daten in Echtzeit aus und liefert sofort Lageinformationen an die Einsatzkräfte in sicherer Entfernung.

Der operative Ablauf ist zweistufig: In einer ersten Explorationsphase erstellt die Drohne autonom eine Karte des Zielgebiets und ermittelt Basiswerte für die Strahlung. Weichen Messwerte davon ab, startet die Suchphase. Dann fliegt die Drohne vordefinierte Routen ab und nutzt Wärme- und Wahrscheinlichkeitskarten, um die Quelle präzise einzugrenzen – ohne redundante Scans. Dieses datengesteuerte Verfahren ermöglicht eine schnellere und genauere Lokalisierung als bisherige Methoden.

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Bodenroboter übernehmen Bergung und Entsorgung

Ergänzt wird die Luftaufklärung durch autonome Bodenfahrzeuge (UGV). Sie fahren in die Gefahrenzone, um die Drohnen-Befunde zu verifizieren und weitere Daten zu sammeln. Ihre intelligente Navigation stellt eine vollständige Erkundung des Gebiets sicher.

Die Roboter verfügen zudem über ausgefeilte Greifarme. Sie können radioaktive Trümmerteile autonom oder per Fernsteuerung aufnehmen, deren Strahlungspegel messen und das kontaminierte Material in einen speziellen Sicherheitsbehälter ablegen. Für diese Manipulations- und Kartierungstechnologien hat das FKIE-Team bereits internationale Roboterwettbewerbe gewonnen.

Wachsender Markt für Rettungsrobotik

Die Innovationen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt. Hybride Bedrohungen und Destabilisierungsversuche haben das Gefahrenpotenzial erhöht. Unbemannte Systeme schützen das Personal, verbessern die Lageerfassung und sparen wertvolle Zeit.

Der globale Markt für Such- und Rettungsrobotik verzeichnet ein starkes Wachstum. Er wurde 2025 auf über 27 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf mehr als 70 Milliarden US-Dollar ansteigen. Treiber sind die Zunahme von Naturkatastrophen und rasante Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz.

Weiterentwicklung in realistischen Szenarien

Das Fraunhofer FKIE treibt die Technologie kontinuierlich voran. Die Leistungsfähigkeit der Systeme wird in anspruchsvollen Tests wie der European Land Robot Trial (ELROB) oder dem European Robotics Hackathon (EnRicH) unter realen Bedingungen erprobt und verbessert.

Der Fokus der künftigen Entwicklung liegt auf einer noch besseren Autonomie und der nahtlosen Integration von Luft- und Bodenteams. Dieser kombinierte Ansatz hat sich als effektiver erwiesen als der isolierte Einsatz. Bei der ELROB 2026 in der Schweiz sollen Szenarien mit diesem „Kombinierten Einsatz“ im Mittelpunkt stehen. Ziel ist es, die Werkzeuge für den CBRNE-Einsatz noch leistungsfähiger und zuverlässiger zu machen.

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