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Framework erhöht Preise wegen globaler Speicherkrise

13.01.2026 - 11:42:12

Die globale Speicherkrise erfasst nun auch den Hersteller von reparierbaren PCs. Framework kündigte drastische Preisaufschläge für seine Hochleistungssysteme an – eine direkte Folge des durch KI getriebenen Mangels an DDR5-Speicherchips.

Der Hersteller Framework Computer hat am Montag deutliche Preiserhöhungen für seine Desktop- und Mainframe-Systeme bekannt gegeben. Besonders betroffen sind Konfigurationen mit großem Arbeitsspeicher. Während Systeme mit 32 und 64 Gigabyte DDR5-RAM moderat um etwa 40 Euro teurer werden, steigt der Preis für die Top-Variante mit 128 Gigabyte um satte 460 Euro.

Die neuen Preise liegen nun bei 1.139 Euro für das 32-GB-Modell, 1.639 Euro für 64 GB und 2.459 Euro für die 128-GB-Version. Das Unternehmen betont, dass es sich um direkte Weitergabe von Lieferantenkosten handelt und keine Gewinnmargen erhöht werden. Sobald sich der Markt beruhige, wolle man die Preise wieder senken.

KI-Boom verdrängt Verbraucher-Hardware

Hinter der Entwicklung steht eine fundamentale Verschiebung in der Halbleiterindustrie. Führende Speicherhersteller wie Samsung und SK Hynix konzentrieren ihre Produktion zunehmend auf High-Bandwidth-Memory (HBM) und Server-DRAM – beides heiß begehrt für KI-Rechenzentren.

Diese Fokussierung lässt den Markt für herkömmlichen DDR5-Speicher austrocknen. Die verfügbaren Kapazitäten für PC- und Laptop-Speicher schrumpfen, während die Nachfrage unvermindert hoch bleibt. Marktbeobachter erwarten allein für Server-DRAM im ersten Quartal 2026 Preissteigerungen von über 60 Prozent.

„Die KI-Steuer wird Realität“, kommentiert ein Branchenanalyst. „Verbraucher-Hardware-Hersteller müssen sich jetzt mit Tech-Giganten um dieselben Silizium-Ressourcen streiten.“ Die höheren Margen im KI-Bereich verlocken die Hersteller, ihre Kapazitäten umzuschichten – zum Nachteil klassischer PC-Komponenten.

Modularität als strategischer Vorteil

Framework nutzt in der Krise einen entscheidenden Vorteil seines Geschäftsmodells: die Modularität. Anders als bei Apple oder Dell, wo Speicher oft fest verlötet ist, können Nutzer bei Framework RAM-Module einfach austauschen und aufrüsten.

Das Unternehmen rät Kunden deshalb explizit, eigenen Speicher zu beschaffen, falls sie bessere Preise auf dem freien Markt finden. Der Online-Konfigurator soll sogar Links zu Preisvergleichs-Tools wie PCPartPicker erhalten. So können versierte Käufer nach Beständen suchen, die noch zu Vor-Krisen-Preisen angeboten werden.

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Dieser transparente Ansatz unterscheidet Framework deutlich von anderen Herstellern. Berichten zufolge erwägen große OEMs wie HP oder Lenovo, ihre Basismodelle wieder mit nur 8 GB Arbeitsspeicher auszustatten, um Preisniveaus halten zu können. Framework bleibt dagegen bei seinen hochwertigen Spezifikationen – zu entsprechend angepassten Preisen.

Branche vor anhaltenden Herausforderungen

Die Auswirkungen der Speicherkrise beschränken sich nicht auf Nischenprodukte. Marktforscher warnen, dass die Materialkosten für Smartphones 2026 um bis zu 25 Prozent steigen könnten. Hersteller stünden vor der Wahl: entweder höhere Verkaufspreise oder Einsparungen bei anderen Komponenten wie Displays oder Kameras.

Die Prognose für 2026 bleibt düster. Laut Daten von IDC könnte das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bis weit ins Jahr 2027 anhalten. Neue Halbleiterfabriken benötigen Jahre bis zur Fertigstellung. Für Verbraucher bedeutet das: Die Ära günstigen, reichlich verfügbaren Arbeitsspeichers ist vorerst vorbei.

Framework zeigt mit seinem transparenten Umgang mit der Krise exemplarisch, welchem Druck Hardware-Hersteller aktuell ausgesetzt sind. Für Käufer bleibt nur ein Rat: Wer noch zu vertretbaren Preisen an Speicher kommt, sollte zugreifen. Eine baldige Entspannung ist nicht in Sicht.

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