AKTIE IM FOKUS 2: FMC beenden mit neuem Tief vorübergehende Erholung
05.05.2026 - 16:42:17 | dpa.de(neu: Aktienkurs, Analystenkommentar)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung sind die Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 am Dienstagnachmittag wieder stark unter Druck geraten. Mit einem Einbruch um fast elf Prozent auf rund 34,60 Euro fielen sie als Dax DE0008469008-Schlusslicht auf ein Tagestief und zugleich auf den niedrigsten Stand seit September 2024. Zwischenzeitlich hatte der Kurs den Verlust kräftig eingedämmt.
Experten bemängelten an der Quartalsbilanz der Bad Homburger vor allem ein schwaches Wachstum auf dem wichtigen US-Markt. Veronika Dubajova von der Citigroup etwa wies darauf hin, dass das Behandlungsvolumen auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um 0,4 Prozent zurückgegangen sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Sie habe mit einem nur halb so starken Minus gerechnet. "Das dürfte im Fokus stehen und dürfte die Aktien unserer Ansicht nach belasten", so die Analystin. Denn das Wachstum auf dem US-Markt sei der Schlüssel für eine spürbare Erholung der operativen Ergebnisse.
Ähnlich sah es Timo Kürschner von der Landesbank Baden-Württemberg: "Obwohl die Zahlen weitgehend im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind, hat das Zahlenwerk den Markt enttäuscht. Vor allem die erneut rückläufigen Behandlungszahlen in den USA dürften dafür die Ursache gewesen sein". Unter Abwägung von Chancen und Risiken riet der Experte jedoch weiter zum Kauf der Aktien. Denn vor allem in der zweiten Jahreshälfte sollte sich der Blick wieder stärker auf die Zukunft richten.
Ein Grund für das zwischenzeitliche Aufholen der hohen anfänglichen Kursverluste am Dienstag könnte auch die jüngste absolute und relative Schwäche der Aktien gewesen sein. Diese hatten seit einem Zwischenhoch vor einem Jahr bei gut 54 Euro 28 Prozent eingebüßt. Der europäische Gesundheitssektor EU0009658723, in dem auch FMC-Aktien enthalten sind, hat dagegen in diesem Zeitraum leicht zugelegt.
Die Papiere des Mutterkonzerns Fresenius DE0005785604 fielen mit minus drei Prozent am Nachmittag auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr.
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