Frankfurt Airport startet weltweit ersten Auracast-Test für Bordansagen
28.01.2026 - 23:51:12Frankfurt Airport testet als weltweit erster Flughafen eine Bluetooth-Technologie, die Bordansagen direkt auf Kopfhörer und Hörgeräte streamt. Das Pilotprojekt soll das Reisen vor allem für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen inklusiver und stressfreier gestalten.
Seit dieser Woche sind die Gates A16 und A17 im Terminal 1 mit der neuen Technologie ausgestattet. Während der zweimonatigen Testphase werden alle gate-relevanten Durchsagen – von Boarding-Aufrufen bis zu Gate-Wechseln – per Auracast an kompatible Empfangsgeräte gesendet. Das soll das Problem überlasteter Lautsprecher und hoher Terminal-Lautstärke lösen.
Hinter dem Projekt steht der Betreiber Fraport gemeinsam mit dem Technologiepartner Sittig Technologies und der Frankfurt University of Applied Sciences. Gefördert wird die Initiative über das hessische Programm Distr@l, das Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft fördert.
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Auracast stellt einen deutlichen Fortschritt gegenüber alten Induktionsschleifen dar. Die Technologie nutzt den neuen Bluetooth LE Audio-Standard und kann eine Audioquelle an unbegrenzt viele Empfänger gleichzeitig streamen. Perfekt für öffentliche Räume wie Flughäfen.
Für Reisende verspricht das System ein klares, persönliches Hörerlebnis. Nutzer kompatibler Geräte wählen einfach den Airport-Stream und hören Ansagen, als würden sie Musik streamen. Alexander Laukenmann, Senior Executive Vice President Aviation bei Fraport, betont: „Wir verbessern unser Serviceangebot und gehen einen wichtigen Schritt zu mehr Inklusivität.“
So funktioniert die Audio-Revolution
Auracast funktioniert wie ein öffentliches Radiosender für Audio. Ein Sender am Gate überträgt die Durchsagen, jedes kompatible Gerät in der Nähe kann sie empfangen – ohne aufwendige Kopplung. Die Bluetooth Special Interest Group (SIG) sieht in Flughäfen, Bahnhöfen und Konferenzzentren ideale Anwendungsorte.
Der Frankfurter Test liefert nun praxisrelevante Daten. Der Erfolg könnte einen globalen Präzedenzfall schaffen und andere Flughäfen zum Nachziehen bewegen. Während des Pilots sammeln die Partner umfangreiches Feedback von Passagieren und Personal.
Frankfurts Strategie für digitale Innovation
Das Auracast-Projekt ist nur ein Teil der Digitalisierungs-Offensive am größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuz. Bereits Ende Januar 2026 hat Fraport gemeinsam mit der Bundespolizei ein KI-gestütztes Sicherheitsscreening in allen Terminals eingeführt. Die KI analysiert CT-Scans von Handgepäck und erkennt verbotene Gegenstände automatisch.
Zudem arbeitet der Flughafen an autonomen Services für mobilitätseingeschränkte Passagiere. Geplante Pilotprogramme testen selbstfahrende Rollstühle, die Reisende eigenständig vom Check-in zum Gate bringen. Die Strategie ist klar: Technologie soll den Flughafen effizienter, sicherer und zugänglicher für alle machen.
Wird personalisiertes Audio zum neuen Standard?
Die Branche beobachtet den zweimonatigen Test genau. Bei positivem Feedback könnte eine Ausweitung auf weitere Gates folgen, eventuell sogar im geplanten Terminal 3. Die gewonnenen Erkenntnisse würden anderen internationalen Airports als Blaupause dienen.
Ein Erfolg könnte auch die Verbreitung Auracast-fähiger Geräte beschleunigen. Tech-Giganten wie Google und Samsung unterstützen die Initiative bereits. Langfristig könnte die Technologie „stille Flughäfen“ ermöglichen, die den Lärmpegel senken, indem sie Ansagen nur noch an diejenigen senden, die sie hören wollen. Passagiere in Frankfurt können diese Zukunft jetzt schon testen – eine Zukunft, die für alle klarer und persönlicher klingen soll.
Übrigens: Am Frankfurter Airport läuft bereits ein KI‑gestütztes Sicherheitsscreening – Betreiber und Technikinteressierte sollten die rechtlichen und technischen Folgen kennen. Der kostenlose Leitfaden zur EU‑KI‑Verordnung fasst Anforderungen, Kennzeichnungspflichten und Übergangsfristen kompakt zusammen und zeigt, welche Pflichten Betreiber öffentlicher Räume jetzt beachten müssen. Ideal für Verantwortliche in Flughäfen, Behörden und Technologiepartner. Der Download ist gratis und sofort verfügbar. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnungs‑Leitfaden herunterladen


