FPÖ erreicht 38 Prozent in neuer Umfrage
26.04.2026 - 20:52:52 | boerse-global.deLaut aktueller INSA-Sonntagsfrage vom 26. April 2026 käme die FPÖ auf 38 Prozent der Stimmen. Noch bemerkenswerter: 48 Prozent der Wahlberechtigten können sich eine FPÖ-Wahl grundsätzlich vorstellen. Die Partei gewinnt zunehmend in der politischen Mitte an Boden – dort liegt ihre Zustimmung bei 36 Prozent.
Die amtierende Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS steht massiv unter Druck. ÖVP und SPÖ liegen gleichauf bei je 19 Prozent, die Grünen bei 10 Prozent, die NEOS bei 7 Prozent. Die KPÖ würde mit 4 Prozent knapp in den Nationalrat einziehen. Hochrechnungen zeigen: Eine FPÖ-geführte Formation könnte erstmals eine absolute Mehrheit von 92 der 183 Mandate erreichen.
FPÖ verschärft Sozialkurs
Die FPÖ nutzt den Rückenwind. Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch kritisierte die Regierung für ihre Säumigkeit bei der Sozialhilfe-Reform. Die FPÖ fordert strengere bundesweite Vorgaben, besonders für Zuwanderer. Geplant sind gestaffelte Sätze für Mehrkindfamilien und ein Betreuungsgeld für pflegende Angehörige. Ausgenommen von Kürzungen: Kinder, Pensionisten und Menschen mit Behinderungen.
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SPÖ Wien setzt auf Ludwig
Ganz anderer Kurs in Wien. Bürgermeister Michael Ludwig wurde am 25. April mit 92,33 Prozent als Wiener SPÖ-Chef bestätigt. Trotz leichter Verluste bei der Landtagswahl demonstrierte die Partei Geschlossenheit. Ludwig grenzte sich klar von der FPÖ ab und kündigte eine Verschärfung der Regeln für Kurzzeitvermietungen an. Plattformen wie Airbnb sollen eine umfassende Registerpflicht bekommen.
Bundesparteichef Andreas Babler wertete die Wiederwahl als wichtiges Signal. Die Sozialdemokratie habe in der Vergangenheit einen rechtsextremen Kanzler verhindert, betonte er. Dennoch: Interne Diskussionen über Wahlberechtigung bei Parteitagen und das Parkpickerl begleiteten den Parteitag.
Budgetstreit: Pensionisten wehren sich
Die Bundesregierung verhandelt über ein Sparvolumen von mindestens 2 Milliarden Euro für das Doppelbudget 2027/28. Die Budgetrede ist für den 10. Juni angesetzt. Seniorenvertreter beider Lager warnen eindringlich vor Kürzungen auf dem Rücken der älteren Generation.
Ingrid Korosec (ÖVP-Seniorenbund) und Birgit Gerstorfer (PVÖ) beziffern den Beitrag der Pensionisten zur Haushaltskonsolidierung auf 8,4 Milliarden Euro. Dieser setzt sich aus Effekten der Teilpension, Korridorpension, höheren Krankenversicherungsbeiträgen und gedeckelter Pensionsanpassung zusammen. Die Pensionsanpassung für 2026 lag mit 2,25 Prozent bereits unter der Inflationsrate von 2,7 Prozent.
Die Forderung: volle Inflationsabgeltung für Pensionen. Besonders kritisch sehen die Seniorenvertreter die NEOS-Forderungen nach Einsparungen von bis zu 4,5 Milliarden Euro im Pensionssystem. Statt Kürzungen fordern sie eine stärkere Besteuerung von Vermögen und Übergewinnen.
Digitalisierung: Fortschritt trifft auf Ängste
Österreich macht Fortschritte bei der Digitalisierung. Laut Eurostat Digital Skills Indicator vom 26. April verfügen 69,8 Prozent der Bevölkerung über digitale Basiskompetenzen – Platz sieben im EU-Vergleich, deutlich über dem Schnitt von 60,4 Prozent. Das Ziel: 80 Prozent bis 2030.
Doch die Schattenseite wächst. FPÖ-Seniorensprecherin Schartel fordert ein gesetzlich verankertes Recht auf ein analoges Leben. Rund 30 Prozent der Bevölkerung haben keine digitalen Basiskompetenzen. Behördenwege, Bankgeschäfte und Versicherungen müssten weiterhin ohne digitalen Zwang möglich bleiben. In Niederösterreich startete ein Pilotprojekt im Haus der Digitalisierung in Tulln, das Senioren gezielt im Umgang mit KI und Internetsicherheit schult.
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Parallelen zu Deutschland
Die Entwicklung in Österreich spiegelt sich in Deutschland wider. Eine INSA-Erhebung für die Bild-Zeitung vom 25. April sieht die AfD bei 28 Prozent – vier Prozentpunkte Vorsprung vor der Union. In beiden Ländern treiben Unzufriedenheit mit der Wirtschaftslage und Sozialpolitik den Zuspruch zu rechtspopulistischen Parteien.
Der deutsche Bundestag beschloss am 26. April eine befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Der Tankrabatt gilt vom 1. Mai bis 30. Juni und senkt den Literpreis um etwa 17 Cent. Die Opposition kritisierte die Maßnahme als unzureichend.
Der entscheidende Unterschied: Während Bundeskanzler Friedrich Merz in Deutschland Rentenkürzungen explizit ausschloss, ringt die österreichische Koalition noch um die Ausgestaltung des Sparpakets. Die Warnung der Seniorenvertreter ist deutlich: Pensionisten seien nicht der Bankomat der Nation.
Was nun kommt?
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Regierung den Forderungen der Seniorenverbände nachkommt oder das Risiko eines weiteren Popularitätsverlusts eingeht. Die FPÖ wird die Themen Inflation und Sozialhilfe weiter besetzen. Die SPÖ setzt unter Ludwig in Wien auf Stabilität.
Auf europäischer Ebene rückt die Umsetzung digitaler Regulatorien näher. Mit dem EU Digital Omnibus und der schrittweisen Wirksamkeit der KI-Verordnung ab August 2026 kommen neue rechtliche Rahmenbedingungen auf die Unternehmen zu. Für Österreich geht es darum, den digitalen Vorsprung in Wirtschaftswachstum umzumünzen – ohne den sozialen Zusammenhalt zu gefährden. Die Budgetrede am 10. Juni wird die finanzpolitische Richtung vorgeben.
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